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Studie: Merck und Boehringer bei F&E-Anteil überdurchschnittlich

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
FRANKFURT (Dow Jones)Die deutschen Pharmakonzerne Merck KGaA und Boehringer Ingelheim haben im vergangenen Jahr im Branchenvergleich gemessen an den Einnahmen überdurchschnittlich viel Geld in die Entwicklung neuer Arzneien gesteckt. Das geht aus einer aktuellen Studie des Beratungsunternehmens EY hervor, die die 22 größten forschenden Pharmaunternehmen der Welt in den Blick nimmt.

Die Darmstädter Merck investierte danach 27 Prozent vom Umsatz in die Pharmaforschung und rückte damit hinter dem Biotechunternehmen Celgene und der amerikanischen Merck auf Platz drei vor. Bei Boehringer beliefen sich die F&E-Ausgaben auf 22,1 Prozent vom Umsatz. Bayer als drittes deutsches Unternehmen unter den Top-Pharmafirmen blieb mit einer F&E-Quote von 17,3 Prozent allerdings im unteren Drittel und damit unter dem Schnitt.

Bei Umsatz und Wachstum gehörte keines der genannten deutschen Pharmaunternehmen zur oberen Hälfte. Während Boehringer und Bayer noch leicht höhere Umsätze verbuchten, gingen die Pharmaeinnahmen von Merck zurück. Das profitabelste Pharmageschäft der drei hat laut Studie nach wie vor Boehringer, wo die EBIT-Marge ein Plus von 500 Basispunkten auf 29,3 Prozent zeigte. Dahinter folgen Merck mit 21,1 Prozent Marge (plus 150 Basispunkte) und Bayer mit 16,1 Prozent (minus 430 Basispunkte). Im Schnitt lag die EBIT-Marge aller 22 Unternehmen bei 25,6 Prozent (minus 120 Basispunkte).

Laut EY-Manager Siegfried Bialojan zeigen die steigenden Ausgaben für Forschung und Entwicklung sowie die prall gefüllten Pipelines, dass die Pharmaunternehmen weiterhin auf die klassische Wirkstoffentwicklung setzen. In den größten Therapiebereichen wie der Onkologie, wo zuletzt das größte Wachstum erzielt wurde, bleibe der Wettbewerbsdruck aber "enorm", sagte Bialojan: "Vom großen Kuchen bleiben nur kleine Stücke."

Sein Kollege Gerd Stürz erwartet deshalb, dass Pharmakonzerne sich zu Gesundheitsdienstleistern weiterentwickeln. "Es wird für sie stärker darauf ankommen, über Plattformen Gesundheitsdaten zu analysieren und passgenaue Angebote für Patienten zu kreieren."

Kontakt zum Autor: olaf.ridder@wsj.com

DJG/rio/jhe

END) Dow Jones Newswires

May 20, 2019 07:30 ET ( 11:30 GMT)

Copyright (c) 2019 Dow Jones & Company, Inc.
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