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RWE: Dieser Gewinnsprung kann sich sehen lassen

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Der Energiekonzern RWE -0,51% hat im ersten Quartal von einem überraschend guten Handelsgeschäft profitiert und sein Ergebnis gesteigert. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) stieg von 299 Millionen auf 510 Millionen Euro, wie das Unternehmen in Essen mitteilte. Das bereinigte Nettoergebnis erhöhte sich von 78 Millionen auf 273 Millionen Euro. Am Vormittag stieg die RWE-Aktie zeitweilig um gut zwei Prozent und war damit bester Dax-Wert.

Der Energiehandel konnte in den Monaten Januar bis März ein bereinigtes Ebitda von 255 Millionen Euro erzielen, nach einem leichten Verlust im Vorjahr. Dennoch behält RWE in diesem Segment seine Ergebnisprognose von 100 bis 300 Millionen Euro für 2019 bei, da das Geschäft stark schwankungsanfällig ist. Allerdings geht der Konzern nun davon aus, das obere Ende zu erreichen.

Die Baunkohlestrom-Produktion ging im ersten Quartal weiter zurück – auch bedingt durch den Rodungsstopp im Hambacher Forst, in dem RWE Kohle fördern wollte. Die dadurch bedingte geringere Auslastung der Braunkohle-Kraftwerke konnte RWE durch höhere Großhandelspreise ausgleichen. Dagegen startete die europäische Produktion schwächer in das neue Jahr.

Hier belasteten eine geringere Stromproduktion sowie fehlende Beiträge aus dem britischen Kapazitätsmarkt. Dieser sieht vor, dass Kraftwerksbetreiber dafür Geld erhalten, wenn sie Kapazitäten für potenzielle Stromengpässe vorhalten. Der Europäische Gerichtshof hatte die staatliche Subventionierung jedoch im vergangenen November für ungültig erklärt.

Die Zahlen beziehen sich auf "RWE alleine", in denen die Tochter Innogy +0,33%, die derzeit von E,on +1,85% übernommen wird, nicht mehr konsolidiert ist. Sie enthalten die Bereiche Braunkohle und Kernenergie, die europäische Stromerzeugung sowie den Energiehandel. Dazu kommt die Innogy-Dividende. Diese wird für das zweite Quartal erwartet.

Die Jahresprognose sowie den Dividendenausblick bestätigte RWE. Für 2019 erwartet der Energiekonzern dabei bestenfalls ein stabiles Ergebnis. Das bereinigte Ebitda soll in der Bandbreite von 1,2 bis 1,5 Milliarden Euro liegen, das bereinigte Nettoergebnis zwischen 300 und 600 Millionen Euro. Bei der Dividende ist eine Erhöhung auf 0,80 Euro je Aktie (Vorjahr 0,70 Euro) geplant.

Bei der Umsetzung der Transaktion mit Eon sieht sich RWE weiter "voll im Zeitplan". RWE will Innogy im Zuge eines großangelegten Geschäftetauschs an E.on verkaufen und soll im Gegenzug mit knapp 17 Prozent an dem Konkurrenten beteiligt werden. E.on will dabei das Netzgeschäft und den Stromvertrieb von Innogy behalten, die erneuerbaren Energien beider Konzerne sollen unter dem Dach von RWE vereint werden. Während der RWE betreffende Teil bereits von der europäischen Wettbewerbsbehörde genehmigt wurde, steht dies für Eon noch aus. Die EU-Kommission prüft den Teil vertieft und will bis Ende August darüber entscheiden.

Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat die Einstufung für RWE nach den Quartalszahlen auf der "Conviction Buy List" mit einem Kursziel von 30,50 Euro belassen. Der Versorger habe mit seinem Überschuss im ersten Quartal die Erwartungen deutlich übertroffen, schrieb Analyst Alberto Gandolfi in einer Schnelleinschätzung. Das werde allerdings überschattet von einer deutlich höher als erwarteten Schuldenentwicklung.

Mit Material von dpa-AFX

Sechs-Monats-Chart RWE Stammaktie (in Euro)
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