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ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

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Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

Kanzleramt rechnet mit Rezession der deutschen Wirtschaft - Magazin

Das Bundeskanzleramt erwartet für dieses Jahr laut einem Medienbericht einen fortgesetzten Abschwung der deutschen Wirtschaft. "Für das dritte Quartal zeichnet sich abermals ein leichter Rückgang des Bruttoinlandsprodukts und damit eine technische Rezession ab", heißt es in einer Vorlage des Kanzleramts, aus der das Nachrichtenmagazin Der Spiegel vorab zitiert.

Polen als Handelspartner erstmals wichtiger als Großbritannien

Polen hat einer Analyse zufolge Großbritannien als deutscher Wirtschaftspartner überholt. Der deutsch-polnische Handel stieg im ersten Halbjahr um 5 Prozent auf 60,7 Milliarden Euro, wie der Ost-Ausschuss - Osteuropaverein der Deutschen Wirtschaft (OAOEV) unter Berufung auf Zahlen des Statistischen Bundesamtes mitteilte. Das Geschäft mit dem Vereinigten Königreich ging dagegen um 4,8 Prozent auf 58,9 Milliarden Euro zurück. Auf der Liste der 20 wichtigsten deutschen Handelspartner rutschte Großbritannien damit auf Platz sieben, Polen rückte auf Platz sechs vor. Der Abstand zu Italien auf Platz fünf hat sich weiter verringert.

IfW: EU sollte sich beim Brexit nun bewegen

Das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) hat ein Einlenken der Europäischen Union (EU) im Streit um den Brexit gefordert. Die EU solle nicht riskieren, dass der Streit über den sogenannten Backstop für die Grenzregelung in Irland einen No-Deal-Brexit verursacht, der für alle Seiten große Schäden brächte. "Deshalb sollte Brüssel jetzt einen Kompromiss vorschlagen, der den Briten ein Kündigungsrecht für den Backstop einräumt", argumentierten IfW-Präsident Gabriel Felbermayr und IfW-Ökonom Ulrich Stolzenburg.

Deutsche Privatbanken fordern von Politik Unterstützung bei Basel 3

Der für deutsche Privatbanken zuständige Bundesverband hat die deutsche Politik aufgefordert, sich für eine Umsetzung der Eigenkapitalrichtlinie Basel 3 einzusetzen, die sowohl den Banken als auch ihren Kunden unnötige Härten erspart. Christian Ossig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands deutscher Banken (BdB), sagte in Frankfurt: "Es ist wichtig, dass die Politik hier deutsche Interessen vertritt."

China erhöht Zölle auf US-Importe im Wert von 75 Mrd Dollar - Xinhua

China wird zusätzliche Zölle auf US-Importe im Wert von rund 75 Milliarden US-Dollar als Reaktion auf die neu angekündigten US-Zollerhöhungen für chinesische Waren erheben. Das kündigte die Zolltarifkommission des Staatsrates laut einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua an. Außerdem wird China in zwei Schritten ab 1. September und ab 15. Dezember wieder zusätzliche Zölle von 25 Prozent oder 5 Prozent auf in den USA hergestellte Fahrzeuge und Autoteile erheben.

Trump: US-Firmen sollen nach Alternativen zu China suchen

US-Präsident Donald Trump hat umgehend auf die neuen chinesischen Zölle reagiert. Er wies US-Unternehmen an, nach Alternativen zum Geschäft in China zu suchen. "Unser Land hat dummerweise über viele Jahre hinweg Billionen von Dollar mit China verloren", schrieb Trump in einer Reihe von Tweets. "Sie haben unser geistiges Eigentum in einer Größenordnung von Hunderten von Milliarden Dollar pro Jahr gestohlen, und sie wollen weitermachen. Das werde ich nicht zulassen! Wir brauchen China nicht und wären ohne sie offen gesagt viel besser dran."

Macron blockiert Mercosur-Abkommen im Amazonas-Streit mit Bolsonaro

Im Streit mit Brasilien um die Waldbrände im Amazonas-Gebiet will Frankreich das Handelsabkommen der EU mit dem südamerikanischen Wirtschaftsblock Mercosur blockieren. Präsident Emmanuel Macron sei zu dem Schluss gekommen, dass der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro ihn über seine Umweltschutz-Absichten "belogen" habe, sagte ein hochrangiger Mitarbeiter Macrons. "Unter diesen Umständen lehnt Frankreich das Mercosur-Abkommen in seiner jetzigen Form ab", hieß es.

Deutschland steht bei G7-Gipfel zur schwarzen Null - Regierungskreise

Deutschland will auf dem anstehenden Treffen der Gruppe der sieben führenden Industriestaaten (G7) seine Politik eines ausgeglichenen Haushaltes gegen mögliche internationale Kritik verteidigen. Das erklärte ein hochrangiger Regierungsbeamter während einer Pressekonferenz zum G7-Treffen, das von Samstag bis Montag im französischen Biarritz stattfindet.

Merkel und Trump beraten voraussichtlich auch bilateral bei G7-Gipfel

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und US-Präsident Donald Trump werden voraussichtlich am Rande des G7-Gipfels an diesem Wochenende in Frankreich zu einem bilateralen Treffen zusammenkommen. Zu erwarten sei, dass sich Trump in Biarritz mit den meisten der übrigen Staatenlenker in der Gruppe auch im bilateralen Rahmen treffen werde, darunter mit Merkel, sagte ein hochrangiger Regierungsmitarbeiter in Washington.

Kramp-Karrenbauer bekräftigt Kritik an Maaßen

Die CDU-Parteivorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer hat ihre Kritik am ehemaligen Präsidenten des Bundesverfassungsschutzes, Hans-Georg Maaßen, bekräftigt. Es gehe nicht darum, dass einzelne Positionen in der CDU nicht ausgesprochen werden könnten, sagte Kramp-Karrenbauer laut Vorabmeldung im Interview der Woche des Deutschlandfunks. Neu sei aber eine Haltung, die für die eigene politische Position in der CDU "einen Absolutheitsanspruch" stelle; das sei der CDU nicht angemessen.

Powell geht auf Trumps Zinssenkungsforderungen nicht ein

Fed-Chairman Jerome Powell hat in seiner mit Spannung erwarteten Rede beim geldpolitischen Symposium in Jackson Hole die prinzipielle Handlungsbereitschaft der US-Notenbank bekräftigt, aber keine Hinweise auf den weiteren geldpolitischen Kurs der Fed gegeben. Powell wies vielmehr darauf hin, dass die gegenwärtige Unsicherheit in der US- und Weltwirtschaft maßgeblich auf den von US-Präsident Donald Trump ausgelösten Handelsstreit zurückgehe, was der Fed ihre Arbeit erschwere.

Bullard für Fed-Zinssenkungen als Absicherung gegen Risiken

Der Präsident der Federal Reserve Bank of St. Louis, James Bullard, hat sich als Absicherung gegenüber Risiken für eine weitere Lockerung der Geldpolitik ausgesprochen. "Wir sollten tiefer gehen", sagte Bullard in einem CNBC-Interview. "Die Zinskurve ist invers. Das ist kein guter Platz."

Mester unentschlossen über Fed-Zinssenkung

Die Präsidentin der Cleveland-Fed, Loretta Mester, hat sich unentschlossen gezeigt, ob sie eine Zinssenkung empfehlen wird, wenn die Fed in den kommenden Wochen zusammenkommt. Mester ist in diesem Jahr ohne Stimmrecht im Offenmarktausschuss. Bei einem CNBC-Auftritt sagte sie, dass sie immer noch Daten auswerte, aber sollte die US-Wirtschaft auf ihrem aktuellen Niveau bleiben, würde sie zu keiner weiteren Lockerung neigen.

Belgiens Geschäftsklima sinkt im August

Das belgische Geschäftsklima hat sich im August eingetrübt. Wie die Belgische Nationalbank (BNB) mitteilte, sank der Index um 0,8 Punkte auf minus 5,8. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten einen Rückgang auf minus 6,0 prognostiziert, nachdem der Index im Vormonat bei minus 5,0 notiert hatte.

Großbritannien steht auch unter Johnson hinter Atomabkommen mit Iran

Großbritannien unterstützt auch unter seinem neuen Premierminister Boris Johnson das 2015 geschlossene Atomabkommen mit dem Iran. "Wir sind starke Unterstützer" des internationalen Abkommens mit Teheran, sagte ein britischer Regierungsvertreter, der nicht namentlich genannt werden wollte. "Ich denke nicht, dass sie irgendeine Veränderung in der Position der britischen Regierung erleben werden."

Mehr als 2.400 Unternehmen unterstützen "Fridays for Future"

Mehr als 2.400 Unternehmen haben den Aufruf der Klimaaktivisten von "Fridays for Futures" unterstützt und die Bundesregierung zum entschlosseneren Handeln beim Klimaschutz aufgerufen. Die Initiative "Entrepreneurs for Future" stehe inzwischen für mehr als 170.000 Arbeitsplätze und mehr als 25 Milliarden Euro Umsatz, erklärte Sprecherin Katharina Reuter im Gespräch mit Dow Jones Newswires. "Die Bewegung hat die Öko-Nische verlassen."

+++ Konjunkturdaten +++

US/Neubauverkäufe Juli -12,8% auf 635.000 (PROG: 650.000)

US/Neubauverkäufe Juni revidiert auf 728.000 (vorl: 646.000)

US/Neubauverkäufe Juli Bestand 6,4 Monate

Kanada Juni Einzelhandelsumsatz unverändert gg Mai

Kanada Juni Einzelhandelsumsatz ex Kfz +0,9% gg Mai

Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com

DJG/DJN/AFP/bam/sha

END) Dow Jones Newswires

August 23, 2019 13:00 ET ( 17:00 GMT)

Copyright (c) 2019 Dow Jones & Company, Inc.
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Quelle: Dow Jones Newswire Web
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