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Themeneinstieg: Werte erhalten

| Quelle: DWS_TIF_SAW | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Das Vermögen gegen einem realen Wertverlust abzusichern ist vor allem mit Blick auf die Inflationsentwicklung von Bedeutung. Die wichtigsten Fakten und Strategien.

Eines vorweg: Inflation ist in einer wachsenden Volkswirtschaft im Prinzip etwas ganz normales –solange sie nicht ausufert. Dennoch hat das Thema vor allem in Deutschland Brisanz. Dahinter Der Grund: die Geschichte. 1923 hatte das Geld in Deutschland nahezu täglich an Wert verlor. Auch nach Ende des 2. Weltkriegs oder während der Ölkrise in den 1970-er Jahren mussten Sparer größere Preissteigerungs-Wellen hinnehmen. Die Folgen waren immer dieselben: Die Ersparnisse büßten erheblich an Kaufkraft ein. Wer sich gegen solche Schocks wappnen möchte, der benötigt eine kluge Strategie, um einerseits den realen Wert des Vermögens dauerhaft abzusichern, und andererseits Chancen auf Wertsteigerungen zu nutzen.

Schleichender Wertverlust

Von einer Hyperinflation – also stark steigenden Preisen innerhalb sehr kurzer Zeit – kann in Deutschland derzeit keine Rede sein. Auch nicht von einer überdurchschnittlich hohen Geldentwertung. Zwar lag 2011 die offizielle Inflationsrate im Jahresdurchschnitt bei 2,3 Prozent.1 Für 2012 und 2013 allerdings erwartet beispielsweise die Bundesbank nur noch eine Teuerungsrate von 1,8 und 1,5 Prozent. Das klingt beruhigend wenig. In der Praxis aber reicht bereits eine jährliche Inflationsrate von zwei Prozent aus, um den Wert eines 100 Euro-Scheins nach 20 Jahren auf 67,30 Euro in heutiger Kaufkraft schrumpfen zu lassen. Zehn Jahre später liegt die Kaufkraft sogar nur noch bei 55,21 Euro. Was das für deutsche Verbraucher heißt? Sie bekommen für das gleiche Geld nur noch gut die Hälfte an Waren und Dienstleistungen (siehe Grafik „Weniger Kaufkraft“).

Wachsende Sorge

Auch wenn es im Augenblick nicht danach aussieht – langfristig rechnen einige Volkswirte mit deutlich höheren Inflationsraten. Grund ist die lockere Geldpolitik vieler Zentralbanken. Für die meisten Verbraucher hierzulande scheinen die Preise allerdings jetzt schon kräftig anzuziehen. So weicht die gefühlte Inflation deutlich von der statistisch berechneten ab. Verantwortlich dafür sind vor allem die stark steigenden Rohstoffpreise, etwa von Nahrungsmitteln und Rohöl (siehe Grafik "Teure Energie"). Im täglichen Leben macht sich das deutlich bemerkbar: Immerhin kaufen die Menschen in aller Regel öfters im Gemüseladen um die Ecke ein oder tanken ihr Auto, als sich einen Fernseher oder eine Digitalkamera zu bestellen – deren Preise tendenziell fallen. Doch auch solche Gebrauchsgüter könnten künftig teurer werden, sollten sich die dafür benötigten Rohstoffe weiter verteuern.

Weniger bedrohlich

Inflation und eine damit verbundene Geldentwertung müssen allerdings nicht immer ein Risiko für das Ersparte bedeuten. Das zeigt die Entwicklung in Ländern wie China oder Indien. Dort steigen die Preise deutlich schneller als hierzulande – zuletzt etwa mit einer Rate von vier bis acht Prozent. Dank der rasant wachsenden Wirtschaft ist das für die Menschen dort aber kein Problem, da in aller Regel die Einkommen noch stärker steigen. Dennoch: Anleger, die in die so genannten Emerging Markets investieren, sollten die Inflationsrisiken dort stets im Auge behalten. Wichtige Indikatoren sind beispielsweise der Anstieg der Geldmenge und der Kreditvergabe. Und wie sieht es bei den etablierten Industrieländern aus? Auch wenn dort Inflation noch kein Thema ist, dürfte es sinnvoll sein, die eigene Anlagestrategie für den Fall einer zunehmenden Geldentwertung zu optimieren.

Wahre Werte

Einen Königsweg, wie Anleger ihr Geld in Inflationszeiten anlegen sollten, gibt es nicht. Am Kapitalmarkt gelten vor allem Sachwerte als probater Schutz. Zum einen besitzen sie einen Gebrauchswert, der relativ unabhängig von der Preisentwicklung ist. Zum anderen verkörpern sie einen realen Substanzwert, der selbst bei einer hohen Inflation bestehen bleibt – ein Haus bleibt eben ein Haus. Immobilien gelten daher als Klassiker unter den Sachwerten, ebenso wie Gold. Ob allerdings ein Haus oder ein Stück Edelmetall allein ausreichen, ist unter Experten durchaus umstritten. Vielmehr dürfte eine Mischung aus verschiedenen Sachwerten den besten Schutz vor Inflation bieten. Dazu gehören auch Aktien, mit denen Anleger einen Anteil am Unternehmen (Gebäude, Maschinen, Patente, Know-how, eingespielte Belegschaft, Kundenbeziehungen etc.) und damit an realen Werten erwerben. Ebenfalls bewährt haben sich Rohstoffe.

Doch wie viel Gold sollten Anleger kaufen und welche Immobilie ist die passende? Und sind alle Unternehmen gegen eine Inflation immun? Um die richtigen Sachwerte zu finden, sind eine genaue Analyse der jeweiligen Marktchancen und flexibles Handeln wichtig.

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