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Software AG: So dramatisch wirken die Zahlen

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die Software AG hat zum Jahresabschluss in ihrem Wachstumsfeld mit Cloud- und Maschinensoftware (IoT) einen Dämpfer erhalten. Weil sich ein größerer Vertragsabschluss ins neue Jahr verzögerte, verfehlte der MDAX-Konzern -1,55% seine Jahresprognose in dem Bereich und auch die Erwartungen von Analysten.

Der Bereich wuchs um 39 Prozent, angepeilt hatte Vorstandschef Sanjay Brahmawar jedoch mindestens 75 Prozent. Ein bedeutender Fünfjahresvertrag sei aber inzwischen unterschrieben worden, teilte das Unternehmen in der Nacht zum Mittwoch in Darmstadt mit.

Insgesamt kletterte der Konzernumsatz im vergangenen Jahr um 3 Prozent auf 890,6 Millionen Euro, wobei auch Währungseffekte halfen. Die Digitalsparte ohne Cloud- und Maschinensoftware musste dabei einen Umsatzrückgang verkraften, die angestammte Datenbank-Software legte einmal mehr zu. Das operative Konzernergebnis ging um fünf Prozent auf 260,3 Millionen Euro zurück. Unter dem Strich schrumpfte der Gewinn um sechs Prozent auf 155,3 Millionen Euro. Mit den Werten schnitt das Unternehmen auf Konzernebene in etwa wie von Analysten erwartet ab.

Börsen-Händler bezeichneten die Entwicklung im zukunftsträchtigen Cloud-Bereich und den enttäuschender Margenausblick am Mittwoch als "schockierend". Die Aktien der Software AG -0,95% stürzten am Vormittag um dramatische 13 Prozent ab. Dabei unterschritt der MDAX-Wert auch wieder seine 200-Tage-Linie (siehe Chart unten).

Laut Analystin Stacy Pollard von JPMorgan war das Cloud-Geschäft im vierten Quartal allein dafür verantwortlich, dass die Markterwartungen verfehlt wurden. Sie wies zugleich in einer ersten Reaktion am Mittwoch auf massiv gesenkte Margenprognosen für 2020 als sehr negativen Aspekt hin, der die Aktie wohl stark belasten dürfte. Der Konzern geht für 2020 von einer operativen Ergebnismarge (Ebita) zwischen 20 und 22 Prozent aus, der Konsens sei bislang von fast 26 Prozent ausgegangen. Pollard hat die Einstufung für die Software AG auf "Neutral" mit einem Kursziel von 30 Euro belassen.

Laut Händlern enttäuschen die Ziele für das Jahr 2020 auch im Cloud-Bereich, in dem der Konzern damit rechnet, dass der Auftragseingang den Vorjahreswert um 40 bis 60 Prozent übersteigen soll. Für das Jahr 2019 habe hier die Zielspanne für das Wachstum bei etwa dem Doppelten gelegen, hieß es. Einem Börsianer zufolge steht mehr und mehr in Frage, ob die Darmstädter ihre hohen Versprechungen in diesem Zukunftsfeld jemals erreichen werden. (Mit Material von dpa-AFX)

12-Monats-Chart Software AG (in Euro)


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