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Ryanair – Profiteur von niedrigen Ölpreisen

| Quelle: INV

Es gibt Hoffnung! Denn spätestens mit dem gestrigen Tag könnte der finale Sell-Out bei Aktien begonnen haben. Wann und auf welchem Kursniveau  er abgeschlossen sein wird, kann zwar noch niemand sagen, trotzdem kann schon einmal behutsam damit begonnen werden, nach den Titeln Ausschau zu halten, in die dann demnächst investiert werden könnte.

Erkennbar ist die Sell-Out-Neigung vor allem daran, dass ausnahmslos alles aus den Depots herausgekegelt wird. Vorsichtshalber sozusagen, auch wenn die großen Schreckgespenster bei dem einen oder anderen Unternehmen eigentlich gar nicht richtig bedrohlich sind.

Ein Beispiel hierfür sind die Airlines, bei denen irgendwie nicht richtig zu erkennen ist, warum ein sinkender Ölpreis und eine sich abschwächende Konjunktur in China so verheerend sein sollen. Billiges Öl sorgt für billiges Kerosin und somit für drastisch günstigere Kosten als noch vor zwei oder drei Jahren. Die Bedeutung von China wiederum, wird etwa bei der Lufthansa mit weniger als 10 Prozent des Umsatzes beziffert.

Trotzdem würden natürlich auch die Fluggesellschaft nicht verschont bleiben, wenn weltumspannend die Konjunktur einbricht und niemand mehr in den Flieger steigt, weil alle Geschäftsreisen abgesagt werden und keiner mehr Geld für Urlaub hat.  

Die Frage dann, in wie weit die sinkenden Kosten trotzdem für einen positiven Gewinntrend sorgen können. Bei der Suche nach einem geeigneten Investment drängen sich die beiden deutschen Branchenvertreter aber kaum auf. Die Lufthansa hat mit ihren Baustellen Eurowings und Dauerstreik-Neigung genug zu tun und die pleitebedrohte AirBerlin kommt ohnehin nur für besonders risikofreudige Anleger in Betracht.

Aber wie wäre es mit Ryanair? Der Billigflieger glänzt mit überdurchschnittlichen Wachstumszahlen bei Margen und Gewinnen und mit steigenden Margen und ist längst mehr als ein „kleiner Nischenanbieter“. Tatsächlich ist der Börsenwert mit rund 19 Milliarden Euro mittlerweile dreimal so groß, wie der der Lufthansa, die nur noch gut 6 Mrd. Euro auf die Waage bringt. Damit wäre Ryanair eigentlich sogar schon beinahe ein Anwärter für den Euro Stoxx 50, was vorerst aber noch daran scheitert, dass der Indexberechner nicht die tatsächliche Grüße der Unternehmen beherzigt, sondern eben nur den Marktwert der „frei handelbaren“ Aktien, die nicht bei dauerhaften Großinvestoren liegen. Dieser Free-Float-Wert liegt nach der letzten Auswahlliste von Stoxx nur bei knapp 10 Mrd. Euro, sodass es mit etwaigen Indexweihen wohl noch eine Weile dauern wird.

Die niedrigen Ölpreise haben sich die Iren für 2016 und 2017 bereits zu 95 Prozent über Hedging-Geschäfte gesichert, sodass von dieser Seite zunächst einmal keine bösen Überraschungen zu erwarten sind. Auch sonst gehören sie zu den wenigen europäischen Airlines, die einen Weg gefunden haben, um sich wirkungsvoll und erfolgreich im Markt zu behaupten.

Für die Zertifikateanbieter ist die größte europäische Airline allerdings zu exotisch, sodass keinerlei Anlageprodukte auf Ryanair angeboten werden. Die einzige Optimierungsmöglichkeit gegenüber einem direkten Aktienkauf wäre mithin der gebremste Einstieg über moderat gehebelte Turbos. Bei diesen zählt oben trotzdem jeder Euro, es muss aber nicht das volle Kapital aufgebracht werden. Bei einem Turbo bis Ko-Schwelle bei 7,70 Euro muss beispielsweise nur die Hälfte des aktuellen Aktienkurses von 14,40 Euro eingesetzt werden. Im Gegenzug passt der Emittent (hier die Commerzbank) allerdings regelmäßig den Basispreis nach oben an, ab dem der Wert des Scheines berechnet wird.

Theoretisch ergibt sich aus der Differenz zwischen dem Aktienkurs und diesem Basispreis immer mehr oder minder exakt der aktuelle Preis des Turbos (aktuell: Aktie 14,46 – Basis 7,35 – Turbo 7,12 CR949B).

Ralf Andreß

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