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Scholz diskutiert bei IWF-Tagung auch geopolitische Risiken - Kreise

| Quelle: Dow Jones Newswire Web | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
Von Andreas Kißler

BERLIN (Dow Jones)Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) wird bei der bevorstehenden Frühjahrstagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) nach Angaben aus Regierungskreisen Diskussionen führen, bei denen auch geopolitische und andere Risiken für die Weltwirtschaft verstärkt im Fokus stehen werden. "Was man erwarten kann, ist, dass man sagen kann, dass der IWF die aktuelle Lage der Weltwirtschaft positiv sieht, allerdings in mittlerer Frist doch etwas zurückhaltender ist und verschiedene Risiken benennt", sagte ein hochrangiger Beamter des Finanzministeriums in Berlin.

Es sei die Rolle des IWF, in Krisenzeiten als "Feuerwehr" zu agieren, und in Zeiten, in denen es nicht brenne, darauf hinzuwirken, dass die Länder ihre Widerstandsfähigkeit stärkten. IWF-Chefin Christine Lagarde habe mehrfach betont, es gelte "das Dach zu reparieren, wenn die Sonne scheint", sagte er und betonte: "Wir haben einen solchen Moment."

Die Diskussionen sollen den Angaben zufolge ab Freitagmittag bei einem Treffen des IWF-Lenkungsgremiums Internationaler Wirtschafts- und Finanzausschuss (IMFC) stattfinden. "Risiken und Vertrauen" seien dort Themen im Mittelpunkt. Dabei soll es den Angaben zufolge auch um die Folgen des gegenwärtigen Zinsniveaus und das "global gesehen sehr hohe Schuldenniveau" gehen, das der IWF "mit großer Sorge" sehe.

Hier in Europa wird sehr viel von einem 'window of opportunity' gesprochen", konstatierte der Beamte. Gefordert würden strukturelle Reformen, ein Abbau öffentlicher und privater Verschuldung und von Wachstumshemmnissen sowie ein Verzicht darauf, neue einzuführen.

Auch gelte es, die Widerstandsfähigkeit des Finanzsystems zu stärken - jetzt fiskalische Puffer aufzubauen und "die Erträge des Wachstums auch breiteren Bevölkerungsschichten zu Gute kommen zu lassen". Der Beamte betonte, es sei zunehmend das Verständnis gewachsen, dass es nicht nur um Wachstum gehe, sondern auch um die Frage, wie sich dieses bei den Arbeitnehmern niederschlage.

Kontakt zum Autor: andreas.kissler@wsj.com

DJG/ank/hab

END) Dow Jones Newswires

April 17, 2018 05:00 ET ( 09:00 GMT)

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