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Short-Spekulation: Puma, DWS, Dt. Bank – wer enttäuscht in dieser Woche?

| Quelle: INV | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Einige Schlagzeilen in Reaktion auf die Zahlen zum chinesischen Wirtschaftswachstum ließen Übles erwarten. Das BIP-Wachstum der zweitgrößten Volkswirtschaft war im dritten Quartal auf den tiefsten Stand seit der Finanzkrise abgestürzt und hatte die Erwartungen dramatisch verfehlt, so in etwa lasen sich die ersten Meldungen zur Interpretation des Zahlenwerks. Beim Nachlesen zeigten die Zahlen dann, dass die chinesische Wirtschaft nun also „nur noch“ um 6,5 Prozent gewachsen ist, während die Rechenmaschinen der globalen Zahlendeuter 6,6 Prozent erwartet hatten. Zuvor waren es 6,7 Prozent…

Klingt alles ein bisschen über-dramatisiert und so überrascht es dann auch nicht, dass die Indizes für chinesische Aktien mit deutlichen Kursgewinnen in die neue Woche gestartet sind. Der Shanghai Composite springt im Montagshandel um mehr als 4,1 Prozent in die Höhe. Der HSI in Hongkong bringt es auf ein Plus von 2,3 Prozent und der HS China Enterprises macht ebenfalls weitere 3,1 Prozent an Boden gut. Impulsgeber der kräftigen Erholung sind Äußerungen der Regierung in Peking, die der trüben Stimmung mit der Ankündigung diverser Maßnahmen zur Ankurbelung von Wirtschaft und Börse entgegengetreten war und Medienberichten folgend auch direkte Stützungskäufe veranlasst hat.

So oder so zeigen die heftigen Reaktionen auf jedwede auch nur im Ansatz negative Meldung, wie angespannt die Lage an den Kapitalmärkten weiterhin ist. Besonders deutlich wird dies derzeit aber bei Einzelaktien, wo schwache Unternehmenszahlen besonders drastisch bestraft werden. Bestes Beispiel hierfür war in den letzten Fresenius Medical Care, bei denen es am Tag der Gewinnwarnung gleich um beinahe 20 Prozent nach unten ging. Für einen Dax-Wert ist das viel Holz.

Und auch in den kommenden Tagen stehen eine Reihe neuer Unternehmensdaten auf dem Kalender, bei denen die Gefahr besteht, dass es zu Enttäuschungen kommen könnte. Und da dieser Tage bei schwachen Zahlen regelmäßig deutlich höhere Ausschläge nach unten verzeichnet werden, als es (bei guten Daten) positive Reaktionen nach oben gibt, könnte es interessant sein, sich gezielt für mögliche Negativmeldungen in Position zu bringen.

Kandidaten für einen solchen – zugegebenermaßen opportunistischen und hoch-spekulativen – Ansatz wären in den nächsten Tagen zum Beispiel Puma am Dienstag oder die Deutsche Bank und deren Fonds-Tochter DWS am Mittwoch. Bei Puma sind die Erwartungen im Vorfeld sehr hoch. Analysten wollen hier bei nur moderat steigenden Umsätzen für das dritte Quartal einen Gewinnanstieg von 23% sehen (EPS: 5,11 €).

Ganz anders sieht es bei den beiden Deutsche-Bank-Titeln aus, wo schlechte Nachrichten zuletzt eher an der Tagesordnung waren, sodass weitere schwache Zahlen eher trendbestätigend wären. Denkbare Papiere für eine kurze Anti-Spekulation auf die drei sehr unterschiedlichen Kandidaten sind:

Puma-Short-Turbo (DZ Bank) mit KO-Marke bei 450,29 Euro (DD66XC, Hebel: 8,4)

DWS-Short-Turbo (BNP Pariabs) mit KO-Marke bei 26,13 Euro (PZ2C82, Hebel 7,5)

Dt. Bank-Short-Turbo (JP Morgan) mit Ko-Marke bei 11,00 Euro (JP4HL8, Hebel 6,3)

 

Ralf Andreß

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Investmentecke Ralf Andreß gehört zu den erfahrensten Zertifikate-journalisten Deutschlands. Als freier Autor berichtet er seit mehr als 20 Jahren über strukturierte Produkte und initiierte bereits 1999 die mehrmals jährlich in "Die Welt" und "Welt am Sonntag" erscheinenden Fachreports zu Derivaten und Zertifikaten. Seit 2004 schreibt er auf Finanztreff.de für die tägliche Börsenkolumne "Investmentecke". Zudem ist er seit 2006 Chefredakteur des von ihm mit ins Leben gerufenen Fachmagazins "Der Zertifikateberater". 2008 wurde er beim erstmals vergebenen Journalistenpreis für die Berichterstattung über Zertifikate vom DDV zum "Journalist des Jahres" gekürt und wurde seither insgesamt vier Mal geehrt. Zuletzt im Jahr 2017 in dem er gemeinsam mit Daniela Helemann den Hauptpreis als „Journalist des Jahres“ erhielt.

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