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„Schwieriges Seitwärtsjahr“ an den US-Börsen? So ließe sich daran partizipieren!

| Quelle: INV | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Während sich die europäischen Aktienmärkte in den vergangenen Wochen relativ stark präsentiert haben, zeigen die zuvor so fulminanten US-Börsen plötzlich deutliche Anzeichen einer Ermüdung. Auf Monatssicht etwa lief der S&P 500 lediglich seitwärts und damit deutlich schlechter als der Dax (Kursindex) und der Euro Stoxx 50, die beide rund 6 Prozent zulegen konnten. Wie weit die Kurse der amerikanischen Aktien vorher allerdings auch enteilt waren, zeigt der Blick auf die vergangenen drei Jahre. Da liegt der S&P 500 mit einem Plus von 25 Prozent trotz der jüngsten Underperformance immer noch deutlich vor den beiden europäischen Indizes, die in diesem Zeitraum gar keine oder lediglich moderate Kursgewinne erzielen konnten.

Analysten machen für den Stimmungswandel der Investoren vor allem die jüngste Stärke des US-Dollar verantwortlich, der zu Umschichtungen auf Seiten vieler Anleger geführt haben soll. Zumindest aus Sicht von Export-Unternehmen ist eine starke Heimatwährung zudem eher ungünstig. Das zeigt sich gerade auch in der Berichterstattung deutscher Firmen zum ersten Quartal des laufenden Jahres. Das war der Euro noch sehr stark, was häufig entsprechende Spuren in den Bilamnzen der Unternehmen hinterlassen hat.

Hans-Jürgen Haack, Herausgeber des Börsenbriefes „Haack-Daily“, geht zudem davon aus, dass die Liquidität an den US-Märkten langsam aber sicher austrocknet. Die amerikanische Notenbank tritt mit ihren Maßnahmen schon länger auf die Bremse und dank der gestiegenen Anleiherenditen werden die Rentenmärkte zunehmend zu einer attraktiven Alternative für Investoren. Haack macht das unter anderem daran fest, dass die Kurse vieler Aktien selbst nach guten Unternehmenszahlen nicht mehr weiter gestiegen sind. Dem US-Markt scheine die Kraft auszugehen, was seiner Meinung nach zumindest ein „schwieriges Seitwärtsjahr“ zur Folge haben dürfte. Was das bedeutet, haben wir in den ersten vier Monaten dieses Jahres ja bereits hierzulande erlebt.

Für Anleger, die auf ein solches Szenario spekulieren wollen, empfiehlt der erfahrene Herausgeber den Einsatz von Reverse-Bonuszertifikaten oder Stay-Low-Optionsscheinen. Konkret ins Visier genommen hat er dabei ein Capped Reverse-Bonuszertifikat auf den Nasdaq 100 mit einer Barriere bei 7200 Punkten (rund 7 Prozent „Puffer“ vom aktuellen Indexstand aus) und einer Laufzeit bis Ende September. Wenn die Barriere bis dahin nicht berührt oder überschritten wird, winken bei unverändertem Euro/Dollar-Kurs Gewinne von 35 Prozent. Ob der Index unter dem Strich fällt, stagniert oder moderat steigt, spielt dabei keine Rolle. Nur die Barriere darf niemals verletzt werden. Da das Zertifikat mit einem relativ hohen Aufgeld gehandelt wird, drohen bei einem Barrierebruch allerdings auch erhebliche Verluste. Ein Anstieg des Nasdaq 100 um 10 Prozent (auf ca. 7300 Punkte) hätte zum Beispiel einen Kurseinbruch von 64 Prozent bei dem Zertifikat zur Folge. Von daher empfiehlt es sich, schon deutlich früher die Reißleine zu ziehen und etwaige Verluste zu begrenzen (WKN: VL42J0).

Wer bei vergleichbaren Parametern (Laufzeit bis Ende September, Barriere bei 7200 Punkten) lieber auf einen Stay-Low-Optionsschein setzen möchte, der erhält ohne Währungseinfluss ebenfalls die Chance auf rund 35 Prozent Gewinn bei dauerhaft intakter Barriere. Bei einem aktuellen Kurs von 7,35 Euro wird dann nämlich der Maximalbetrag von 10 Euro ausgezahlt. Hier kommt es bei einem Bruch der Barriere allerdings sofort zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals (WKN: SC99U6).

Thomas Koch

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Investmentecke Ralf Andreß gehört zu den erfahrensten Zertifikate-journalisten Deutschlands. Als freier Autor berichtet er seit mehr als 20 Jahren über strukturierte Produkte und initiierte bereits 1999 die mehrmals jährlich in "Die Welt" und "Welt am Sonntag" erscheinenden Fachreports zu Derivaten und Zertifikaten. Seit 2004 schreibt er auf Finanztreff.de für die tägliche Börsenkolumne "Investmentecke". Zudem ist er seit 2006 Chefredakteur des von ihm mit ins Leben gerufenen Fachmagazins "Der Zertifikateberater". 2008 wurde er beim erstmals vergebenen Journalistenpreis für die Berichterstattung über Zertifikate vom DDV zum "Journalist des Jahres" gekürt und wurde seither insgesamt vier Mal geehrt. Zuletzt im Jahr 2017 in dem er gemeinsam mit Daniela Helemann den Hauptpreis als „Journalist des Jahres“ erhielt.

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