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Social Trading liegt im Trend

| Quelle: FIN

Social Trading ist der neue Trend beim Devisenhandel. Die verschiedenen Plattformen machen sich dabei Komponenten der üblichen Social Media-Plattformen zunutze. Es gibt jedoch einiges, was Nutzer beachten sollten. 

Bild: Wird Social Trading die Zukunft des Devisenhandels sein? Bildquelle: Rawpixel.com 234384346 / Shutterstock.com

Erst kam Social Media, jetzt kommt Social Trading. Die entsprechenden Plattformen werden immer populärer. Mit der Nachfrage der Anleger steigt auch das Angebot der Social Trading-Plattformen, einige stechen jedoch hervor, bei eToro investieren z.B. mehr als 5 Millionen Händler. „Kundinnen und Kunden sprechen auch auf einschlägigen Internetseiten davon, dass sie sich gerade bei diesem Dienstleister gut aufgehoben fühlen.“ heißt es in diesem Test auf betrugstest.com. Die wenigsten Anleger wissen aber, was sich genau hinter dem sogenannten Social Trading und Anbietern wie eToro verbirgt.

 

Was ist Social Trading?

Das Social Trading ist mit dem Pioniergeist des Web 2.0 verknüpft und verbindet den Finanzhandel mit den sozialen Aspekten des Internets, wie sie z.B. bei Facebook, Twitter oder auch YouTube zu finden sind. Genauso wie dort ist bei dieser Form des Online-Tradings eine Registrierung notwendig. Darüber hinaus kann der Nutzer Handelsstrategien oder Finanzprodukte anderer Trader bewerten. Die Plattformen sind weiterhin für Blogs, Microblogs, Sharing und Kommentare offen. Manche Social Trading-Plattformen sind gleichzeitig auch Broker, für andere muss ein extra getrenntes Depot bei einem Online-Broker angelegt werden. 

 

Welche Social Trading-Modelle gibt es?

  • Social Trading Community: Gleich mehrere Trader finden sich zu einer Community zusammen. Das gemeinsame Fachwissen soll ebenfalls zu einer gemeinsamen Entscheidung über das künftige Verhalten führen. Die Schwarmintelligenz einer Internet-Community soll dabei helfen, die bestmögliche Handelsstrategie zu ermitteln.
  • Social Trading Plattform: Die Nutzer eine Social Trading-Plattform können sich auch einzelne Trader heraussuchen, ihnen folgen und ihre Strategien kopieren.

 

Wie funktioniert soziales Trading?

Die Nutzer können beim sozialen Trading auf eine Live-Datenbank der jeweiligen Plattform zugreifen. Dort findet man grundsätzlich die erfolgreichsten Trader. Unter diesen sollte man sich schließlich den passenden aussuchen, der auch gleichzeitig eine passende Strategie bietet. Diese muss der User dann nur noch kopieren. Solange dieser Trader also weiterhin Erfolge erzielt, hat dies natürlich auch positive Auswirkungen auf seine Follower. Anfängern auf dem Devisenmarkt fällt es somit leichter, neue Handelsstrategien zu erlernen. Die sogenannten „Guru-Trader“ - also Trader, die Erfolg und eine große Gefolgschaft haben - bekommen für ihre Dienste für jede Kopie eine Provision.

 

Wie geht man beim sozialen Trading vor?

Es gibt drei essentielle Schritte, die man beim Social Trading beachten sollte:

Beobachten

Vor allem unerfahrene Trader sollten sich zunächst orientieren und die verschiedenen Strategien der anderen Trader am Devisenmarkt beobachten. Das ist unter anderem essentiell, um das notwendige Basiswissen zu erlangen. Außerdem kann man sich auf diese Weise einen passenden Trading-Guru aussuchen.  

Folgen

Sobald dieser Guru-Trader gefunden ist, kann man diesem folgen, um auch alle zukünftigen Aktivitäten und Strategien von diesem mitzubekommen.

Kopieren

Hat man den passenden Trader gefunden, dem man folgen möchte, kann der User entweder einzelne Strategien dieses Traders kopieren oder alle dessen Strategien automatisch übernehmen. Letzteres sei aber nur empfohlen, wenn der entsprechende Trader auch in der Vergangenheit dauerhafte Erfolge erzielen konnte (auch diese Daten sollte man auf jedem seriösen Trading-Portal abrufen können).

Tabelle: Die drei Schritte beim Social Trading erscheinen oberflächlich gesehen zwar simpel, sollten aber immer gut bedacht sein. Insbesondere Anfänger auf dem Devisenmarkt sollten Vorsicht walten lassen und gut recherchieren, bevor sie einem Trader blind folgen.

 

Woran lässt sich eine gute Social Trading-Plattform erkennen?

Manchen Social Trading-Plattformen mangelt es leider an der nötigen Qualitätskontrolle. Dort können sich bis zu einige zehntausend Trading-Strategien finden. Bei denen können vor allem Anfänger auf dem Devisenmarkt schnell die Orientierung verlieren. Als Faustregel gilt jedoch, dass strengere Zulassungskriterien auch qualitativ hochwertigere Ergebnisse ergeben. Auf die folgenden Kriterien sollte geachtet werden (diese sollten auch von einer Trading-Plattform über einen längeren Zeitraum eingehalten werden):

  • Trader sollten ihre Strategie bzw. Strategien bereits mit echtem Geld umgesetzt haben
  • darüber hinaus sollte das Anlagekapital nicht auf einen Markt fokussiert, sondern auf mehrere Märkte gestreut werden
  • maximaler Drawdown und die Rendite sollten vorgegeben sein

 

Wie den richtigen Trader auswählen?

Es ist aber auch innerhalb einer gut regulierten Trading-Plattform schwierig, einen erfolgreichen und am besten geeigneten Trader auszuwählen. Es gibt zwar gewisse Kriterien, die man beachten kann, allerdings keine Garantien. Im Grunde sind zwei verschiedene Vorgehensweisen empfehlenswert:

  1. Der User kann sein Geld auf sehr viele verschiedene Strategien aufteilen. Durch eine solche breite Streuung ist es möglich, dass sich in dem Portfolio auch der ein oder andere Profi-Trader befinden wird. Durch eben diese breite Streuung wird das finanzielle Ergebnis allerdings zunächst ernüchternd ausfallen. 
  2. Der Nutzer kann auch auf ein paar wenige Trader vertrauen. Dazu muss man allerdings die bereits vorhandenen Strategien des jeweiligen Traders interpretieren und qualitativ bewerten können. Besonders für Anfänger beim Devisenhandel, die keinerlei Vorkenntnisse besitzen, könnte diese Strategie schwierig sein.  
     

Woran man gute Social Trading-Strategien erkennt

Mit möglichst kleinem Risiko einen möglichst hohen Gewinn erzielen, davon träumen wahrscheinlich die meisten Social Trader. Um eine gute Trefferquote zu erzielen, ist eine vorsichtige Auswahl der Handelsstrategie notwendig. Trefferquote und Gewinn-Verlust-Verhältnis sind bei Auswahl besonders wichtig. Diese Daten müssen auch über einen längeren Zeitraum Bestand haben. Das heißt, eine Strategie sollte nur verfolgt werden, wenn diese mindestens sechs Monate vom Trader mit echtem Geld genutzt wurde. Die Anzahl sollte sich damit auf mindestens 500 Trades belaufen.

 

Was kosten Social Trading-Plattformen

Es gibt merkliche Unterschiede bei den Kosten, die bei Social Trading-Plattformen anfallen. Manche Plattformen erheben zunächst ein Mindestkapital. Hinzu kommen Kosten für Spreads, Trading- und Kontoführungsgebühren.   

 

Fazit: Social Trading mag ein relativ neuer und erfolgreicher Trend sein, steckt aber gerade deswegen noch in den Kinderschuhen. Das zeigt sich vor allem daran, dass manche Plattformen sich kaum eigene Regulierungen auferlegen und sehr viele Social Trading-Plattformen und deren Strategien zulassen. Je strenger jedoch die Kriterien für die Zulassungen sind, desto mehr wird auch auf die Qualität der Strategien gelegt. Und desto leichter lässt sich auch nach einem zuverlässigen „Trader-Guru" suchen.

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