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Streaming-Dienste boomen weiter und ein Ende ist nicht in Sicht

| Quelle: INV | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die Börsianer haben ihre Arbeit gestern mehr oder weniger eingestellt. Eine Dax-Tagesschwankung von 26 Punkten oder 0,2 Prozent des aktuellen Indexstands ist ein mehr als deutliches Zeichen, dass sich momentan kein Anleger wirklich aus der Deckung traut. Zumindest keiner, der die Kurse nachhaltig bewegen könnte. Irgendwie scheinen die Anreize zu fehlen, sich mal wieder klar auf der Long- oder Short-Seite zu positionieren. Die unverändert niedrigen Werte der Vola-Indizes belegen das ebenfalls. Demnach wird sich daran so schnell auch nichts ändern. Aber genau das dürfte ein Trugschluss sein. Denn ewig dauern solche Phasen an der Börse nie an. Doch was sollte eine stärkere Bewegung in die eine oder andere Richtung auslösen?

Eine Motivation, sich deutlicher zu positionieren, könnte Anlegern die gerade gestartete Berichtssaison der Unternehmen liefern. Heute zum Beispiel legen noch vor Eröffnung der US-Märkte die beiden Großbanken Goldman Sachs und Morgan Stanley ihre Quartalszahlen vor. Bereits da sind die Ergebnisse des Streaming-Anbieters Netflix, der gestern Abend nach Börsenschluss einen Umsatzanstieg von 30 Prozent vermelden und damit die Analystenerwartungen toppen konnte. Beim Gewinn je Aktie lag das Unternehmen allerdings unterhalb der Konsensschätzungen. Nachbörslich legte die Aktie dennoch leicht zu, nachdem sie im regulären Handel bereits ein neues Allzeithoch bei knapp über 200 US-Dollar markiert hatte.

Ein Grund für die anhaltend gute Stimmung dürfte sein, dass Netflix im abgelaufenen Quartal deutlich mehr Kunden hinzugewonnen hat als selbst erwartet. Ende September verzeichnete das Unternehmen weltweit 104 Millionen zahlende Abonnenten. Im laufenden Weihnachtsquartal sollen weitere 5,1 Millionen Nutzer dazukommen. Jüngste Studien zeigen – wenig überraschend – dass Streaming vor allem bei jungen Menschen immer beliebter wird. Während die „Älteren“ am Sonntagabend geduldig auf Tagesschau und Tatort warten, wird hier einfach das geguckt, worauf man gerade Lust hat. Und dabei sind die Kunden nicht an irgendwelche Tageszeiten gebunden. Vor allem Serien werden von den Konsumenten geradezu verschlungen. Auch deshalb setzt Netflix verstärkt auf Eigenproduktionen, für die im kommenden Jahr bis zu 8 Mrd. US-Dollar ausgeben werden sollen. Der Wettbewerb ist hart und die gute Marktstellung muss irgendwie verteidigt werden.

Streaming-Angebote werden in den kommenden Jahren also mit hoher Wahrscheinlichkeit eine noch viel größere Rolle in unserem Leben spielen. Wer davon ausgeht, dass die Netflix-Aktie ihren Höhenflug deshalb weiter fortsetzen wird, kann darauf zum Beispiel mit moderat gehebelten Knock-out-Scheinen wie der WKN: CY626K der Citigroup (Basispreis und K.o.-Marke bei derzeit 152,13 Dollar; Hebel von 4,1) setzen.

Thomas Koch

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Investmentecke Ralf Andreß gehört zu den erfahrensten Zertifikate-journalisten Deutschlands. Als freier Autor berichtet er seit mehr als 20 Jahren über strukturierte Produkte und initiierte bereits 1999 die mehrmals jährlich in "Die Welt" und "Welt am Sonntag" erscheinenden Fachreports zu Derivaten und Zertifikaten. Seit 2004 schreibt er auf Finanztreff.de für die tägliche Börsenkolumne "Investmentecke". Zudem ist er seit 2006 Chefredakteur des von ihm mit ins Leben gerufenen Fachmagazins "Der Zertifikateberater". 2008 wurde er beim erstmals vergebenen Journalistenpreis für die Berichterstattung über Zertifikate vom DDV zum "Journalist des Jahres" gekürt und wurde seither insgesamt vier Mal geehrt. Zuletzt im Jahr 2017 in dem er gemeinsam mit Daniela Helemann den Hauptpreis als „Journalist des Jahres“ erhielt.

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