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Schufa: Hohe Zahlungsmoral trotz Krise

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Quelle: dpa-AFX

Deutschlands Verbraucher erweisen sich als verantwortungsbewusste Schuldner - auch im Corona-Jahr 2020. Ob das so bleibt, hängt maßgeblich vom weiteren Verlauf der Krise ab.

Frankfurt/Wiesbaden (dpa) - Auch in der Corona-Krise zahlen Deutschlands Verbraucher nach Erkenntnissen der Schufa Rechnungen und Kreditraten überwiegend pünktlich.

«Nach dem ersten Lockdown ist es weder zu einem signifikanten Anstieg der Zahlungsstörungen oder ausgefallenen Ratenkrediten gekommen, noch kann man umgekehrt von einer Kreditklemme sprechen», heißt es im jährlichen «Kreditkompass» der Wiesbadener Auskunftei. «Wir sehen eine hohe Zahlungsmoral trotz Corona-Krise», kommentierte Schufa-Vorstandsmitglied Ole Schröder. «Für uns ist das ein Indikator für eine robuste Wirtschaft in schwierigen Zeiten.»

In den ersten drei Quartalen 2020 ist der Schufa zufolge keine Zunahme von Zahlungsproblemen erkennbar gewesen. Die Kreditausfallrate habe Ende September bei 2,1 Prozent gelegen - und damit genauso niedrig wie in den Gesamtjahren 2018 und 2019. Im Umkehrschluss heißt das: 97,9 Prozent aller Konsumentenkredite werden ordnungsgemäß bedient. Das ARD-Magazin «Kontraste» hatte vorab über den «Kreditkompass 2020» berichtet.

Am 30. September dieses Jahres gab es ausweislich der Schufa-Daten etwa 17,6 Millionen laufende Ratenkredite in Deutschland. 2019 wurden 7,2 Millionen solcher Verträge neu abgeschlossen und damit 8,3 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Allerdings sei die durchschnittliche Kredithöhe erneut über alle Altersklassen hinweg deutlich gestiegen, stellte die Schufa fest: Im Schnitt lag die Summe bei 12.710 Euro und damit gut 14 Prozent höher als 2018.

Die weitere Entwicklung beim Zahlungsverhalten hänge «maßgeblich vom künftigen Verlauf der Corona-Pandemie ab», schreibt die Auskunftei. Als positiv wertet die Schufa, dass sich die Stimmung unter Verbrauchern, Selbstständigen und Kleinstunternehmen zuletzt aufgehellt habe: In einer aktuellen Umfrage gab den Angaben zufolge zwar weiterhin die Mehrheit (51 Prozent) der gut 900 Teilnehmer an, sorgenvoll in die Zukunft zu blicken. In einer Umfrage im September lag der Wert der Pessimisten unter den seinerzeit gut 1000 Befragten aber noch bei 66 Prozent.

Die von der Schufa und anderen Auskunfteien gesammelten und bewerteten Daten sind für Millionen Menschen wichtig, die Kredite aufnehmen oder Mietverträge abschließen wollen. Die Schufa-Statistik erfasst keine Dispokredite und Verbindlichkeiten zum Beispiel aus Verträgen mit Mobilfunkanbietern. Der Datenbestand der Schufa umfasst nach Angaben der Auskunftei eine Milliarde Informationen zu 67,9 Millionen natürlichen Personen und 6 Millionen Unternehmen.

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