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ROUNDUP: Novartis will 2020 weiter wachsen - Dividende steigt

| Quelle: dpa-AFX | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
BASEL (dpa-AFX) - Der Schweizer Pharmakonzern Novartis hat seine Ziele im vergangenen Jahr dank neuer Therapien erfüllt und setzt auch künftig auf weiteres Wachstum. 2020 soll der Umsatz währungsbereinigt im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich zulegen, das operative Kernergebnis zudem ebenfalls währungsbereinigt im hohen einstelligen bis niedrigen zweistelligen Prozentbereich steigen, wie der Konzern am Mittwoch in Basel mitteilte. Für 2019 schlägt das Management um Konzernchef Vas Narasimhan zudem eine Dividende von 2,95 Schweizer Franken (2,76 Euro) je Aktie vor, nach 2,85 Franken ein Jahr zuvor.

Die Aktie des Baseler Konzerns legte kurz nach Handelsbeginn leicht um 0,16 Prozent zu. In einer ersten Einschätzung der Bilanz schrieb Jefferies-Analyst Peter Welford, dass die Umsätze im vierten Quartal zwar auf Höhe der durchschnittlichen Schätzungen ausgefallen waren. Beim Geschäft mit dem Schuppenflechtemittel Cosentyx habe sich der Markt aber mehr erhofft.

2019 lief das Geschäft mit den neuen Medikamenten wie dem Herzmittel Entresto und Cosentyx dennoch so gut, dass der Vorstand seine Jahresziele gleich drei Mal angehoben hatte. Die jüngste Prognose vom Oktober bestätigte sich nun: Insgesamt erzielte Novartis einen Umsatz von 47,45 Milliarden US-Dollar (43,1 Mrd Euro), was einer währungsbereinigten Steigerung von 9 Prozent entspricht. Das operative Kernergebnis - aus dem Abschreibungen, Zu- und Verkäufe sowie andere Sonderfaktoren herausgerechnet sind - legte währungsbereinigt um 17 Prozent auf 14,1 Milliarden Dollar zu. Der Kernreingewinn kletterte um 15 Prozent auf 12,1 Milliarden Dollar.

Neben Entresto und Cosentyx trägt seit einigen Monaten auch die in den USA eingeführte Gentherapie Zolgensma zur Behandlung von Muskelschwund bei Kindern bis zu zwei Jahren zum Wachstum bei. Das Medikament spielte bis zum Jahresende einen Umsatz von 361 Millionen Dollar ein. Mit einem Preis von rund zwei Millionen Dollar pro Therapie ist das Mittel eines der teuersten Medikamente der Welt. Zu dem Mittel war Novartis über einen Zukauf der US-Firma Avexis gekommen. Insgesamt legte die Sparte mit den neuen Medikamenten, die bei Novartis unter dem Namen "Innovative Medicines" läuft, beim Umsatz zum Vorjahr bereinigt um 11 Prozent auf knapp 38 Milliarden Dollar zu.

Auch die zuletzt mit Schwierigkeiten behaftete Generika-Sparte Sandoz schaffte es beim Umsatz 2019 leicht ins Plus, zumindest wenn Wechselkurseffekte herausgerechnet werden. Das operative Kernergebnis legte hier währungsbereinigt um 10 Prozent auf gut 2 Milliarden Dollar zu.

Das Geschäft mit Nachahmermedikamenten ist für die gesamte Branche vor allem in den USA eine Herausforderung. Dort herrscht in dem Bereich ein besonders hoher Preisdruck. Novartis will die Sparte daher entrümpeln und Unternehmensteile verkaufen. Die bereits besiegelte Veräußerung seiner Dermatologie-Generika an die indische Aurobindo soll im ersten Quartal des laufenden Jahres abgeschlossen werden.

Die früher zu Novartis gehörende Augenheilsparte Alcon wurde zudem im Frühjahr über einen Börsengang abgespalten./kro/mne/jha/


Quelle: dpa-AFX
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