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ROUNDUP/Wirtschaft: Brexit-Abkommen könnte Folgen für Unternehmen abfedern

| Quelle: dpa-AFX (SW) | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
BERLIN (dpa-AFX) - Die deutsche Wirtschaft hat zurückhaltend auf den Durchbruch bei den Verhandlungen zwischen Großbritannien und der Europäischen Union über ein Brexit-Abkommen reagiert. Der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertags, Eric Schweitzer, sprach zwar am Donnerstag von einem Lichtblick. Das ausgehandelte Austrittsabkommen könnte Folgen für deutsche Unternehmen abfedern.

Zugleich sagte er: "Der No-Deal-Brexit ist aber erst vom Tisch, wenn die Parlamente auf britischer wie auf EU-Seite zugestimmt haben. Das lange Hin und Her bei den Brexit-Gesprächen hat die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und dem Vereinigten Königreich in den vergangenen Jahren stark negativ beeinflusst." Für die deutschen Unternehmen habe bei allem der Schutz des EU-Binnenmarktes Priorität.

Der Hauptgeschäftsführer der Arbeitgeberverbände, Steffen Kampeter, sagte, der nun gefundene Weg minimiere Schäden für alle Beteiligten. "Die britische Regierung hat offenbar erkannt, wie ernst die Lage ist. Wir erwarten jetzt eine breite Zustimmung des britischen Parlamentes, damit Unternehmen und ihre Mitarbeiter Planungssicherheit und eine Vorstellung über die künftigen Beziehungen nach dem Brexit bekommen."

Falls die Vereinbarung Bestand habe, sei dies ein erster Schritt. "Es werden allerdings noch lange und steinige Verhandlungen werden, bis aus dem Austrittsabkommen auch ein Rahmen entwickelt wird für die zukünftigen Beziehungen mit dem Vereinigten Königreich."

Für den Außenhandelsverband BGA sagte Präsident Holger Bingmann: "Wir sind sehr erleichtert über die sich abzeichnende Brexit-Einigung. Wenn es nun nach dreijährigem Ringen gelingt, einen No-Deal-Brexit zu verhindern, hat sich das Warten gelohnt." Nur mit einem geregelten Austritt könnten chaotische Verhältnisse in allen Lebensbereichen und nicht zuletzt für die Wirtschaft verhindert werden. "Jetzt bleibt nur zu hoffen, dass diese Einigung die notwendige Zustimmung der Staats- und Regierungschefs sowie im Europaparlament und Britischen Unterhaus findet, damit es endlich Klarheit und Planungssicherheit für unsere Unternehmen gibt."/hoe/DP/stw


Quelle: dpa-AFX
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