DAX®15.459,75+1,34%TecDAX®3.525,62+0,24%Dow Jones 3034.200,67+0,48%Nasdaq 10014.041,91+0,11%
finanztreff.de

Scholz: Unterstützungsprogramme nicht zu früh und zu schnell zurückfahren

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
Von Andreas Kißler

BERLIN (Dow Jones)Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hat vor einem zu schnellen Ausstieg aus den derzeitigen Corona-Hilfen gewarnt. "Es gilt: Wir dürfen die Unterstützungsprogramme nicht zu früh und zu schnell zurückfahren", sagte Scholz bei einem Pressestatement vor einer Videotagung der Finanzminister und Notenbankchefs der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer (G20). "Dafür mache ich mich auch im Kreis der G20-Kolleginnen und -Kollegen stark", kündigte Scholz an.

Die Coronavirus-Pandemie werde die Tagung bestimmen. "Unsere Diskussion steht, wie sollte es anders sein, ganz im Zeichen der Bewältigung der Pandemie." Die Weltwirtschaft habe weiterhin mit den Folgen der Pandemie zu kämpfen. "Anders als erhofft, kann man im Augenblick noch nicht von einer umfassenden Erholung sprechen", betonte Scholz. In den G20-Gesprächen bleibe es die zentrale Aufgabe, die Länder durch die schwere Krise zu führen.

Mit einer schnellen und umfassenden Politik habe man dafür gesorgt, dass es zu keinem Absturz gekommen sei. "Das gilt ganz konkret und insbesondere für Deutschland", sagte Scholz. Die Beschlüsse der Bundesregierung hätten laut Internationalem Währungsfonds (IWF) jedes neunte Unternehmen vor der Insolvenz gerettet. Der Vizekanzler kündigte zudem an, sich auch im Rahmen der G20 dafür einzusetzen, dass die Impfstoffproduktion und -verteilung verstärkt würden.

Scholz zeigte sich zudem zuversichtlich, dass es "bis Sommer" zu einem Abschluss über die Besteuerung von Digitalkonzernen im Rahmen der Gespräche bei der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) kommen werde. "Die faire Besteuerung der digitalen Wirtschaft ist notwendiger denn je", sagte er. Jetzt gelte es, noch einmal Unterstützung auch durch die neue US-Finanzministerin Janet Yellen zu bekommen. "Aus dem Gespräch mit ihr weiß ich, dass sie dazu bereit ist", erklärte Scholz.

Der Finanzminister setzte sich auch für Schuldenerleichterungen für die ärmsten Länder ein. Ein Diskussionsvorschlag über die Schaffung zusätzlicher IWF-Sonderziehungsrechte sei im Raum. Deutschland sei dafür immer offen gewesen, bisher habe es aber nicht die Möglichkeit gegeben, darüber auch eine internationale Verständigung zu erreichen. "Dafür sind die Aussichten jetzt besser geworden."

Kontakt zum Autor: andreas.kissler@wsj.com

DJG/ank/

END) Dow Jones Newswires

February 26, 2021 07:35 ET ( 12:35 GMT)

Copyright (c) 2021 Dow Jones & Company, Inc.
Werbung

Das könnte Sie auch interessieren

Weitere Nachrichten

Quelle: Dow Jones Newswire Web
15:29 Bis zu 100.000 Jobs durch Batterieproduktion in Deutschland Volkswagen St. 296,40 -0,20%
15:22 Bundestagsabgeordnete der Nordländer unterstützen offenbar mehrheitlich Söder - Zeitung
15:07 Außenminister Maas in "großer Sorge" um Regimekritiker Nawalny
14:20 Bafin soll nach Wirecard-Skandal 155 neue Stellen erhalten
13:39 Am Sonntag wohl keine Einigung zwischen Laschet und Söder - Zeitung
12:01 JU-Landeschefs wollen sich Sonntag zu K-Frage positionieren - Medien
11:12 Koalition erarbeitet Kompromiss für erweitertes Infektionsschutzgesetz
10:49 Scholz pocht auf Ausgangsperren - Für mehr Rechte für Geimpfte
10:40 Peking 2022: FDP und Grüne fordern Boykott der Olympischen Winterspiele
10:24 Linnemann warnt vor Kampfabstimmung über Kanzlerkandidatur
Rubrik: Finanzmarkt
15:23 Italien steuert Richtung Öffnung - Debatte über Corona-Pass
15:02 Dortmund ohne Delaney gegen Bremen - Zwei Änderungen BVB - Borussia Dortmund 5,35 -0,93%
14:58 China und USA wollen im Klimaschutz kooperieren
14:57 Russischer Botschafter beklagt fehlenden Kontakt in London
14:55 Presse: Junge Union will sich am Abend in K-Frage positionieren
14:53 Iran: Atomanlage vom Beben nicht beschädigt
14:51 Schweizer Präsident: 'Ich werde nicht Boris Johnson spielen'
14:46 Machtkampf um K-Frage zwischen Laschet und Söder spitzt sich zu
14:46 ROUNDUP 3: Nawalnys Ärzte warnen vor Herzstillstand
14:44 WDH/ROUNDUP 2/Spannungen in der Ostukraine:Moskau und Kiew weisen Diplomaten aus

News-Suche

Suchbegriff:

Aktuelle Videos

HSBC Trading TV

Werbung

Trading-Tipp

Börsen & Märkte

US-Marktüberblick

zur Mediathek
Werbung

Werbung
Diese Seite empfehlenschliessen
Interessant, oder?
Teilen Sie diese Seite auf Facebook oder Twitter
Wenn Sie auf die Teilen-Buttons klicken und sich bei den Betreibern einloggen, werden Daten an den jeweiligen Betreiber übermittelt. Bitte beachten Sie die Datenschutzerklärung.
Aktuelle Umfrageschliessen
Wie, glauben Sie, wird der DAX am Ende dieser Woche - KW 16 - stehen?
Jetzt abstimmen!
Alle Umfragen ansehen