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ROUNDUP: Munich Re will Gewinnziel trotz teurer Katastrophen übertreffen

| Quelle: dpa-AFX (SW) | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
MÜNCHEN (dpa-AFX) - Lukrative Finanzgeschäfte und günstige Währungskurse beflügeln die Gewinnpläne des Rückversicherers Munich Re +0,82%. Trotz hoher Großschäden erzielte der Dax-Konzern +1,15% im dritten Quartal nach vorläufigen Berechnungen einen Gewinn von rund 850 Millionen Euro, wie er am Freitag in München mitteilte. Dies wären rund 75 Prozent mehr als im Vorjahr, als die Zerstörungen durch Taifun "Jebi" und Hurrikan "Florence" bei den Münchnern teuer zu Buche geschlagen hatten.

Das Ergebnis sei neben einer guten operativen Entwicklung auf hohe Währungsgewinne und ein "sehr gutes" Kapitalanlageergebnis zurückzuführen, erklärte das Unternehmen. Vorstandschef Joachim Wenning geht daher davon aus, dass die Munich Re ihr Gewinnziel von 2,5 Milliarden Euro in diesem Jahr übertrifft.

An der Börse kamen die Nachrichten gut an. Der Kurs der Munich-Re-Aktie sprang nach der Bekanntgabe auf ein Plus von fast zwei Prozent Plus und war zuletzt mit plus 0,90 Prozent noch unter den stärksten Werten im Dax. Analysten hatten im Schnitt ohnehin schon mit einem Jahresgewinn von rund 2,7 Milliarden Euro gerechnet. Seit Jahresbeginn hat die Aktie bereits rund 30 Prozent an Wert gewonnen.

Für die optimistischere Gewinnprognose des Vorstands gelten indes die üblichen Vorbehalte. So blieben die Unsicherheiten mit Blick auf weitere Großschäden und die Entwicklung an den Kapitalmärkten "naturgemäß groß", betonte das Management. So ist die diesjährige Hurrikan-Saison in den USA und der Karibik noch nicht zu Ende.

Im September hatte Wirbelsturm "Dorian" vor allem in der Karibik gewütet und die USA lediglich gestreift. Die versicherten Schäden in der Karibik und Nordamerika dürften nach grober Schätzung für die gesamte Branche bei einem mittleren einstelligen Milliarden-Dollar-Betrag bleiben, hatte Munich-Re-Vorstand Torsten Jeworrek im September gesagt.

Die Schäden durch Taifun "Faxai" in Japan im gleichen Monat schätzt der auf Risikoanalysen spezialisierte Versicherungsdienstleister AIR Worldwide bisher auf 3 bis 7 Milliarden US-Dollar (2,7 bis 6,3 Mrd Euro). Zum Vergleich: Hurrikan "Irma" hatte 2017 an der US-Ostküste und in der Karibik insgesamt versicherte Schäden von rund 33 Milliarden Dollar verursacht.

Ihren kompletten Quartalsabschluss will die Munich Re wie geplant am 7. November vorlegen./stw/nas/mis


Quelle: dpa-AFX
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