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Trendwende bei den US-Zinsen: Kommt sie diesmal wirklich?

| Quelle: INV

Das Phänomen werden viele an der Börse aktive Leser sicherlich kennen: Man spekuliert mehrere Male auf eine bestimmte Bewegung und wird immer wieder mit Verlust ausgestoppt. Irgendwann verlassen einen dann der Mut, die Überzeugung oder das fehlende Spielgeld und man gibt auf. Schließlich hat der Markt letztendlich immer Recht und sich dauerhaft dagegen zu stellen kann extrem teuer werden. In vielen Fällen ist es dann aber so, dass die Kurse im Anschluss genau so laufen, wie man es vorab immer erhofft hat. Weil man aber nicht (mehr) mit dabei ist, kann man der Bewegung nur völlig frustriert zuschauen.

So ähnlich dürfte es vielen Tradern gehen, wenn die Zinsen irgendwann mal wieder steigen und die entsprechenden Kursbarometer entsprechend sinken. In den vergangenen Jahren haben wir an dieser Stelle mehrfach Analysten zitiert, die vor allem in den USA eine beginnende Zinswende prognostiziert haben. Und dabei ging es nicht um die tatsächlich mittlerweile ja angehobenen Leitzinsen, sondern um die Kapitalmarktzinsen der 10- bzw. 30-jährigen US-Staatsanleihen. Vor fast genau einem Jahr zum Beispiel waren die Gazetten voll mit Warnungen vor einer möglichen Liquiditätsfalle an den US-Anleihemärkten und einem drohenden Crash. Zwar kam es kurzzeitig immer mal wieder zu stärkeren Gegenbewegungen. Unterm Strich sind die Zinsen aber weiter gefallen und die Anleihenkurse entsprechend gestiegen. Von einem Crash also keine Spur. Wer die hier zumeist als mögliches Anlagevehikel vorgestellten Knock-out-Puts auf den T-Note- oder T-Bond-Future gekauft hat, dürfte damit überwiegend Verluste erlitten und von solchen Zins-Wetten wahrscheinlich die Schn… voll haben.

Trotzdem wollen wir unseren Lesern nicht vorenthalten, dass die technischen Analysen von HSBC zu Wochenbeginn mal wieder Anzeichen für eine Korrektur des T-Bond-Futures als Kursbarometer der 30jährigen US-Anleihen entdeckt haben. Nach dem exponentiellen Anstieg zu Jahresbeginn und dem Erreichen eines neuen Allzeithochs wird die Luft nach oben nach Ansicht der Experten zunehmend dünner. Darauf würden neben den Kerzenformationen auch mehrere Indikatoren hindeuten, die konkrete Ausstiegssignale generiert haben. Von daher wird nun eine Korrektur in Richtung des August-Hochs bei gut 163 Punkten und im Anschluss ein Wiedersehen mit den horizontalen Unterstützungen im Bereich von rund 160 Punkten für möglich gehalten. Aktuell notiert der Anleihen-Future bei rund 166 Punkten.

Mutige Anleger, die doch noch einmal einen Versuch wagen wollen, müssen wie gehabt auf Knock-out-Short-Produkte setzen, die zurzeit von der Commerzbank und der Société Générale angeboten werden. Dabei bietet die Commerzbank Scheine an, bei denen Basispreis und Knock-out-Marke identisch sind. Das hat den Vorteil, dass extrem hohe Hebelkräfte freigesetzt werden können. Wer die entscheidende Kursmarke ganz aggressiv bei 166,989 Punkten platziert, der bekommt dafür einen Hebel von rund 130 serviert. Am Mittwoch ist dieser Schein dadurch um rund 80 Prozent gestiegen, gestern hat sich der Kurs dann wieder halbiert. Ein echtes Zockerpapier also. Und so droht auch schon bei einer relativ kleinen Erholung des T-Bond-Futures der vorzeitige Totalverlust (WKN: CD3105). Bei den Papieren der Société Générale liegt die Knock-out-Marke hingegen etwas oberhalb des Basispreises, wodurch im Knock-out-Fall die Chance besteht, zumindest noch einen kleinen Restbetrag erstattet zu bekommen. Das kann vor allem steuerlich von Vorteil sein, weil die entstandenen Verluste dann möglicherweise angerechnet werden können. Hier liegt der höchstmögliche Hebel dafür aktuell „nur“ bei gut 60 (WKN: SE3U1P; Basispreis: 168,31, Knock-out-Marke: 166,65 Punkte). Es gibt auf beiden Seiten aber natürlich auch Scheine mit einem deutlich größeren Puffer (zum Beispiel WKN: CD2VD0 oder SG2758 mit Knock-out Marken bei rund 179 bzw. gut 180 und Hebeln zwischen neun und elf).

Thomas Koch

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Investmentecke

Investmentecke Ralf Andreß gehört zu den erfahrensten Zertifikatejournalisten Deutschlands. Als freier Autor berichtet er seit beinahe 15 Jahren über strukturierte Produkte. Seit 2004 schreibt er auf finanztreff.de für die tägliche Börsenkolumne "Investmentecke". Thomas Koch ist CEFA-Investmentanalyst, Investmentspezialist für strukturierte Produkte (ISSP) und geprüfter Zertifikateberater (EDA). Seit 2004 beschäftigt er sich als freier Journalist schwerpunktmäßig mit dem Markt für Zertifikate und Hebelprodukte.

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