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RWE konkretisiert Milliarden-Forderungen für Braunkohle-Aus

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
BERLIN (Dow Jones)Der Energieversorger RWE hat seine Forderung nach Entschädigungen für den Kohleausstieg präzisiert. Die sogenannte Schwarzfähigkeit koste ungefähr 500 Millionen Euro, sagte Konzernchef Rolf Martin Schmitz am Sonntag im Interview der Woche des Deutschlandfunks. Wenn die ersten Braunkohlemeiler bis Ende 2022 außer Betrieb genommen werden sollten, "dann müssen wir unsere Kraftwerksstandorte umbauen". Die Fernwärme müsste dann aus anderen Blöcken besichert werden, so Schmitz. Und müsse dann auf jeden Fall irgendjemand entschädigen.

RWE fordert insgesamt Entschädigungen in Höhe von 1,2 bis 1,5 Milliarden Euro je Gigawatt abgeschalteter Leistung. Das Unternehmen geht davon aus, bis zu drei Gigawatt vom Netz zu nehmen. Die Mittel seien auch als Sozialkosten für die Mitarbeiter sowie für den Verzicht auf die Rodung des Hambacher Waldes eingeplant, erklärte der Vorstandsvorsitzende. "Wir können nicht beziffern, was das Stehenlassen des Waldes alleine kostet." Die Neuplanung in Hambach insgesamt dauere zehn bis zu 15 Jahre. "Aber die Mehrkosten sind etwa 1,5 Milliarden Euro."

In den Verhandlungen mit dem Bundeswirtschaftsministerium über die Abschaltung von Braunkohlekraftwerken hapere es noch ein bisschen, sagte Schmitz. "Wir sind in intensiven Gesprächen, wie man dann so diplomatisch sagt, aber sicherlich noch ein ganzes Stück von Lösungen entfernt." Das Unternehmen rechnet damit, dass beide Seiten "bis Ende des Jahres" eine "klare Lösung" gefunden haben, die dann ins Kohleausstiegsgesetz einfließen könne.

Am Montagmorgen protestierte die Umweltschutzorganisation Greenpeace am RWE-Braunkohlekraftwerk Neurath nahe der nordrhein-westfälischen Stadt Grevenbroich. Die 25 Aktivisten planten nach eigenen Angaben, mit roter Farbe ein 22 Meter großes "X" auf den 100 Meter hohen Kühlturm zu malen und darunter ein "Abschalten"-Banner zu hängen. Ihr Protest richtete sich gegen die Verzögerungen von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) beim Abschalten von Kraftwerksblöcken.

Kontakt zur Autorin: petra.sorge@wsj.com

DJG/pso/bam

END) Dow Jones Newswires

November 18, 2019 04:57 ET ( 09:57 GMT)

Copyright (c) 2019 Dow Jones & Company, Inc.
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