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RWE geht mit deutlichen Gewinnzuwächsen in die Eon-Transaktion

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
BERLIN (Dow Jones)Der Energieversorger RWE hat seinen Gewinn im ersten Halbjahr wegen außerordentlicher Zuwächse beim Energiehandel deutlich gesteigert. Das Essener Unternehmen, das vor einem grundlegenden Umbau seiner Geschäftsfelder steht, bekräftigte angesichts der guten Zahlen sowohl seinen Ausblick als auch sein Dividendenversprechen für 2019. Der DAX-Konzern erwartet, dass der Verkauf der Netze an Eon und die gleichzeitige Übernahme der Eneuerbaren Energien wie geplant im September stattfinden könne.

Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) zwischen Januar und Juni stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 20 Prozent auf 1,372 Milliarden Euro. In einem von RWE veröffentlichten Konsens hatten elf Analysten mit 1,356 Milliarden Euro gerechnet. Das bereinigte Nettoergebnis wuchs um über 30 Prozent auf 914 Millionen Euro. Die sogenannten "Standalone"-Zahlen beziehen sich jeweils auf die Geschäfte ohne die Ökostromtochter Innogy, die RWE an Eon verkaufen will.

Das operativ starke Ergebnis gibt uns Rückenwind für die nächsten Monate", sagte der RWE-Vorstandsvorsitzende Rolf Martin Schmitz. "Die werden zu den spannendsten Momenten unserer Unternehmensgeschichte gehören." Denn der Konzern werde bald eine "neue RWE" sein, so Schmitz, "international und mit einem klaren Fokus auf Erneuerbare Energien und Speicher".

Im Energiehandel legte RWE ein EBITDA von 434 Millionen Euro vor, im Vorjahreszeitraum waren es noch 101 Millionen Euro. Grund seien vor allem hohe Ergebnisse im Gas- und LNG-Geschäft sowie entfallene Belastungen vom Vorjahr. Weniger glatt liefen die europäische Stromerzeugung, die ein Verlustbringer war. Die Geschäfte mit Braunkohle und Atom blieben auf niedrigem Niveau stabil.

Aufgrund der guten Zahlen bestätigte RWE auch seine angepasste Prognose fürs Gesamtjahr, die der Konzern erst Ende Juli nach oben korrigiert hatte. Demnach plant der Vorstand nun mit einem bereinigten Standalone-Ergebnis (EBITDA) von 1,4 bis 1,7 Milliarden Euro. Das Nettoergebnis für 2019 soll zwischen 500 bis 800 Millionen Euro liegen - je rund 200 Millionen Euro mehr als zuvor erwartet. Das Unternehmen strebt weiterhin eine 10 Cent höhere Dividende von 0,80 Euro an.

RWE wartet nicht nur mit Spannung auf die Ergebnisse des Klimakabinetts am 20. September und das angekündigte Kohleausstiegsgesetz. Bis zu jenem Tag soll die EU-Kommission auch über den Innogy-Verkauf entscheiden. Die Wettbewerbshüter hatten RWE bereits grünes Licht gegeben, prüfen aber noch die Marktmacht von Eon. Bei der Transaktion gibt RWE das Netzgeschäft ab und überweist 1,5 Milliarden Euro an Eon. Im Gegenzug erhält der Konzern die Ökostromproduktion und sichert sich eine 16,7-prozentige Minderheitsbeteiligung an dem langjährigen Konkurrenten. "Der Rahmen für die künftige RWE Renewables ist definiert", sagte Konzernchef Schmitz dazu, "wir haben die Führungsmannschaft benannt und die Integration im Rahmen der kartellrechtlichen Möglichkeiten ist vorbereitet".

Kontakt zur Autorin: petra.sorge@wsj.com

DJG/pso/kla

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August 14, 2019 01:00 ET ( 05:00 GMT)

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