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SJB FondsEcho. UBS Global Emerging MarketsOpportunity.

| Quelle: Gerd Bennewirtz

Schwellenländer. Attraktiv.

Schwellenländeraktien befinden sich im aktuellen Handelsjahr wieder deutlich im Aufwind. Nach insgesamt sieben schwachen Jahren hat sich eine Aufwärtsbewegung im MSCI Emerging Markets etabliert, die von ersten Marktexperten bereits als Beginn eines neuen Bullenzyklus eingestuft wird.

Für eine länger andauernde Hausse bei Schwellenländertiteln spricht das sich wieder ausweitende Wachstumsdifferenzial zwischen den Emerging Markets und den Industrienationen: Während die Differenz zwischen den BIP-Wachstumswerten von in der Spitze über sieben Prozent jahrelang nur zurückgegangen war, ist nun wieder ein Anstieg auf drei Prozent zu verzeichnen. Um knapp 5,0 Prozent dürfte das BIP der Schwellenländer in 2017 zulegen, wie aktuelle Bloomberg-Prognosen zeigen. Parallel zu den sich verbessernden Wachstumszahlen konnten die Unternehmen in den Schwellenländern ihre Überkapazitäten abbauen und so ihre Ertragskraft verbessern. Ebenfalls positiv für die globalen Emerging Markets wirken sich die Verbesserung der Leistungsbilanz sowie die Stabilisierung der Rohstoffpreise aus. Besonders in China hat sich die Wirtschaft zum Positiven verändert: Der Dienstleistungssektor hat den Bereich der verarbeitenden Industrie als größten Beitragsleistenden zum BIP überholt, der Umbau von einer exportorientierten hin zu einer binnenmarktfokussierten Ökonomie schreitet weiter voran.

Da nach fünf rückläufigen Jahren eine Trendwende beim Gewinnwachstum der Schwellenländerunternehmen erfolgte, ist die Bewertung von Emerging-Markets-Aktien derzeit günstig, wie UBS-FondsManager Geoffrey Wong betont. Die Revisionen der Gewinnerwartungen zeigen wieder nach oben, zudem hat sich die Eigenkapitalrentabilität stabilisiert und mittlerweile das Niveau der entwickelten Länder erreicht. Wer als Investor ebenfalls überzeugt ist, dass der typischerweise fünf bis sieben Jahre dauernde Aufschwung der Volkswirtschaften der Schwellenländer gerade erst begonnen hat, sollte sich den weltweit engagierten UBS Global Emerging Markets Opportunity P-acc (WKN A0M6SS, ISIN LU0328353924) genauer ansehen. Der Fonds führt einen fundamental orientierten Anlageprozess durch und wendet eine disziplinierte Bottom-up-Strategie zur Titelselektion an. FondsManager Geoffrey Wong hat ein sehr konzentriertes Portfolio aus lediglich 30 Einzeltiteln zusammengestellt, das aktiv gemanagt und durch keine Vorgaben der Benchmark MSCI Emerging Markets eingeschränkt wird. Der UBS-Schwellenländerfonds wurde im September 2008 aufgelegt, besitzt den US-Dollar als FondsWährung und verfügt aktuell über ein FondsVolumen von umgerechnet 326,1 Millionen Euro. Mit seinem Fokus auf attraktiv bewertete Wachstumstitel hat Wong, der zugleich Leiter des UBS-Aktienteams für die Schwellenländer und den asiatisch-pazifischen Bereich ist, eine überzeugende Performancehistorie aufzuweisen: Über fünf Jahre generierte der Fonds eine Rendite p.a. von +6,76 Prozent in US-Dollar und ließ damit seine Peer Group bei Lipper weit hinter sich: Der Wertentwicklung von insgesamt +43,37 Prozent auf FondsSeite steht eine durchschnittliche Performance von lediglich +24,02 Prozent bei der Lipper-Vergleichsgruppe gegenüber. Damit ist dem UBS-Fonds eine Platzierung im 1. Quartil sicher, auch der ResearchanbieterCitywire hat die Leistung des FondsManagers mit einem AAA-Rating ausgezeichnet. Wie sieht die so erfolgreiche Anlagestrategie im Detail aus?

FondsStrategie. Bottom-up-Ansatz. Fundamental.

Der UBS Global Emerging Markets Opportunity strebt ein mittel- bis langfristiges Kapitalwachstum durch das Engagement in Aktien aus den weltweiten Schwellenländern an. FondsManager Geoffrey Wong kann in Aktien oder aktienähnliche Instrumente aus allen globalen Emerging Markets investieren, wobei er die Titel nach freiem Ermessen auswählt. Hauptkriterium für die Aktienselektion ist die fundamentale Bewertung, wobei Unternehmen jeglicher Marktkapitalisierung und aller Branchen erworben werden können. UBS-Marktstratege Wong favorisiert Aktien mit langfristig überdurchschnittlichen Ertragschancen und verfolgt eine fokussierte Anlagestrategie, an deren Ende ein aktiv gemanagtes, sehr konzentriertes Portfolio von 20 bis 40 als besonders attraktiv eingestuften Einzeltiteln steht. Mit seinem Bottom-up-Ansatz ist Geoffrey Wong bestrebt, das Alpha zu maximieren, indem er bei den ausgewählten Titeln zuvor unerkannte Marktineffizienzen durch die Intrinsic-Value-Methode ausnutzt. Der Marktstratege zeigt sich überzeugt, dass die Fundamentaldaten, die den zukünftigen Cash-Flow eines Unternehmens beeinflussen, wesentlich die Einschätzung des inneren Werts einer Aktie bestimmen. Diskrepanzen zwischen Preis und innerem Wert in Kombination mit dem Marktverhalten bieten deshalb beste Chancen, einen Mehrwert zu erzielen, so sein Credo. Der Fokus bei seiner Aktienauswahl der Schwellenländer liegt dabei auf Qualität: Bei den selektierten Unternehmen werden deren Wettbewerbsposition und die Branchenstruktur genauso intensiv betrachtet wie Profitabilitätstrends und Nachhaltigkeitskriterien. Besonderes Augenmerk legt Wong auch auf die Unternehmensführung, die Ausrichtung an den Interessen der Aktionäre sowie die Transparenz. Die ausführliche Analyse vor Ort mit zahlreichen Unternehmensbesuchen komplettiert seine fundamental orientierte Stockpicking-Strategie, die auf einen langfristigen Anlagehorizont von drei bis fünf Jahren und einen niedrigen Titelumschlag im Portfolio ausgerichtet ist.

FondsPortfolio. China. Favorisiert.

In der Länderallokation des UBS Global Emerging Markets Opportunity liegt die Volksrepublik China mit 27,6 Prozent klar auf dem ersten Platz. Deutlich dahinter befindet sich Südkorea mit 13,0 Prozent Anteil am FondsVolumen. In Indien sind 12,4 Prozent der Gelder des Schwellenländerfonds angelegt, Taiwan kann aktuell mit 9,9 Prozent des FondsVermögens aufwarten. Weitere Schwerpunkte der Länderaufteilung besitzt der UBS-Fonds in Russland (8,4 Prozent), Südafrika (7,7 Prozent) sowie Brasilien (6,8 Prozent). Aktienbestände in Thailand (4,1 Prozent) sowie in Indonesien (3,7 Prozent) runden die geographische Aufteilung des Emerging-Markets-Fonds ab. Übrige Schwellenländer sind mit einem Anteil von 6,4 Prozent im Portfolio vertreten.

Bei der Sektorengewichtung zeigt FondsManager Geoffrey Wong eine besondere Bevorzugung von Finanztiteln (30,7 Prozent) sowie IT-Unternehmen (27,0 Prozent). Nicht-Basiskonsumgüter decken 13,7 Prozent des Portfolios ab, Rohstoffaktien repräsentieren 8,8 Prozent des FondsVolumens. Während die Branche der Basiskonsumgüter mit 7,6 Prozent am FondsVermögen beteiligt ist, kommen Energieaktien auf 7,0 Prozent. Kleinere Bestände bei Immobilienaktien (2,9 Prozent) sowie bei Versorgern (2,4 Prozent) komplettieren die Branchenallokation des UBS-Fonds. Größter Einzeltitel unter den Top 10 ist die Aktie des südkoreanischen Elektronikriesens Samsung, gefolgt von der Aktie der chinesischen Alibaba Group. Der Finanzsektor wird durch die China Construction Bank sowie die brasilianische Banco Bradesco vertreten, Rohstoffunternehmen wie Bharat Petroleum (Indien) und der weltweit viertgrößte Stahlerzeuger POSCO (Südkorea) runden die Liste der größten Einzelpositionen ab.

FondsVergleichsindex. Korrelation. Ausgeprägt.

In unserer unabhängigen SJB FondsAnalyse haben wir den UBS Global Emerging Markets Opportunity dem MSCI Emerging Markets USD STRD als Vergleichsindex gegenübergestellt. Die Korrelation über drei Jahre ist mit 0,92 deutlich ausgeprägt, über ein Jahr fällt sie mit 0,81 etwas geringer aus. Damit verlaufen die Kursbewegungen von Fonds und Benchmark weitgehend parallel, beide Elemente befinden sich im Gleichlauf. Dies demonstriert auch der Blick auf die Kennzahl R², die für drei Jahre 0,85 beträgt. Über ein Jahr nimmt die Kennziffer einen Wert von 0,65 an. Damit haben sich mittelfristig 15 Prozent der FondsEntwicklung indexunabhängig vollzogen, kurzfristig sind es 35 Prozent. Hier zeigt sich, dass FondsManager Wong seinen Spielraum für aktives Portfoliomanagement zuletzt stärker nutzte und sich weiter vom Referenzindex entfernte. Der Tracking Error liegt über drei Jahre bei moderaten 5,74 Prozent, auf Jahressicht geht die Spurabweichung auf 4,65 Prozent zurück. Hohe aktive Risiken geht der UBS-Experte demnach keine ein - wie ist es um die Schwankungsintensität des Fonds bestellt?

FondsRisiko. Volatilität. Geringer.

Der UBS Global Emerging Markets Opportunityweist über drei Jahre eine annualisierte Volatilität von 17,72 Prozent auf, die einen knappen Prozentpunkt unterhalb der jährlichen Schwankungen von 18,60 Prozent liegt, die der MSCI Emerging Markets USD STRD als Vergleichsindex zu verzeichnen hat. Auf Jahressicht fällt die Schwankungsneigung des globalen Schwellenländerfonds etwas höher als diejenige der MSCI-Benchmark aus: Während das UBS-Produkt eine „Vola“ von 9,97 Prozent aufweist, bringt es der MSCI-Referenzindex für weltweite Emerging-Markets-Aktien auf eine Volatilität von 9,59 Prozent. Da die längerfristig niedrigeren Schwankungen des Schwellenländer-Portfolios von Marktstratege Wong stärker zu gewichten sind, ist der UBS-Fonds Gesamtsieger mit Blick auf die Risikostruktur. Was tragen die Beta-Werte zur FondsAnalyse bei?

Die gedämpfte Schwankungsintensität des Schwellenländerfonds führt in der Konsequenz zu einem unter Marktniveau liegenden Beta, das für drei Jahre einen Wert von 0,91 erreicht. Über ein Jahr liegt der Beta-Wert bei 0,92 und damit erneut auf einem Niveau, das sich niedriger als der Marktrisikofixwert von 1,00 präsentiert. Der rollierende Zwölfmonatsvergleich der Beta-Werte über den jüngsten Dreijahreszeitraum beweist, dass der UBS-Fonds durchgängig die geringere Schwankungsanfälligkeit gegenüber dem MSCI-Vergleichsindex besitzt. In allen der letzten 36 betrachteten Einzelzeiträume wird ein unter Marktniveau befindlicher Wert von 0,95 in der Spitze erreicht, in diesen letzten drei Jahren geht die Risikokennziffer auf zutiefst 0,81 zurück. Da das ermittelte FondsBeta den marktneutralen Wert von 1,00 stets unterschreitet, fällt das Risikoprofil des Schwellenländerfonds überzeugend aus – wie sieht es mit den Renditeergebnissen aus?

FondsRendite. Alpha. Generiert.

Per 18. September 2017 hat der UBS Global Emerging Markets Opportunityüber drei Jahre eine kumulierte Wertentwicklung von +37,79 Prozent in Euro zu verzeichnen – eine ausgezeichnete Performance für den Schwellenländerbereich, die einer Rendite p.a. von +11,27 Prozent entspricht. Im Vergleich mit der Benchmark MSCI Emerging Markets USD STRD zeigt sich die attraktive Höhe der erzielten Mehrrendite: Der globale Schwellenländerindex hat im selben Zeitraum eine Performance von +12,86 Prozent auf Eurobasis aufzuweisen, was einer Rendite p.a. von +4,11 Prozent gleichkommt. Das fast dreimal so gute Ergebnis des aktiv gemanagten Fonds gegenüber dem passiven Index demonstriert eindrücklich die Stockpicking-Qualitäten von FondsManager Wong. Auch über zwölf Monate kann der UBS-Stratege mit einer klar besseren Wertentwicklung aufwarten: Hier liegt die Performance des UBS-Fonds bei +25,77 Prozent in Euro, während der MSCI-Referenzindex mit einem Plus von +16,67 Prozent aufwarten kann.

Das über beide untersuchte Zeithorizonte sehr erfolgreiche Portfoliomanagement spiegelt sich auch in den positiven Alpha-Werten des FondsProduktes wider. Über drei Jahre liegt das Alpha mit 0,59 klar im grünen Bereich, für den Einjahreszeitraum fällt die Renditekennzahl mit 0,75 nochmals attraktiver aus. Der rollierende Zwölfmonatsvergleich der Alpha-Werte über drei Jahre zeigt, mit welch großer Regelmäßigkeit der Fonds eine Outperformance zum Vergleichsindex erzielen konnte. In 28 der 36 analysierten Einzelzeiträume wurde ein positives Alpha generiert, die Renditekennziffer nahm dabei positive Werte bis 1,03 in der Spitze an. Lediglich in acht Zeitspannen wurden unterdurchschnittliche Performanceergebnisse und ein negatives Alpha von zutiefst -0,34 verzeichnet. Die Quintessenz der Alpha-Analyse: Der UBS-Schwellenländerfonds ist klarer Sieger im Performancevergleich mit der Benchmark und kann zudem ein hervorragendes Rendite-Risiko-Verhältnis aufweisen: Die deutlich im positiven Terrain befindliche Information Ratio von 1,20 über drei Jahre beweist, dass erzielte Erträge und dafür in Kauf genommene Risiken in einem sehr guten Verhältnis zueinander stehen.

SJB Fazit. UBS Global Emerging Markets Opportunity.

Die im Jahre 2016 begonnene Erholungsbewegung der Schwellenländeraktien hat seit Beginn dieses Jahres an Tempo gewonnen. Zunehmend bessere Konjunkturindikatoren und der Anstieg der Unternehmensgewinne stehen dafür ein, dass der neu gestartete Aufwärtstrend noch lange nicht vorüber ist. Wirtschaftliche Auf- und Abschwungphasen der Schwellenländer dauern in der Regel fünf bis sieben Jahre, und so ist UBS-FondsManager Wong überzeugt, erst den Beginn eines neuen langfristigen Aufschwungs zu sehen. Sein konzentriertes Portfolio ausgewählter Schwellenländeraktien mit besonders attraktiver Bewertung bietet beste Chancen, von einer Fortsetzung der Hausse zu profitieren!

Erläuterungen

Alpha

Ist die Kennziffer für die Renditechancen. Das Alpha beziffert jenen Teil der FondsRendite, der auf aktive Titelauswahl zurückzuführen ist. Je höher das Alpha, umso besser hat sich der Fonds im Verhältnis zum Markt entwickelt. Beispiel: Ein Alpha von 5,0 zeigt an, dass der Fonds im Vergleich zu seiner Benchmark in den gewählten Betrachtungszeiträumen einen durchschnittlichen Mehrertrag von 5,0 Prozent erzielt hat. Ein positives Alpha deutet darauf hin, dass durch aktives Portfoliomanagement eine Mehrrendite für den Investor erwirtschaftet wurde. Insofern ist die Kennziffer ein Leistungsindikator für erfolgreiches FondsManagement. Gerade im Wettbewerb mit passiven ETFs ist das Alpha das Aushängeschild für Fonds.

Beta

Gilt als Risikomaß. Das Beta ist ein Indikator dafür, wie stark die Erträge eines Fonds tendenziell auf Wertschwankungen am Markt reagieren. Die Kennzahl bemisst die relative Volatilität eines Investmentfonds in Bezug auf den Gesamtmarkt. Anders ausgedrückt: Beta ist das Resultat eines Risikovergleichs zwischen Fonds und Benchmark. Deshalb wird bei der Investmentanalyse einem Index als Repräsentant des Marktes der feste Wert Beta = 1 zugesprochen. Hat ein Fonds ein Beta von 1, ist sein Risiko identisch mit demjenigen des Index. Ein Beta > 1 bedeutet, das FondsRisiko ist überproportional, seine Wertschwankungen sind ausgeprägter. Ein unter 1 liegendes Beta lässt auf geringere Kursschwankungen eines Fonds schließen, er ist risikoärmer. Ein Beispiel: Weicht die Volatilität des Fonds um 15 Prozent nach unten ab, ist sein Beta 0,85, weicht sie 15 Prozent nach oben ab, ist es 1,15. Ein hohes Beta bedeutet potentiell höhere Erträge, aber auch ein gesteigertes Risiko. Ein niedriges Beta zeigt an, dass der Fonds potentiell geringere Erträge erzielt, dabei aber auch ein niedrigeres Risiko eingeht. Ein negatives Beta bedeutet, dass sich der Fonds gegenläufig zur Marktentwicklung verhält.

Dividendenrendite

Die Dividendenrendite ist eine klassische Kennzahl zur Bewertung einer Aktie und misst die Dividende einer Aktie im Verhältnis zum Aktienkurs zum Zeitpunkt der Ausschüttung. Sie wird in Prozent angegeben. Je höher der Wert, desto mehr Anteil an der Unternehmensleistung erhalten Aktionäre in Form der Dividende. Diese Erträge sind unabhängig von der Kursentwicklung an der Börse. Im Gegensatz zum Kurs-Gewinn-Verhältnis KGV werden hier die Erträge als Maßstab für die Rendite genommen, die tatsächlich den Anteilseignern zugute kommen. Hohe Dividendenrenditen können die starke Ertragskraft eines Unternehmens anzeigen, umgekehrt aber auch problematisch sein, da die ausgeschütteten Beträge nicht für Investitionen zur Verfügung stehen.

Information Ratio

Die Information Ratio ist eine Kennziffer zur Beurteilung der Managementqualität eines Fonds. Sie wird errechnet, indem man die Überrendite (aktive Rendite) durch das aktive Risiko teilt. Insofern ist sie das Barometer für den risikobereinigten Ertrag. Die aktive Rendite wird hierbei mit Alpha gemessen, das aktive Risiko anhand des Tracking Errors. Die Kennzahl liefert eine Aussage, ob das eingegangene Risiko durch die erzielte Mehrrendite gerechtfertigt ist. Ist die Information Ratio positiv, ist dies der Fall. Je höher der Wert, desto besser ist das Management von Rendite und Risiko des untersuchten Fonds.

Korrelation

Die Korrelation ist die Kennziffer für die wechselseitige Abhängigkeit zweier Investments. Die Korrelationskennziffer gibt Richtung und Stärke des Zusammenhangs an und liegt dabei in einer Bandbreite zwischen 1,0 für Investitionen, deren Wertentwicklung absolut gleich verläuft, und -1,0 für Investments, deren Wertentwicklung sich genau entgegengesetzt darstellt. Bei einer Korrelation von 0,0 besteht keinerlei Übereinstimmung. Die Kennzahl macht eine Aussage zur strukturellen Abhängigkeit der Wertentwicklung eines Fonds von seinem Vergleichsindex. Weisen Fonds und Index eine hohe Korrelation auf, werden sie auf dieselben Marktrisiken und -entwicklungen ähnlich reagieren. Die Korrelation sollte im Zusammenhang mit dem Beta-Faktor betrachtet werden und gibt dessen Güte an. Je höher die Korrelationskennziffer an 1 oder -1 heranreicht, desto größer ist die Aussagekraft des Beta-Faktors.

Kurs-Buch-Verhältnis (KBV)

Das KBV ist eine Kennzahl für den Substanzwert eines Unternehmens. Es wird errechnet, indem man den Aktienkurs durch den Buchwert je Aktie teilt. Der Buchwert der Aktiengesellschaft ergibt sich durch den Abzug der Verbindlichkeiten von der Summe der Aktiva. Die Aussagekraft der Bücher kann je nach Branche variieren und ist bei Industriefirmen beispielsweise höher als im IT-Sektor. Der Buchwert der Aktie ist das Ergebnis der Division des Unternehmensbuchwerts durch die Anzahl der Aktien. Je niedriger der Wert ist, desto preiswerter ist die Aktie. Wenn der Aktienkurs dem Buchwert entspricht, wird die Aktie zu ihrem „fairen Wert“ gehandelt.

Kurs-Cashflow-Verhältnis (KCV)

Das KCV ist eine Kennzahl der Liquidität eines Unternehmens. Man erhält es, indem man den Aktienkurs durch den Cashflow je Aktie teilt. Der Cashflow eines Unternehmens bildet die wirklichen Zahlungsflüsse in einer bestimmten Zeitperiode ab. Sein Wert gibt das Volumen der im Unternehmen für Investitionen und das Begleichen von Verbindlichkeiten vorhandenen liquiden Mittel an. Mit dem KCV kann die Entwicklung der Ertragskraft einer Aktiengesellschaft bewertet werden. Dabei gilt eine Aktie als umso preiswerter, je niedriger ihr KCV ist.

Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV)

Das KGV ist die Kennzahl der Ertragskraft eines Unternehmens. Es wird errechnet, indem man den Aktienkurs durch den Gewinn je Aktie teilt. Hier gilt: Je niedriger die Kennzahl, desto preiswerter ist die Aktie. Ein niedriges KGV wird an der Börse als Einstiegssignal in die Aktie interpretiert. Sie gilt als unterbewertet und hat Aufwärtspotenzial. Liegt das KGV eines Titels hingegen über dem Marktdurchschnitt, kann dies als Ausstiegssignal gewertet werden. Die Aktie gilt als überbewertet, die Wahrscheinlichkeit, dass ihr Kurs fällt, ist hoch. Im Falle korrigierter Gewinnerwartungen kann das KGV zu Fehlinterpretationen führen, da optisch niedrige Kennzahlen die Ertragssituation des Unternehmens nicht mehr richtig wiedergeben.

Die Kennzahl R² baut auf der Korrelation auf. Sie drückt den Prozentsatz der Bewegungen eines Fonds aus, die durch Bewegungen in seinem Referenzindex erklärt werden können. R² ist das Quadrat der Korrelation. Ein R² von 0,7 bedeutet, dass 70,0 Prozent der Entwicklung des Fonds das Ergebnis der Entwicklung des Referenzindex ist bzw. 30,0 Prozent auf die aktive Auswahl von Aktien zurückgeführt werden können. Je deutlicher die Zahl unterhalb von 1 liegt, umso unabhängiger ist der Ertrag des Fonds vom Referenzindex. R² wird genutzt, um die Aussagekraft von Beta zu bestimmen. Je höher das R², desto signifikanter das Beta, weil klar wird, wie sehr dieses auf aktivem FondsManagement basiert. R² hilft also, den Grad sowie die Qualität der FondsManageraktivität einzuordnen.

Sharpe Ratio

Die Sharpe Ratio ist ein Maß für das Gesamtrisiko eines Fonds, da sie die Rendite ins Verhältnis zum absoluten Risiko des Fonds setzt. Die nach dem Nobelpreisträger William Sharpe benannte Kennziffer misst die Überschussrendite eines Fonds pro Risikoeinheit. Dabei wird der Fonds mit dem risikolosen Geldmarkt konfrontiert. Liegt die Sharpe Ratio eines Fonds bei 0,40 und damit im positiven Bereich, ist dies ein Indiz dafür, dass die FondsInvestition rentabler ist als die Platzierung des Kapitals am Geldmarkt. Ein negativer Wert bedeutet: Der Fonds ist schlechter als der Geldmarkt. Zu beachten bei der Interpretation dieser Kennzahl ist, dass sich die Definition eines „risikolosen“ Zinses im Zuge der Finanzkrise massiv gewandelt hat. Streng genommen sind risikolose Investments gar nicht mehr existent.

Tracking Error

Der Tracking Error ist die Kennziffer für die Spurabweichung des Fonds vom Index. Sie misst, wie stark die Positionen und ihre Gewichtung im Portfolio des Fonds prozentual von denen des Index abweichen. Zur Berechnung wird die Standardabweichung der Differenzrendite zwischen dem Fonds und seiner Benchmark ermittelt. Insofern wird der Tracking Error auch als Indikator für aktives Risiko verstanden und dient neben Alpha als Grundlage für die Berechnung der Information Ratio. Je niedriger der Tracking Error, desto stärker orientiert sich der FondsManager am Vergleichsindex. Je höher der Wert ist, desto unabhängiger bewegt sich der FondsManager in seinem Markt.

Value-at-risk (VAR)

Der Begriff bezeichnet ein Risikomaß für die Wahrscheinlichkeit und den Umfang von Verlusten einer bestimmten Risikoposition (z. B. eines Portfolios von Wertpapieren) in einem gegebenen Zeithorizont. Ein VAR von 10 Mio. Euro bei einer Haltedauer von 1 Tag und einer als Konfidenzniveau bezeichneten Eintrittssicherheit von 97,5 Prozent bedeutet, dass der potenzielle Verlust der betrachteten Risikoposition von einem Tag auf den nächsten mit einer Wahrscheinlichkeit von 97,5 Prozent den Betrag von 10 Mio. Euro nicht überschreiten wird. VAR wurde von J.P. Morgan entwickelt und ist heute ein Standardrisikomaß im Finanzsektor.

Autor:

Gerd Bennewirtz ist als geschäftsführender Gründungsgesellschafter der SJB FondsSkyline OHG 1989 Herausgeber speziell auf Privatinvestoren zugeschnittener Newsletter. Die wöchentlich erscheinenden Publikationen können gratis angefordert werden unter FondsEcho@sjb.de oder www.sjb.de.

Gerd Bennewirtz

Gerd Bennewirtz Gerd Wilhelm Bennewirtz, Jahrgang 1962 geboren in Mönchengladbach studierte an der RWTH Aachen Betriebs- wirtschaftslehre. 1989 gründete er mit Volker Schmidt-Jennrich die SJB FondsSkyline OHG 1989 mit Sitz im niederrheinischen Korschenbroich. Sein Schwerpunkt: Die in Deutschland zum Vertrieb zugelassenen offenen Investmentfonds.

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