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SMA Solar: Phänomenaler Kurssprung

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Das schwache Projektgeschäft mit Solar-Kraftwerken hat dem nordhessischen Solarkonzern SMA ein Minus beschert. "Umsatz und Ergebnis der SMA blieben im ersten Halbjahr 2019 erwartungsgemäß hinter dem Vorjahreszeitraum zurück", erklärte Vorstandssprecher Jürgen Reinert am Donnerstag in Niestetal. Doch die SMA-Solar-Aktie -0,88% machte einen kräftigen Kurssprung. 

Zeitweise schoss der Kurs im SDAX um 16 Prozent auf 24,70 Euro nach oben. Dabei konnte auch die 50-Tage-Linie zeitweise überwunden werden (siehe Chart unten). Der SMA-Kurs konnte sich dort jedoch vorerst nicht behaupten.

Der Solartechnik-Hersteller 14,2 Millionen Euro Verlust gemacht nach einem Plus von 11,2 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2018. SMA verkaufte in den ersten sechs Monaten Wechselrichter mit einer Gesamtleistung von vier Gigawatt (1. Halbjahr 2018: 4,3 Gigawatt). Der Umsatz sank dabei von 394,6 Millionen Euro auf 362,7 Millionen. 

Der Grund für die aktuellen Käufe an der Börse: Für das zweite Halbjahr erwartet der Solarkonzern bessere Geschäfte: "Zum 30. Juni verfügt SMA über einen produktbezogenen Auftragsbestand von 453 Millionen. Damit haben wir diesen Auftragsbestand in den ersten sechs Monaten des Jahres um 158 Prozent gesteigert", erklärte Reinert. Während im ersten Halbjahr vor allem die Solar-Lösungen für private Hausdächer mehr Geld einbrachten, werde sich im zweiten Halbjahr das Geschäft mit Solarkraftwerken auswirken. Die Umsetzung der Projekte dauere nämlich in der Regel bis zu zehn Monate.

An seinen Prognosen für 2019 hält SMA fest. Demnach soll der Umsatz im Geschäftsjahr zwischen 800 und 880 Millionen Euro liegen. Das operative Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) soll zwischen 20 bis 50 Millionen Euro betragen. SMA beschäftigt nach einem Stellenabbau rund 3.000 Mitarbeiter weltweit, 400 weniger als vor einem Jahr.

Metzler hat SMA Solar -0,88% von "Hold" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 20,10 auf 25,50 Euro angehoben. Der bislang größte Sorgenpunkt bei dem Hersteller von Solar-Wechselrichtern, ein scharfer Preisverfall, scheine gestoppt, schrieb Analyst Guido Hoymann in einer Studie. Seine neue Zuversicht basiere außerdem auf positiven Erwartungen für das Marktwachstum. Bei der Nachfrage sieht der Experte Nachholbedarf vom Vorjahr, von dem SMA als weltweiter führender Anbieter von Wechselrichtern profitieren sollte.

Mit Material von dpa-AFX

12-Monats-Chart SMA Solar (in Euro)
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