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ROUNDUP/VDZ: Zeitschriftenverlage legen im Digitalgeschäft weiter zu

| Quelle: dpa-AFX | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
BERLIN (dpa-AFX) - In Deutschland lesen 94 Prozent aller Menschen regelmäßig Zeitschriften. Bei den Jüngeren zwischen 14 und 19 Jahren sind es immerhin 87 Prozent, wie der der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) am Dienstag bei seiner Jahrespressekonferenz in Berlin mitteilte. Allein 1,7 Milliarden Publikumszeitschriften verkaufte die Branche 2017, statistisch gesehen waren das rund 20 Hefte pro Einwohner. Darunter lagen die Programmzeitschriften mit 412 Millionen Exemplaren auf Platz eins vor den wöchentlichen Frauenzeitschriften mit 344 Millionen. Umsatzwachstum in der Zukunft sehen die Verlage allerdings vor allem im Digitalgeschäft.

Die Zahl der Publikumszeitschriften ist im vergangenen Jahr auf 1607 gestiegen. Allein 90 Titel kamen neu auf den Markt, 37 wurden eingestellt, wie VDZ-Hauptgeschäftsführer Stephan Scherzer erläuterte. Viele neue Magazine entstehen allerdings in der Nische - mit Auflagen unter 100 000. Ein Preisproblem hat die Branche aus Scherzers Sicht nicht: Nur 25 Prozent sind der Ansicht, Zeitschriften seien zu teuer, zitierte der Geschäftsführer aus einer Umfrage der Meinungsforscher von Allensbach - bei Mieten sind es 87, bei Medikamenten 72, beim Rundfunkbeitrag 70 Prozent.

Die Branche hat nach VDZ-Angaben 2017 mit dem Verkauf von Publikumszeitschriften 2,7 Milliarden Euro umgesetzt. Dabei war die verkaufte Auflage mit einem Minus von 3 Prozent leicht rückläufig, auch im Anzeigengeschäft gab es einen Rückgang um 1,6 Prozent. Zu den Publikumstiteln kommen außerdem 4016 Fachzeitschriften - Scherzer zufolge ein wichtiges Rückgrat der Branche.

Für 2018 erwarten die Verlage nach der aktuellen Trendumfrage unter VDZ-Mitgliedern beim Vertrieb weitere Rückgänge um 1,7 und bei den Anzeigen um 1,8 Prozent. Mit 7,5 Prozent Wachstum rechnen die Verlage dagegen im Digitalgeschäft etwa durch Paid Content, Bannerwerbung und E-Commerce und mit 2,2 Prozent in den zunehmend wichtiger werdenden weiteren Geschäftsfeldern wie Konferenzen, Corporate Publishing und Datenbank-Services.

Wie sich die Umsätze in der Zeitungsbranche verteilen, wandelt sich rapide. Als er 2012 Hauptgeschäftsführer wurde, habe das Printgeschäft noch 80 Prozent ausgemacht, sagte Scherzer. Nach den Erwartungen der Branche dürfte der Anteil der Umsätze durch das klassische Magazingeschäft von 57 auf 55 Prozent weiter sinken. Dagegen wächst das Digitalgeschäft von 20 auf 21,5 Prozent. Nach Überzeugung der Verlage werden auch die weiteren Geschäftsfelder von 23 auf 23,5 Prozent noch zulegen. Der Gesamttrend werde sich auch in den kommenden Jahren fortsetzen, sagte Scherzer.

Nach den VDZ-Daten gehen nur 12 Prozent der Verlage davon aus, 2018 den Umsatz im Printgeschäft zu steigern. Dagegen erwarten 61 Prozent ein Umsatzplus im Bereich Mobile, 58 Prozent bei den Online-Angeboten und 36 Prozent beim Paid Content. Insgesamt rechnen die Fach- und Publikumsverlage für das laufende Jahr mit einer stabilen Geschäftsentwicklung.

"Die Zeitschriftenverlage schlagen sich im digitalen Wandel sehr gut", sagte Scherzer und wies auf die hohen Reichweiten für Online-Angebote von Publikumszeitschriften im Vergleich zu anderen Medien hin. "Die Verlage haben ihre digitalen Hausaufgaben ordentlich gemacht."/ah/DP/jha


Quelle: dpa-AFX
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