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ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

| Quelle: Dow Jones Newswire Web | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
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Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires.

Philly-Fed-Index steigt wider Erwarten

Die Lage der US-Industrie in der Region Philadelphia hat sich spürbar aufgehellt. Der Konjunkturindex der Federal Reserve Bank of Philadelphia stieg im Mai auf plus 34,4 Punkte von plus 23,2 im April. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten einen Rückgang auf plus 20,5 erwartet.

Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe steigen

In den USA sind in der Woche zum 12. Mai mehr Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gestellt worden. Insgesamt bewegen sich die Erstanträge aber auf historischen Tiefständen. Im Vergleich zur Vorwoche stieg die Zahl auf saisonbereinigter Basis um 11.000 auf 222.000 Anträge, wie das US-Arbeitsministerium in Washington mitteilte. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten nur einen Anstieg auf 215.000 vorhergesagt.

EU-Gipfel will Westbalkan stärker an Europa binden

Die EU will die Länder des Westbalkans stärker an sich binden, ohne schnelle Beitritte zu versprechen. Die EU-Staats- und Regierungschefs verabschiedeten bei ihrem Gipfel in Sofia eine Erklärung, welche die "uneingeschränkte Unterstützung für die europäische Perspektive" bekräftigt. Konkrete Beschlüsse mit Blick auf eine EU-Mitgliedschaft gab es aber nicht.

Bericht: Übergangsphase nach Brexit könnte um zwei Jahre verlängert werden

Die britische Regierung hat einem Zeitungsbericht zufolge in aller Form darüber diskutiert, dass das Land nach Ende der Übergangsphase nach dem Brexit länger in der Europäischen Zollunion bleiben soll. Ein Kabinettsausschuss habe sich darauf geeinigt, dass Großbritannien weiter den EU-Regelungen folgen werde, möglicherweise für zwei zusätzliche Jahre, berichtete die Zeitung Telegraph.

Facebook-Chef Zuckerberg am Dienstag im EU-Parlament - Anhörung nicht öffentlich

In der Datenmissbrauchaffäre bei Facebook wird Konzernchef Mark Zuckerberg am Dienstag im EU-Parlament vorsprechen. Zuckerberg werde am späten Nachmittag (17.45 Uhr) mit den Fraktionsvorsitzenden zusammentreffen, "um die Verwendung personenbezogener Daten von Millionen von Facebook-Nutzern aus der EU zu diskutieren", erklärte ein Sprecher des Parlaments. Aus der EU-Kommission und dem Parlament kam bereits Kritik, weil das Treffen hinter verschlossenen Türen stattfinden soll.

Verkehrsminister Scheuer keilt gegen EU-Kommission zurück

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) hat verärgert auf die härtere Gangart der EU-Kommission gegen Deutschland bei der Aufarbeitung des VW-Abgasskandals reagiert. Den Vorwurf, nicht konsequent gegen den Autoriesen vorzugehen, wies Scheuer "aufs Schärfste" zurück. "Wir haben wirksame und konsequente Maßnahmen ergriffen, zum Beispiel verpflichtende Rückrufe und Software-Updates auf Kosten der Hersteller", erklärte der CSU-Politiker.

Altmaier fordert Bekenntnis zum freien Welthandel

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat vor den Gefahren einer Eskalation der gegenwärtigen Handelskonflikte gewarnt und ein Bekenntnis zum freien Welthandel verlangt. "Lassen Sie uns dafür eintreten, dass der freie Welthandel eine Chance behält", sagte Altmaier im Bundestag. "Wir stehen international an einem Kreuzungspunkt, wo sich entscheidet, ob wir zurückfallen in alte Gewohnheiten aus den 20er-Jahren, aus der Zeit unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg", sagte er.

Merkel: EU will mit Vier-Punkte-Plan US-Strafzölle vermeiden

Im Streit über die US-Strafzölle auf Stahl und Aluminium dringt die EU auf eine unbefristete Ausnahme und präsentiert den Vereinigten Staaten dazu als Kompromissangebot einen Vier-Punkte-Plan. Mit Blick auf die Ende des Monats auslaufende Ausnahmegenehmigung erklärte Bundeskanzlerin Angela Merkel zum Abschluss des EU-Westbalkan-Gipfels in Sofia, die EU wolle erstens eine "unbefristete Ausnahme von diesen Zöllen". Zweitens sei man bereit, über vier Punkte zu sprechen.

Merkel: Deutschland bei Luftreinhaltung auf sehr gutem Weg

Kanzlerin Angela Merkel hat demonstrativ gelassen auf die EuGH-Klage der Europäischen Kommission wegen zu schlechter Luftwerte in den deutschen Ballungszentren reagiert. Die Umsetzung müsse ja vor Ort erfolgen, schob Merkel den Kommunen den schwarzen Peter zu. "Die Bundesregierung hat in beispielloser Weise Förderprogramme aufgelegt für die betroffenen Kommunen", sagte die CDU-Vorsitzende.

Weniger Gebote bei Ausschreibung für Windräder an Land

Bei der zweiten Auktion für den Bau von Windrädern an Land in diesem Jahr ist das Interesse der Investoren zurückgegangen. Erstmalig war die ausgeschriebene Menge von 670 Megawatt unterzeichnet. Wie die Bundesnetzagentur mitteilte, gingen bei ihr 111 Gebote mit einem Umfang von 604 Megawatt ein.

Juncker: EU leitet am Freitag Schutz von Firmen im Iran-Geschäft ein

Nach dem US-Ausstieg aus dem Atomabkommen mit dem Iran leitet die EU-Kommission Schritte zum Schutz europäischer Unternehmen vor Sanktionen Washingtons ein. Seine Behörde werde am Freitag einen Prozess starten, "um die extraterritoriale Wirkung der amerikanischen Sanktionen in der EU zu neutralisieren", sagte EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker beim EU-Gipfel in Sofia. Dazu werde die EU-Kommission eine EU-Verordnung von 1996 aktivieren.

EU-Kommission fordert CO2-Grenzwerte für Lastwagen und Busse

Ähnlich wie bereits für Autos sollen in der EU bald Obergrenzen für den CO2-Ausstoß von Lastwagen und Bussen gelten. Der Vorschlag ist Teil des "dritten und letzten Maßnahmenbündels zur Modernisierung des europäischen Verkehrssystems", das die EU-Kommission am Donnerstag in Brüssel vorstellte. Außerdem sollen neue Sicherheitssysteme für Fahrzeuge wie automatische Bremsassistenten und Spurhalteassistenten für Neuwagen künftig verpflichtend sein.

Kataloniens neuer Regionalpräsident legt Amtseid ab

Der neue katalanische Regionalpräsident Quim Torra hat am Donnerstag seinen Amtseid abgelegt. Der 55-jährige Politik-Neuling versprach bei der kurzen Zeremonie in Barcelona, "den Willen des katalanischen Volkes" umzusetzen. Wie sein von Madrid abgesetzter Vorgänger Carles Puigdemont versprach er jedoch nicht, sich an die spanische Verfassung und das Autonomiestatut für Katalonien zu halten.

Russland stärkt trotz US-Sanktionen Wirtschaftsbeziehungen mit dem Iran

Nach der Verhängung neuer US-Finanz- und Handelssanktionen gegen den Iran will Russland seine Wirtschaftsbeziehungen mit der Islamischen Republik ausbauen. Die von Russland dominierte Eurasische Wirtschaftsunion schloss am Donnerstag in der kasachischen Hauptstadt Astana ein temporäres Handelsabkommen mit dem Iran, das die Zölle auf hunderte Güter senkt. Zudem wurden Verhandlungen aufgenommen, um binnen drei Jahren eine Freihandelszone zu schaffen.

*DJ US/Index der gleichlaufenden Indikatoren Apr +0,3% gegen Vormonat

*DJ US/Index der nachlaufenden Indikatoren Apr +0,3% gg Vm

*DJ US/Index der Frühindikatoren Apr +0,4% gegen Vormonat

Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com

DJG/DJN/AFP/sha/mgo

END) Dow Jones Newswires

May 17, 2018 13:00 ET ( 17:00 GMT)

Copyright (c) 2018 Dow Jones & Company, Inc.
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