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Starke Verunsicherung jetzt für verbilligten Einstieg nutzen

| Quelle: INV | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

War es das schon? Zum Ende einer desaströsen Börsenwoche haben sich die US-Märkte am Freitag wieder etwas versöhnlich präsentiert und konnten nach einem starken Rebound in den letzten Handelsstunden noch ins Plus drehen. Zuvor hatten sie aber neue Tiefpunkte in der laufenden Abwärtsbewegung gesetzt und dabei noch mal mit Nachdruck die Ernsthaftigkeit der „Korrektur“ unterstrichen. Alle drei großen US-Indizes haben jetzt (zwischenzeitig) mehr als 10 Prozent gegenüber den Rekordständen von Ende Januar verloren, was so etwas wie die Mindestanforderung an eine vernünftige Korrektur nach neun Jahren Dauer-Hausse darstellt. Auch Dax und Euro Stoxx 50 haben dies am Freitag schließlich hinbekommen, sodass nun vielleicht tatsächlich die Chance auf eine Gegenbewegung besteht. 

Zumindest sind sich die meisten Kommentatoren darin einig, dass die aktuellen Kursverluste eben doch nur eine solche Korrektur und noch kein Einstieg in einen langen Bärenmarkt sind. Wer dieser optimistischen Einschätzung folgt und deshalb jetzt schon wieder bei Aktien zugreifen will, dem bietet sich wegen des massiven Anstiegs der Marktvolatilität auch jetzt wieder eine besonders reizvolle Möglichkeit.

Denn wie üblich sind die Volatilitätsindizes im Zuge der Korrektur deutlich nach oben gesprungen. Sie zeigen an, welche Optionsprämien die professionellen Marktteilnehmer an den Terminmärkten derzeit bereit sind zu bezahlen. Und um es kurz zu machen: Angesichts der allgemeinen steigenden Verunsicherung über die künftigen Markttrends zahlen sie eben gerne richtig viel für die Optionen.

Ablesbar ist dies am Vdax-new. Der Vola-Index für den Dax ist am Freitag auf 40 Punkte gesprungen, nach dem er noch Ende Januar im kaum wahrnehmbaren Niemandsland der 10-Punkte-Marke herumgedümpelt war. Die jetzt erreichten Werte sind die höchsten seit sechs Jahren und rücken nach langer Zeit mal wieder die Discount-Idee in den Fokus.

Denn bei der Konstruktion von Discountzertifikaten „verkauft“ der Anleger indirekt Volatilität, um dafür im Gegenzug einen Preisnachlass auf die Aktie zu erhalten. Bei den jetzt wieder gezahlten Höchstpreisen für die „Vola“ ist dies entsprechend reizvoll.

Was das in der Praxis bedeutet lässt sich sehr einfach am Beispiel eines Discountzertifikats auf den Dax zeigen.

Bei einem bis Ende August laufenden Papier der HypoVereinsbank (HW45CS) werden bei Fälligkeit 120 Euro (entspricht 12.000 Dax-Punkten) zurückgezahlt, wenn der Dax dann oberhalb dieser Marke stehen sollte. Notiert er am Abrechnungstag darunter, dann erfolgt die Rückzahlung entsprechend dem Indexstand, wobei 1 Indexpunkt immer einem Euro-Cent entspricht.

Angeboten wird das Zertifikat derzeit zu etwa 114,40 Euro, sodass Anleger damit also auch dann 5,60 Euro verdienen würden, wenn sich der Dax lediglich im Bereich des aktuellen Indexstands behauptet. Annualisiert entspräche das einer Rendite von ansehnlichen 9,2 Prozent p.a. für die der Index gar nicht steigen muss. Gleichzeitig kann der Dax in den kommenden sechs Monaten aber auch nochmal um weitere 600 Punkte einbrechen, ohne dass es für den Discount-Anleger zu Verluste käme. Denn da er sozusagen zum Gegenwert von 11.440 Punkten eingestiegen ist, fängt auch da erst seine Verluste an.

Ralf Andreß

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Investmentecke

Investmentecke Ralf Andreß gehört zu den erfahrensten Zertifikate-journalisten Deutschlands. Als freier Autor berichtet er seit mehr als 20 Jahren über strukturierte Produkte und initiierte bereits 1999 die mehrmals jährlich in "Die Welt" und "Welt am Sonntag" erscheinenden Fachreports zu Derivaten und Zertifikaten. Seit 2004 schreibt er auf Finanztreff.de für die tägliche Börsenkolumne "Investmentecke". Zudem ist er seit 2006 Chefredakteur des von ihm mit ins Leben gerufenen Fachmagazins "Der Zertifikateberater". 2008 wurde er beim erstmals vergebenen Journalistenpreis für die Berichterstattung über Zertifikate vom DDV zum "Journalist des Jahres" gekürt und wurde seither insgesamt vier Mal geehrt. Zuletzt im Jahr 2017 in dem er gemeinsam mit Daniela Helemann den Hauptpreis als „Journalist des Jahres“ erhielt.

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