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RWE, Orsted und PGE in polnischer Offshore-Auktion erfolgreich

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
Berlin (Dow Jones)Polens Regierung hat dem Essener Versorger RWE, der dänischen Orsted und dem landeseigenen Energiekonzern PGE Capital Group den Zuschlag für den Bau drei großer Meereswindparks in der Ostsee erteilt. Die Energieregulierungsbehörde in Warschau hat dazu sogenannte zweiseitige Differenzverträge (Contracts for Difference - CfDs) in Aussicht gestellt, wie die Unternehmen mitteilten. Der Bauförderung muss allerdings noch die Europäische Kommission zustimmen.

RWE wurde demnach mit dem Projekt F.E.W. Baltic II an der Sandbank von Slupsk in der zentralpolnischen Ostsee für die erste Phase des staatlichen Offshore-Programms ausgewählt. Für den DAX-Konzern, der im Nachbarland vor allem Onshore-Windparks betreibt, wäre es das erste dortige Projekt auf See. Der Baustart ist für 2024 geplant. Wenn die 350-Megawatt-Anlage in Betrieb ist, könnte sie rechnerisch rund 350.000 Haushalte mit grünem Strom versorgen.

Zwei weitere Zuschläge für eine Gesamtkapazität von 2,5 Gigawatt gingen demnach an das Joint Venture von Orsted and PGE. Die beiden Windparks Baltica 3 (1 Gigawatt) und Baltica 2 (1,5 Gigawatt) sollen 2026 und bis 2030 in Betrieb gehen. Es wäre das landesweit größte Offshoreprojekt, das sogar 4 Millionen polnische Haushalte mit Ökostrom versorgen könnte.

Die Differenzverträge sehen vor, dass diese Ökostromprojekte zunächst bis zu 25 Jahre lang durch den polnischen Staat gefördert werden. In dieser Zeit erhalten sie eine garantierte, inflationsindexierte Vergütung für den in den ersten 100.000 Betriebsstunden in Volllast erzeugten Strom. Liegt der Strompreis beim Betrieb des Windparks darunter, gleicht Polen die Differenz zum fixierten Gebotspreis aus. Übersteigt der Strompreis diesen, muss der Betreiber die Mehreinnahmen an den Staat abführen. Dieser Mechanismus führt zu niedrigeren Finanzierungskosten und damit zu niedrigeren Kosten für die Verbraucher, erklärte der Versorger RWE.

Die Offshore-Branche fordert solche Differenzverträge, die bereits in vielen anderen europäischen Ländern üblich sind, auch für Deutschland. Polen, das noch stark von der Kohle abhängig ist, hatte erst im Januar mit einem wichtigen Offshore-Gesetz den Weg für derartige Großprojekte freigemacht.

Kontakt zur Autorin: petra.sorge@wsj.com

DJG/pso/uxd

END) Dow Jones Newswires

April 08, 2021 09:33 ET ( 13:33 GMT)

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