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Stimmiges Indexkonzept für Boom-Segment der e-Auto-Batterien

| Quelle: INV

Das eine oder andere potenzielle künftige Regierungsmitglied in Deutschland mag es noch nicht verstanden haben, aber der Trend zur e-Mobilität scheint kaum aufzuhalten. Denn selbst wenn Deutschland stoisch am Verbrennungsmotor und am software-optimierten Diesel (der hierzulande im Übrigen immer noch steuerlich gefördert wird) festhalten will, werden anderswo auf dem Erdball die Hebel längst umgelegt. Insbesondere in China – und damit ausgerechnet in dem Markt, wo auch die deutschen Autobauer seit einigen Jahren einen Großteil ihrer Gewinne generieren und wo ihre eigentliche Wachstumsfantasie herkommt.

Sinnbildlich für die drohende Verschiebung im Machtgefüge der globalen Autoindustrie stehen die Verhandlungen um die in China festgesetzte E-Auto-Quote. Dabei hatten ausgerechnet hochrangige deutsche Regierungsmitglieder gebettelt, dass die Quote bitte nicht zu streng sein möge, damit die Hersteller aus dem vermeintlichen Klimaretter-Vorreiter-Land Deutschland mithalten können.

Nun ist China aber nicht die EU und deswegen sahen die Entscheider dort auch keinen Grund, warum sie im Interesse der deutschen Autobauer ihre angestrebten Ziele maßgeblich herunterfahren sollen. Und wer einmal den Himmel über Peking in natura bewundert hat, versteht auch sofort warum.

Kurzum: Auf dem auch für die deutschen Autobauer wichtigsten Einzelmarkt wird ab 2019 eine Mindestquote von 10 Prozent für Elektroautos und Hybrid-Fahrzeuge eingeführt, wobei über ein Punktverfahren entschieden wird, wer die Quote einhält und wer sozusagen einen Strafzoll zu entrichten hat. Dies darf man im Hinterkopf haben, wenn man die jüngsten Jubelmeldungen über die intensivierten E-Aktivitäten der deutschen Hersteller liest.

Ob das Elektro-Auto damit die Zukunft schon gewonnen hat, bleibt offen. Sicher scheint aber trotzdem, dass ihm die nächsten Jahre oder Jahrzehnte gehören könnten - ganz egal ob mit oder ohne Deutschland. Und damit rücken auch weiterhin die Hersteller von Batterielösungen in den Fokus. Ihre große Zeit könnte tatsächlich erst noch kommen, weil der E-Auto-Boom als Massenphänomen noch gar nicht richtig begonnen hat.

Interessant ist in diesem Zusammenhang das von Vontobel initiierte Indexkonzept für den „Battery Energy Storage“-Performanceindex, der jetzt über ein Indexzertifikat zur Zeichnung angeboten wird. Abgesehen davon, dass es bei Indexzertifikaten in der Regel wenig Sinn macht, sie unbedingt während der Zeichnungsphase mit dem entsprechenden Ausgabeaufschlag (0,5%) zu kaufen, bringt eine solche Indexlösung für Anleger durchaus Vorteile. Dazu zählt etwa, dass die Zusammensetzung bei dem Index regelmäßig überprüft und wieder neu justiert wird.

Im konkreten Fall wird alle sechs Monate kontrolliert, ob die enthaltenen Unternehmen immer noch den Anforderungen – insbesondere dem expliziten Geschäftsfokus auf einen wesentlich Teil der Wertschöpfungskette im Prozess der Batterieherstellung – genügen. Zudem werden die Aktien dann auch wieder auf die gleiche Gewichtung zurückgesetzt. Dies entspricht gewissermaßen einem System mit regelmäßigen Gewinnmitnahmen bei besonders stark performenden Aktien und einem ebenso regelmäßigen Nachkauf in Werten, die hinter den anderen zurückgeblieben sind. Dies macht vor allem deshalb Sinn, weil sich das Konzept zum Teil auf sehr spekulative und volatile Teilbereiche fokussiert, die entsprechend anfällig für Übertreubungen sind.

Und dies führt auch schon zum nächsten Vorteil. Denn während besonders abenteuerlustige Anleger vielleicht durchaus Freude daran habe, die zum Teil kleinen und wenig bekannten Aktien selbst einzeln zu kaufen, können besonnenere Investoren mit mittel- oder langfristiger Perspektive durch die Diversifikationseffekte ein ausgewogeneres und eben komfortables Investment (mit nur einem Wertpapier) eingehen.

Für letztere mögen Tesla oder BYD als Direktinvestment noch in Betracht kommen, der Einstieg in Unternehmen der Lithium-Förderung wie Galaxy Resources oder Orocobre ist dann aber vielleicht nicht mehr jedermanns Sache.

Die Zeichnungsfrist endet am Freitag. Der reguläre Börsenhandel soll dann am 7.12. aufgenommen werden (VL53BE). In der Startformation sind 15 Aktien aus den Segmenten Lithiumförderung, Batterieherstellung und chemische Zulieferer für Batterien enthalten. Zu den bekannteren Namen gehören BYD, Tesla, Panasonic oder Samsung SDI.

 

Ralf Andreß

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