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Stürmischer Herbst im verflixten siebten Jahr – Kommt jetzt der Crash?

| Quelle: INV

Der Dax hat eine freundliche Börsenwoche hinter sich. Unter dem Strich steht ein Plus von 1,3 Prozent geschrieben. Aus der seit gut einem Monat intakten Seitwärtsrange zwischen rund 11930 und 12350 Punkten ist er allerdings noch nicht nachhaltig ausbrechen können. Am Donnerstag gelang das im Vorfeld der EZB-Sitzung zwar mal kurz, danach fiel der Index aber wieder zurück. Aktuell notierte der Dax bei rund 12300 Punkten. Damit gewinnt die heute startende „Verfallswoche“ mit großer Spannung. Gelingt diesmal der Ausbruch nach oben oder müssen wir uns doch wieder mit fallenden Kursen auseinandersetzen? Etwas schlechter lief es vergangene Wochen an den US-Aktienmärkten. Der S&P 500 und auch der Nasdaq 100 verzeichneten leichte Verluste.

Die in den vergangenen Jahren häufig recht skeptischen Analysten von Helaba Research haben schon zu Monatsbeginn davor gewarnt, dass der „ausgeprägten Gelassenheit“ unter den Anlegern ein böses Erwachen folgen könnte. Und dabei wird – in der aktuellen Jahreszeit fast schon normal – auf die besonderen Gefahren des Monats September hingewiesen, der historisch betrachtet tatsächlich eine vergleichsweise schlechte Bilanz ausweist. Seit der offiziellen Dax-Einführung Ende 1987 war die September-Bilanz des deutschen Leitindex in fast 60 Prozent der Fälle mit einem negativen Vorzeichen versehen. Im Durchschnitt verlor der Index 2,6 Prozent an Wert. Ähnlich schlecht schnitt der Dax nur noch im August (-2,3 Prozent) ab. In allen anderen Monaten gab es im Durchschnitt ein Plus. Nicht ganz unerwartet führt der September auch die Rangliste der höchsten jemals in einem Monat generierten Verluste an. Im Jahr 2002 verlor der Dax über 25 Prozent an Wert. Der beste Septemberwert liegt übrigens bei plus 7,5 Prozent. Damit ist der neunte Monat des Jahres hier das Schlusslicht. In den USA sieht die Bilanz ähnlich aus.

Nun heißt das natürlich nicht automatisch, dass der September auch in diesem Jahr wieder Kursrückgänge mit sich bringt. Zumal der Auftakt mit einem Plus von bislang gut zwei Prozent zumindest beim DAX ja recht viel versprechend verlief. Der S&P 500 liegt seit dem Monatswechsel minimal im Plus, der Nasdaq 100 bereits im Minus. Und die Helaba-Analysten verweisen darauf, dass die Aktienmärkte in den USA bislang ziemlich genau dem Muster folgen, der im Durchschnitt in den so genannten 7er-Jahren (also allen Jahren, die auf eine 7 enden wie eben 2017) zu beobachten war. Demnach müsste es nach dem deutlich Anstieg bis in den August hinein im Herbst tatsächlich zu einer stärkeren Korrektur kommen.

Neben diesen „saisonalen Spielereien“ gibt es aber auch ganz handfeste Argumente, die laut der Helaba für ein Ende oder zumindest eine Unterbrechung der Kursrally an den Aktienmärkten sprechen. Mit Blick auf die gängigen Bewertungskennziffern Kurs-Gewinn-Verhältnis und Dividendenrendite liegen vor allem die US-Märkte (aber auch Dax und Euro Stoxx) „deutlich oberhalb des langfristigen Normalbandes“. Weil gleichzeitig die Aktienvolatilität als Gradmesser für die Risikowahrnehmung der Marktteilnehmer nahe ihrer historischen Tiefstände liegt, sprechen die Strategen von einer „Überhitzung“. Hinzu kommt, dass der Aufschwung der Aktienkurse zuletzt nur noch von einigen wenigen Einzelwerten getragen wurde und die breite Masse längst im Korrekturmodus ist. Diese nachlassende Marktbreite gilt an der Börse schon immer als ernstzunehmendes Warnsignal. Gelassenheit scheint aus Sicht der Anleger momentan also tatsächlich der falsche Ratgeber zu sein.

Thomas Koch

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NASDAQ 100

INAS 6.386,12 +0,12%
PKT 22.11.2017 +7,49

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