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Symrise: 5 Argumente für die MDAX-Aktie

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Eine sinnvolle Diversifikation und erfolgreiche Zukäufe liefern Symrise das Material für eine fundamentale Entwicklung, die Analysten und Anleger begeistert. Die seit 2009 anhaltende Rallye der Aktie spricht Bände.

1. Breite Aufstellung

Konsumgüter, bei denen es auf Geruch oder Geschmack ankommt, gibt es viele. Der MDaX-Konzern Symrise -1,98% aus Niedersachsen mischt mit seinen rund 30.000 Produkten im wahrsten Sinne fast überall mit: Getränke, Süßwaren, Fertiggerichte, Babynahrung, Tiernahrung, Kosmetik, Körperpflege- oder Reinigungsmittel.

Aktuell steht Symrise auf drei Säulen: In der „Flavor“ genannten Sparte produziert es Geschmacksstoffe für Lebensmittel und Getränke, im Segment „Scent & Care“ geht es vornehmlich um Düfte und Zusätze für Körperpflegeprodukte, Kosmetik und Reinigungsmittel. Im Bereich „Nutrition“, der etwa halb so groß ist wie die beiden anderen, bietet Symrise weitere Inhaltsstoffe für Lebensmittel und Tierfutter. Wie schon im Jahr 2018 legten die Umsätze in den ersten drei Quartalen 2019 in allen drei Segmenten zu.

2. Erfolgreiche Zukäufe

Symrise setzt zum Ausbau ihrer Geschäfte neben Zuwächsen aus eigener Kraft auf Übernahmen. So griff der seit 2009 amtierende Konzernchef Heinz-Jürgen Bertram etwa 2013 beim US-Dufthersteller Belmay zu, 2014 erwarb Symrise dann die Mehrheit am schwedischen Probiotika-Hersteller Probi. Im gleichen Jahr gab es dann noch einen Paukenschlag: Symrise kaufte den französischen Anbieter von Nahrungsmittelinhaltsstoffen Diana für rund 1,3 Milliarden Euro. 2017 kam der britische Säfte-Hersteller Cobell hinzu.

Der jüngste Zugang heißt ADF/IDF. 2019 kaufte man den US-Hersteller von Tierfutterzusätzen für 900 Millionen US-Dollar. Bereits 2020 soll die neue Tochter zum Gewinn beitragen. Der Schritt verdeutlicht, dass sich das Management einiges vom Geschäft mit Tierfutterzusätzen verspricht.

3. Starke Entwicklung & Hervorragende Aussichten

Für 2019 hat sich der Konzern eine EBITDA-Marge von rund 21 Prozent vorgenommen. Das wäre ein Prozentpunkt mehr als ein Jahr zuvor. Die höhere Profitabilität dürfte aber zu einem gewissen Teil einer Umstellung der Bilanzierung im Zuge neuer Vorschriften zu verdanken sein.

Bis 2025 will Symrise daneben seinen Umsatz auf bis zu sechs Milliarden Euro ankurbeln, was in etwa doppelt so viel wäre wie 2018. Die operative Marge soll ab 2020 zugleich auf bis zu 23 Prozent ansteigen. Die Ergebnisse für 2019 will das Unternehmen am 11. März vorlegen.

4. Analysten voll des Lobes

Viele Analysten loben seit Jahren das starke Wachstum von Symrise. Dabei heben sie immer wieder hervor, dass sich der Konzern vor allem im Vergleich zur restlichen Branche gut schlägt.

So schrieb etwa Deutsche-Bank-Analystin Virginie Boucher-Ferte, dass sich das Unternehmen intensiv den stärker wachsenden Technologien für Zusatzstoffe zuwende und Investitionen Früchte trügen. Thomas Maul von der DZ Bank hob daneben ein „im Vergleich mit dem Branchenschnitt überlegenes Kunden- und Produktportfolio“ hervor. Seiner Ansicht nach dürfte unter anderem das in den nächsten fünf Jahren zu einem weiter überdurchschnittlichen Wachstum beitragen.

Es gibt aber auch vorsichtige Stimmen. Die zielen allerdings weniger auf die Geschäftsentwicklung ab, denn viel mehr auf die Bewertung der Aktie. Sie erscheint einigen Experten mittlerweile fast schon zu hoch. Andere verweisen auf eine schwierigere Lage in der Weltwirtschaft.

5. Grundsolider Aufwärtstrend

Seit ihrem Start an der Börse hat sich der Wert der Symrise-Aktie mehr als verfünffacht. Zwar kam es gelegentlich zu kleineren Dämpfern – etwa wegen gestiegenen Rohstoffkosten oder Investitionen. Einen deutlichen Rückschlag gab es eigentlich nur während der Finanzkrise 2008. Der Aufwärtstrend ist damit seit 2009 intakt. Allein 2019 ging es für die Aktie um mehr als 45 Prozent nach oben, womit Symrise zu den besten Chemieaktien in Europa gehörte.

Sein jüngstes Rekordhoch hatte das Papier mit 94,52 Euro Ende Dezember erreicht. Aktuell kosten die Papiere fast 91 Euro und damit nur etwas weniger. An der Börse bringt es Symrise mittlerweile auf einen Wert von mehr als 12 Milliarden Euro.

Mit Material von dpa-AFX.
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