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Thyssenkrupp trennt sich von CEO Kerkhoff

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
FRANKFURT (Dow Jones)Aufsichtsratschefin Martina Merz wird am 1. Oktober wie erwartet den Vorstandsvorsitz der Thyssenkrupp AG übernehmen und dort Amtsinhaber Guido Kerkhoff ablösen. Der Aufsichtsrat des Technologiekonzerns beschloss dies in einer außerordentlichen Sitzung, wie Thyssen mitteilte. Die bisherige Aufsichtsratsvorsitzende wird für die Dauer von maximal zwölf Monaten in den Konzernvorstand entsandt, danach kehrt sie in den Aufsichtsrat zurück.

Mit dem bisherigen CEO Guido Kerkhoff hat sich der Aufsichtsrat auf die einvernehmliche Auflösung seines Vorstandsmandats geeinigt. Eine entsprechende Empfehlung auf einen Wechsel an der Konzernspitze hatte der Personalausschusses des Konzerns bereits vergangene Woche ausgesprochen.

Außerdem hat der Aufsichtsrat mit Wirkung zum 1. Oktober Klaus Keysberg in den Vorstand bestellt. Keysberg, der im Konzernvorstand für die Materialgeschäfte verantwortlich sein wird, ist seit 1996 in verschiedenen Funktionen bei Thyssenkrupp tätig, seit Anfang des Jahres als CEO der Business Area Materials Services. Diesen Posten wird er bis zur Bestellung eines Nachfolgers in Personalunion weiter ausüben.

Nachfolger von Martina Merz an der Spitze des Aufsichtsrats wird Siegfried Russwurm. Der ehemalige Siemens-Vorstand gehört dem Aufsichtsrat seit April 2019 an.

Die Ankündigung des Führungswechsel bei Thyssen kam vergangene Woche überraschend und könnte ein Hinweis darauf sein, wie schlecht es dem Traditionskonzern mittlerweile geht, der jüngst aus der ersten Börsenliga in den MDAX abgestiegen ist. Lediglich das Aufzugsgeschäft macht nennenswerte Gewinne, Mittelabflüsse prägen die meisten Sparten. Im Gesamtjahr, das an diesem Montag endet, erwartet Thyssenkrupp mehr als 1 Milliarde Euro negativen Cashflow.

Weil die Finanzkraft des Konzerns nach missglückten Stahlabenteuern in Brasilien und den USA massiv geschrumpft ist, will man sich vom lukrativen Aufzugsgeschäft trennen, um wieder Geld in die Kasse zu bekommen. Zunächst war ein Börsengang die Option der Wahl, dann meldeten sich Wettbewerber wie Kone und Hitachi und Finanzinvestoren.

Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

DJG/jhe/smh

END) Dow Jones Newswires

September 30, 2019 09:09 ET ( 13:09 GMT)

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