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Streik am Frankfurter Flughafen macht Erreichen der Flüge unmöglich

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
FRANKFURT (Dow Jones)Der für den 15. Januar ankündigte Streik der Sicherheitsdienstleister am Flughafen Frankfurt durchkreuzt die Reisepläne vieler Passagiere: Während der gesamten Streikdauer können Fluggäste an dem Drehkreuz zwar umsteigen - aber nicht zusteigen. Die Sicherheitskontrollen außerhalb des Transitbereichs werden in der Zeit von 2 Uhr früh bis 20 Uhr nicht besetzt sein, wie der Flughafenbetreiber mitteilte. Deshalb hätten Reisende ab Frankfurt keine Möglichkeit, ihren Flug zu erreichen.

Die Fraport AG geht davon aus, dass die Umsteigeprozesse im Transferbereich während des Warnstreiks weitgehend stattfinden können. Allerdings werde es auch hier zu Beeinträchtigungen und Verzögerungen kommen. Da die Kontrollstellen nach dem Luftsicherheitsgesetz nur von speziell ausgebildetem Personal betrieben werden dürfen, könne der Flughafenbetreiber kein anderes Personal zur Verstärkung an den Kontrollstellen einsetzen.

Ab 20 Uhr werde der Flugbetrieb auch für Zusteiger in Frankfurt wieder anlaufen, es sei aber auch danach mit Beeinträchtigungen und Verzögerungen zu rechnen.

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat die Beschäftigten der Flughafensicherheit in Frankfurt zur Arbeitsniederlegung aufgerufen, weil der Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen (BDLS) nach den Streiks an deutschen Regionalflughäfen am vergangenen Montag kein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt habe. Verdi behält sich vor, den Warnstreik auf weitere Flughäfen auszudehnen.

Die Gewerkschaft fordert einen bundeseinheitlichen Stundenlohn von 20 Euro. Die Arbeitgeber hatten in der letzten Verhandlungsrunde ihr Angebot für eine Entgelterhöhung lediglich von 1,8 auf 2,0 Prozent pro Jahr bei einer zweijährigen Vertragslaufzeit erhöht.

Fraport äußerte angesichts der weiterhin laufenden Verhandlungen "kein Verständnis für einen derart umfassenden Streik, der massive Auswirkungen auf Zehntausende Fluggäste haben wird" und appellierte an die Tarifpartner, gemeinsam eine einvernehmliche Lösung zu finden.

Passagiere, die während der Streikdauer von Frankfurt aus fliegen möchten, werden gebeten von einer Anreise zum Flughafen abzusehen und sich für weitere Informationen frühzeitig an die jeweilige Airline oder ihren Reiseanbieter zu wenden.

Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

DJG/sha/bam

END) Dow Jones Newswires

January 11, 2019 08:14 ET ( 13:14 GMT)

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