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Studie sieht mittelfristig kaum Änderungen des Reiseverhaltens

| Quelle: dpa-AFX | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
MÜNCHEN (dpa-AFX) - Die Mehrheit der Menschen in Deutschland will einer Studie zufolge nach den Erfahrungen der Corona-Pandemie ihr Reiseverhalten nicht grundsätzlich ändern. "Die meisten möchten in ihr altes Reiseleben zurück", sagte Carsten Cossmann, Leiter Ressort Tourismus des ADAC am Donnerstag bei der Vorstellung der Studie des Automobilclubs. Mittelfristig bleibe Badeurlaub weiter vorne, Kreuzfahrer wollten zurück aufs Schiff und Hotels blieben die bevorzugte Unterkunftsart.

Allerdings gebe es kleine Verschiebungen bei den Präferenzen. Individuelle Reisen hätten hinzugewonnen. Pauschalreisen blieben aber stabil. Und Deutschland könnte als Reiseziel mittelfristig noch beliebter werden.

Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung Thomas Bareiß sieht gute Chancen für diesen Sommer. Dann werde die Welt ganz anders aussehen als jetzt, sagte er. Es werde allerdings noch einige harte Wochen geben. Bareiß hofft auf eine starke Impfwelle im April und Mai.

In diesem Jahr - dem zweiten der Corona-Pandemie - steht erneut Urlaub im eigenen Land im Fokus, wie aus der im vergangenen Herbst durchgeführten Befragung unter 5000 Teilnehmern hervorgeht. Demnach setzen etwa zwei Drittel der Menschen besonders auf Ziele zwischen Rügen und Garmisch-Partenkirchen.

Im vergangenen Jahr verbrachten mehr als die Hälfte der Befragten (56 Prozent) den Haupturlaub im eigenen Land (2019: 35 Prozent). Angesichts der Unsicherheiten in der Pandemie will knapp die Hälfte der Befragten nur kurzfristig oder vorab gar nicht buchen.

Eine größere Rolle als in Vor-Corona-Jahren dürften der Studie zufolge künftig Reisen mit dem Auto spielen. 44 Prozent der Befragten gaben an, 2019 mit dem Pkw in den Urlaub gefahren zu sein. 2020 waren es 63 Prozent. Zugleich dürften sich Reisen mit dem Flugzeug von dem Einbruch in der Pandemie erholen. In etwa drei bis fünf Jahren wollen bis zu 44 Prozent - und damit 9 Prozent mehr als 2019 - wieder in den Urlaub fliegen./mar/DP/eas


Quelle: dpa-AFX
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