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Tesla: Schmutziges Milliardengeschäft

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Tesla -5,12% kämpft mit Problemen im eigenen Geschäft, verdient aber reichlich Geld mit der schlechten Umweltbilanz seiner US-Konkurrenten. Ein Milliardengeschäft für den Elektro-Pionier.

Laut Bloomberg kauften die Branchenriesen General Motors (GM) und Fiat Chrysler von Tesla US-Verschmutzungsrechte ab. Sie rüsten sich damit für strengere Abgas-Vorgaben, während ihre eigene Modellpalette viele Spritschlucker enthält.

GM und Fiat Chrysler hätten diese Deals schon früher in diesem Jahr in Dokumenten im US-Bundesstaat Delaware offengelegt, schrieb Bloomberg am Montag. Die Unterlagen enthielten zwar nicht viele Details, es sei jedoch das erste Mal, dass Autohersteller einräumten, sich zum Erreichen strikterer US-Umweltvorgaben an Tesla zu wenden.

Der Elektroautobauer wiederum habe seit 2010 fast zwei Milliarden Dollar Umsatz durch den Verkauf von Emissionszertifikaten gemacht. Hersteller, die weniger E-Autos im Angebot haben, können ihre Klimabilanz aufbessern, indem sie diese Abgasrechte kaufen.

Ein GM-Sprecher sagte Bloomberg, der Konzern wappne sich damit für „künftige regulatorische Unsicherheiten“. Fiat Chrysler erklärte, solange die US-Umweltvorschriften nicht mit der Nachfrage nach Autos auf dem Markt in Einklang stünden, sei der Kauf solcher Zertifikate ein probates Mittel. GM und Fiat Chrysler sind in den USA schon länger vor allem mit schweren SUV's und Pick-up-Trucks erfolgreich, die vergleichsweise viel Sprit verbrauchen.

Dass Tesla Geld mit dem Verkauf von Umweltzertifikaten einnimmt, ist schon lange bekannt. Aber meist ging es dabei um Zertifikate aus einzelnen US-Staaten wie Kalifornien, die Deals jetzt beinhalten auch Gutschriften auf Bundesebene.

Während nicht davon auszugehen ist, dass in der aktuellen Amtszeit von US-Präsident Donald Trump die Abgasvorgaben verschärft werden, bereiten sich die Autokonzerne mit den Zertifikat-Käufen möglicherweise auf eine striktere Umweltpolitik nach einem potenziellen Machtwechsel im Weißen Haus im Jahr 2020 vor.

Tesla selbst hatte zuletzt mit Auslieferungs-Problemen bei seinem Hoffnungsträger Model 3 zu kämpfen. Zudem gibt es allgemein Zweifel daran, wie groß der Markt für Elektrofahrzeuge zu den aktuellen Preisen ist. Die Tesla-Aktie -5,12% bleibt trotz der Milliarden aus dem Abgasgeschäft unter Druck.

Mit Material von dpaAFX.

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Tesla.

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