DAX ®12.995,06-0,07%TecDAX ®2.513,87-1,02%Dow Jones22.997,44+0,18%NASDAQ 1006.122,61+0,13%
finanztreff.de

ROUNDUP: Unternehmensstimmung in Eurozone steigt auf Sechsjahreshoch

| Quelle: dpa-AFX
LONDON (dpa-AFX) - In der Eurozone hat sich die Stimmung in den Unternehmen überraschend weiter aufgehellt und den höchsten Wert seit sechs Jahren erreicht. Der Einkaufsmanagerindex stieg im April um 0,3 Punkte auf 56,7 Punkte, wie das Marktforschungsunternehmen IHS Markit am Freitag mitteilte. Damit erreichte der Stimmungsindikator das höchste Niveau seit April 2011. Volkswirte hatten mit einem unveränderten Wert von 56,4 Punkten gerechnet.

Indexwerte über der sogenannten Expansionsschwelle von 50 Punkten werden als Hinweis für ein wirtschaftliches Wachstum gedeutet. Sowohl der Indikator für die Industrie als auch für den Dienstleistungssektor verbesserten sich überraschend. Beide Werte erreichten ein Sechsjahreshoch.

VIEL SCHWUNG

"Die Eurozone ist mit viel Schwung ins zweite Quartal 2017 gestartet", sagte Chris Williamson, Chefvolkswirt bei IHS Markit. Die jüngsten Daten sprächen für ein Wirtschaftswachstum von 0,7 Prozent, nach 0,6 Prozent im ersten Quartal. "Derart starkes Wachstum dürfte - sollte es anhalten - auf jeden Fall dafür sorgen, dass die Volkswirte ihre Prognosen für das Gesamtjahr 2017 nach oben revidieren", so Williamson.

Kurzfristig sind laut Williamson die Wahlen in Frankreich die größte Gefahr. Die Stimmung in den französischen Unternehmen hat sich im April in der Industrie als auch im Dienstleistungssektor überraschend erneut verbessert. Der französische Gesamtindikator liegt mittlerweile sogar über dem von Deutschland. In den übrigen Ländern der Eurozone hat sich die Stimmung laut Williamson so stark verbessert wie seit knapp zehn Jahren nicht mehr. Die genauen Daten für Italien und Spanien werden erst bei der zweiten Veröffentlichung bekannt gegeben.

KEINE 'STIMMUNGSBLASE'

"Bisher ist die gute Stimmung bei den Unternehmen nicht durch einen entsprechenden Anstieg der 'harten' Daten bestätigt worden", schreibt Commerzbank-Volkswirt Christoph Weil. Er verweist auf die im Januar und Februar enttäuschenden Zahlen zur Industrieproduktion. Weil geht jedoch nicht von einer "Stimmungsblase" aus. Man erwarte, dass die Wirtschaft zumindest "temporär einen Gang hochschalten wird".

An den Finanzmärkten spielten die Daten keine große Rolle. Der Eurokurs gab zwischenzeitliche Kursgewinne wieder ab und notierte zuletzt wenig verändert bei
1,0721 US-Dollar.


^Region/Index April Prognose Vormonat

EURORAUM

Gesamt 56,7 56,4 56,4
Verarb. Gew. 56,8 56,0 56,2
Dienste 56,2 55,9 56,0

DEUTSCHLAND

Verarb. Gew. 58,2 58,0 58,3
Dienste 54,7 55,5 55,6

FRANKREICH

Verarb. Gew. 55,1 53,1 53,3
Dienste 57,7 57,0 57,5°

(Angaben in Punkten)

/jsl/jkr/fbr


Quelle: dpa-AFX
Schlagworte:
, , , , , , , , ,
Werbung
Werbung

Presseschau

Datum Meldung

17.10.
boerse.ARD.de
Dax: Ja was war denn da los?

17.10.
boerse.ARD.de
Dax: Bekommen die Anleger Höhenangst?

17.10.
boerse.ARD.de
Japans neue Blüte

17.10.
boerse.ARD.de
Dax: Käuferstreik geht weiter

17.10.
boerse.ARD.de
Milliardengewinne von Goldman und Morgan Stanley
zur Presseschau

Länderüberblick

zu Länder & Regionen
Werbung
Baufinanzierung bei der Degussa Bank |Bid & Ask Newsletter kostenlos lesen! |Jetzt Wünsche erfüllen mit dem PrivatKredit der Degussa Bank.
Das ATB Tagesgeldkonto - Transparenz für Ihr Geld
Werbung

Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclubschliessen
Börse Stuttgart

Vier Gewinneraktien der
Autorevolution:

Im neuen Anlegermagazin lesen Sie, welche vier Aktien durch autonomes Fahren und Elektromobilität auf der Gewinnerseite stehen könnten.

Jetzt kostenlos Mitglied werden
Diese Seite empfehlenschliessen
Interessant, oder?
Teilen Sie diese Seite auf Facebook, Google+ oder Twitter
Aktuelle Umfrageschliessen
Sachsen-Anhalt fordert die Abschaffung des Fernsehsenders Das Erste als überregionaler Sender. Nur das ZDF soll für diesen Bereich beibehalten werden. Die ARD solle stattdessen eher regional werden. Ist das eine gute Idee?
Jetzt abstimmen!
Alle Umfragen ansehen