DAX®13.681,19+0,45%TecDAX®3.409,55+0,27%Dow Jones 3030.821,35+1,71%Nasdaq 10013.271,76+1,21%
finanztreff.de

ROUNDUP/Studie: Frauenquote für Topetage von Firmen macht großen Unterschied

| Quelle: dpa-AFX | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
BERLIN (dpa-AFX) - Fast die Hälfte der börsennotierten Unternehmen (44 Prozent), für die künftig eine Frauenquote im Vorstand gelten soll, hat bislang keine Managerin in dem Führungsgremium. Das geht aus einer aktuellen Auswertung der Organisation Fidar (Frauen in die Aufsichtsräte) hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Darunter sind bekannte Unternehmen wie der Sportartikelhersteller Adidas -0,74%, der Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer +1,26% und der Energieriese Eon +1,25% (Stand: 31.Oktober).

Die schwarz-rote Koalition hatte sich grundsätzlich darauf geeinigt, dass den Vorständen börsennotierter und paritätisch mitbestimmter Unternehmen mit mehr als drei Mitgliedern spätestens ab einer Neubesetzung eine Frau angehören muss. Der Studie zufolge betrifft das 73 börsennotierte Konzerne, bei 32 sitzt bislang keine weibliche Führungskraft in der Topetage.

"Freiwillig tut sich nichts. Mit der Mindestbeteiligung für Vorstände machen wir Schluss mit frauenfreien Vorstandsetagen in großen Unternehmen", sagte Bundesfrauenministerin Franziska Giffey (SPD). Der Studie zufolge liegt der Anteil der Managerinnen in dem Führungsgremium von insgesamt 190 börsennotierten Unternehmen bei 11,8 Prozent. Ausgewertet wurde die Konzerne in den Börsenindizes Dax +0,44%, MDax +0,64% und SDax +0,35% sowie die aktuell 30 im regulierten Markt an der Börse notierten, voll mitbestimmten Unternehmen.

Für den Aufsichtsrat gibt es bereits eine Frauenquote: Nach dem seit Mai 2015 geltenden Gesetz müssen Firmen ab einer bestimmten Größe - in der Regel ab 2000 Beschäftigten - frei werdende Posten in dem Kontrollgremium mit Frauen neubesetzen, bis mindestens ein Anteil von 30 Prozent erreicht ist. Für rund 4000 weitere Firmen sieht das Gesetz vor, sich selbst Zielgrößen für den Frauenanteil im Vorstand und in anderen Führungsgremien zu geben. Oft wurde dort jedoch die "Zielgröße Null" festgelegt.

"Nur klare gesetzliche Vorgaben mit Sanktionen führen zu mehr Gleichberechtigung, zumindest zahlenmäßig", sagte Fidar-Präsidentin Monika Schulz-Strelow. "Die Aufsichtsräte hatten über fünf Jahre Zeit, mit der Umsetzung individuell gesetzter Zielgrößen ein Zeichen für die Ernsthaftigkeit ihrer Bemühungen für mehr gleichberechtigte Teilhabe in den Führungsebenen zu setzen." Diese Chance sei vertan worden.

Bei den Kontrollgremien selbst stieg der Frauenanteil in den 190 untersuchten Konzernen den Angaben zufolge leicht auf zuletzt 32,7 Prozent. Das sei ein Zuwachs von 0,5 Prozentpunkten gegenüber dem Frühjahr. Bei den aktuell 107 Firmen, die der Quote unterliegen, erreichte der Anteil der Managerinnen im Aufsichtsrat eine Höchststand von 35,4 Prozent. Die 83 nicht der Quote unterliegenden Firmen kamen lediglich auf 24,4 Prozent. Die Zahlen zeigten deutlich, welchen Unterschied die verbindliche Frauenquote mache, sagte Schulz-Strelow./mar/DP/zb


Quelle: dpa-AFX
Schlagworte:
, , , , , , , , , , ,
Werbung

Das könnte Sie auch interessieren

Im Artikel erwähnt...

E.ON AG
E.ON AG - Performance (3 Monate) 8,90 +1,25%
EUR +0,11
Porträt - Chart - Kennzahlen - Firmenprofil
Fundamentale Analysen Urteil
13.01. BARCLAYS Positiv
11.01. JPMORGAN Neutral
11.01. GOLDMAN SACHS Neutral
Nachrichten
27.01. EnBW baut Schnellladeparks für E-Autos aus RWE St. 35,57 +0,97%
26.01. Vergleichsportal: Ost-West-Strompreislücke weitgehend geschlossen RWE St. 35,57 +0,97%
21.01. Eon: Bestehende Gasnetze für Energiewende beim Heizen nutzen E.ON AG 8,90 +1,25%
Weitere Wertpapiere...
Bayer AG 50,72 +1,26%
EUR +0,63
adidas AG 268,70 -0,74%
EUR -2,00

News-Suche

Suchbegriff:

Aktuelle Videos

HSBC Trading TV

Werbung

Trading-Tipp

Börsen & Märkte

US-Marktüberblick

zur Mediathek
Werbung

Werbung
Diese Seite empfehlenschliessen
Interessant, oder?
Teilen Sie diese Seite auf Facebook oder Twitter
Wenn Sie auf die Teilen-Buttons klicken und sich bei den Betreibern einloggen, werden Daten an den jeweiligen Betreiber übermittelt. Bitte beachten Sie die Datenschutzerklärung.
Aktuelle Umfrageschliessen
Für den TecDAX brachte der Januar den Ausbruch über das Hoch vom Februar 2020 und damit einen wichtigen Befreiungsschlag. Aber kann diese Rallye noch lange so weitergehen?
Jetzt abstimmen!
Alle Umfragen ansehen