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ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

| Quelle: Dow Jones Newswire Web | Lesedauer etwa 6 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires.

US-Erzeugerpreise sinken erstmals seit August 2016

In den USA sind die Erzeugerpreise erstmals seit August 2016 rückläufig gewesen. Damit zeigt sich die Teuerung trotz einer robust laufenden Konjunktur weiter äußerst gedämpft. Im Dezember sanken die Erzeugerpreise um 0,1 Prozent gegenüber dem Vormonat. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten dagegen mit plus 0,2 Prozent gerechnet.

Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe steigen unerwartet

In den USA sind in der Woche zum 6. Januar mehr Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gestellt worden, womit der Wert die vierte Woche in Folge nach oben gegangen ist. Im Vergleich zur Vorwoche stieg die Zahl auf saisonbereinigter Basis um 11.000 auf 261.000 Anträge, wie das US-Arbeitsministerium in Washington mitteilte. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten dagegen einen Rückgang auf 245.000 vorhergesagt.

EZB will Forward Guidance Anfang 2018 diskutieren

Die Diskussionen über eine Änderung der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) sind zuletzt offenbar stärker als bisher angenommen gewesen. Wie aus dem Protokoll der jüngsten Beratungen des EZB-Rats hervor geht, will das Gremium bereits "Anfang" 2018 über eine Anpassung seiner Kommunikation beraten, die einer tatsächlichen Änderung der Geldpolitik vorausgehen muss. Bisher waren Beobachter davon ausgegangen, dass ernsthafte Diskussionen erst später stattfinden würden.

BDI erwartet 2018 BIP-Plus von 2,25 Prozent

Der Bundesverband der deutschen Industrie rechnet 2018 mit einem Wirtschaftswachstum von 2,25 Prozent. "Echte Risiken für eine konjunkturelle Überhitzung sehen wir nicht", sagte BDI-Präsident Dieter Kempf. Der Beschäftigungsaufbau werde in diesem Jahr um etliche 100.000 Arbeitsplätze zunehmen.

Bundesbank: Deutschlands Zinsersparnis seit 2007 bei 290 Mrd Euro

Das Niedrigzinsumfeld hat dem deutschen Staat Zinsausgaben in dreistelliger Milliardenhöhe erspart. Die Deutsche Bundesbank beziffert diese Ersparnis für die Jahre 2007 bis 2017 auf 290 Milliarden Euro. Bei der Ersparnis handelt es sich um Minderausgaben für Zinsen gegenüber einem angenommenen Fortbestand des Durchschnittszinses des Jahres 2007 für den deutschen Gesamtstaat.

Paris drängt Berlin bei Eurozonen-Reform zur Eile

Frankreich drückt bei der geplanten Reform der Eurozone aufs Tempo: Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire kündigte in der Zeitschrift Le Point an, in der kommenden Woche mit dem amtierenden Bundesfinanzminister Peter Altmaier (CDU) über die Pläne zu beraten. Sein Ziel sei eine "dreistufige Verhandlungsmethode", sagte Le Maire weiter.

Steuerskandal um Cum-Ex-Geschäfte umfassender als gedacht

Der Steuerskandal um sogenannte Cum-Ex-Geschäfte ist umfassender als angenommen. Wie das Bundesfinanzministerium mitteilte, geht es mittlerweile um 417 Verdachtsfälle mit einem möglichen Gesamtschaden von 5,3 Milliarden Euro. Das Ministerium äußerte sich nach einem Bericht von NDR, WDR und "Süddeutscher Zeitung". Demnach war im Herbst noch von rund 260 Verdachtsfällen die Rede.

Hofreiter schließt Schwarz-Grün in Bayern nicht aus

Der Grünen-Fraktionschef im Bundestag, Anton Hofreiter, hat eine schwarz-grüne Koalition in Bayern nach der Landtagswahl im Herbst nicht ausgeschlossen. "Wir haben in den Jamaika-Sondierungen bewiesen, dass wir an notwendigen Stellen kompromissbereit sind", sagte Hofreiter im Bayerischen Rundfunk. Allerdings sei dafür auch von der CSU Entgegenkommen nötig.

Kramp-Karrenbauer fällt nach Autounfall für Sondierungsgespräche aus

Die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) ist nach einem Autounfall für den Abschluss der Sondierungsgespräche von Union und SPD ausgefallen. Sie und ihre Begleiter müssten sowie die folgende Nacht zur Beobachtung im Krankenhaus bleiben, schrieb Kramp-Karrenbauer selbst im Internetdienst Twitter. Es sei aber "den Umständen entsprechend bei Kollegen und mir alles ok".

Tarifverhandlungen der Metaller ergebnislos vertagt

Die dritte Runde der Tarifverhandlungen in der baden-württembergischen Metall- und Elektroindustrie ist nach Angaben der IG Metall ohne Ergebnis vertagt worden. "Nach wie vor liegen die Arbeitgeber meilenweit von unseren Vorstellungen zum Thema Arbeitszeit entfernt", erklärte IG Metall-Bezirksleiter Roman Zitzelsberger. Allerdings sei in der Verhandlungsrunde "Bewegung erkennbar" gewesen, an der sich konstruktiv weiter arbeiten lasse.

Union dringt auf schnelle Entscheidung zur Grundsteuer

Wenige Tage vor der mündlichen Verhandlung des Bundesverfassungsgerichts über die Reform der Grundsteuerberechnung hat die CDU/CSU-Bundestagsfraktion schnelle Rechtssicherheit gefordert. Sie erwarte sich von dem Termin "erste Erkenntnisse für eine Neugestaltung der Steuer und der hierfür zur Verfügung stehenden Übergangszeit", erklärte die finanzpolitische Sprecherin der Unionsfraktion, Antje Tillmann.

EU-Kommission will europäischen "Weltklasse"-Supercomputer

Die weltweit leistungsstärksten Supercomputer stehen bislang vor allem in China und den USA - jetzt will die EU-Kommission auch in der Europäischen Union den Bau eines Hochleistungsrechners von Weltrang auf den Weg bringen. Bis zum Jahr 2020 soll dafür 1 Milliarde Euro investiert werden, wie die Kommission mitteilte. Der Schritt sei "entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit der EU und ihre Unabhängigkeit in der Datenwirtschaft".

Gericht hebt Urteil gegen einen der "LuxLeaks"-Informanten auf

In der "LuxLeaks"-Affäre um Enthüllungen über dubiose Steuerpraktiken multinationaler Konzerne in Luxemburg hat das höchste Gericht des Landes das Urteil gegen den Informanten Antoine Deltour gekippt. Es hob die Bewährungsstrafe gegen Deltour auf und verwies den Fall zurück an das Berufungsgericht. Eine geringere Strafe für den Mitangeklagten Raphaël Halet hielt das Kassationsgericht dagegen aufrecht.

Bulgariens Regierungschef will Krise zwischen EU und Polen verhindern

Der bulgarische Regierungschef Boiko Borissow hat zum Auftakt der EU-Ratspräsidentschaft seines Landes zur Vermeidung einer Krise mit Polen aufgerufen. Es müsse das "Nötige" getan werden, damit sich die Beziehungen zwischen dem osteuropäischen Land und der EU verbesserten, sagte er. Dafür müsse sich aber auch Polen bewegen.

Ecuador bürgert Wikileaks-Gründer Assange ein

Ecuador hat den seit 2012 in seiner Londoner Botschaft lebenden Wikileaks-Gründer Julian Assange eingebürgert. Dem Australier sei bereits am 12. Dezember die Staatsbürgerschaft zuerkannt worden, teilte Außenministerin María Fernanda Espinosa mit. Assange befürchtet, an Schweden und von dort aus in die USA ausgeliefert zu werden, wo ihm ein Prozess wegen Geheimnisverrats und möglicherweise die Todesstrafe droht, weil Wikileaks hunderttausende geheime Dokumente veröffentlicht hatte, unter anderem über das Vorgehen der US-Streitkräfte im Irak und in Afghanistan.

Spanien war 2017 nach Frankreich das meistbesuchte Land

Trotz der Katalonienkrise ist Spanien im vergangenen Jahr nach Frankreich das Land mit den meisten Touristen gewesen. Mit 82 Millionen Touristen überholte es die USA und verzeichnete einen Anstieg von 9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie der spanische Ministerpräsident Mariano Rajoy in Rom sagte.

Türkisches Verfassungsgericht ordnet Freilassung von Journalisten an

In einem potenziell weitreichenden Urteil hat das türkische Verfassungsgericht die Freilassung von zwei prominenten Journalisten angeordnet. Das Verfassungsgericht entschied mit knapper Mehrheit, dass der anhaltende Verbleib von Mehmet Altan und Sahin Alpay in Untersuchungshaft ihre Rechte verletze. Das Urteil kann einen Präzedenzfall schaffen und auch für den inhaftierten Welt-Korrespondenten Deniz Yücel von Bedeutung sein.

Termin für Parlamentswahl in Ungarn ist der 8. April

Die Parlamentswahl in Ungarn findet am 8. April statt. Eine entsprechende Festlegung gab Staatspräsident Janos Ader bekannt. Die rechtspopulistische Regierungspartei Fidesz von Ministerpräsident Viktor Orban kann jüngsten Umfragen zufolge mit etwa 50 Prozent der Stimmen rechnen.

Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com

DJG/DJN/AFP/sha

END) Dow Jones Newswires

January 11, 2018 13:00 ET ( 18:00 GMT)

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