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ÜBERBLICK am Mittag/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

| Quelle: Dow Jones Newswire Web | Lesedauer etwa 7 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

Industrieproduktion steigt im Mai um 1,3 Prozent

Die Industrieproduktion des Euroraums hat sich im Mai in etwa wie erwartet entwickelt. Nach Mitteilung von Eurostat stieg sie gegenüber dem Vormonat um 1,3 Prozent und lag um 2,4 (April: 1,7) Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Die von Dow Jones Newswires befragten Volkswirte hatten einen Anstieg um 1,2 Prozent prognostiziert. Den für April zunächst gemeldeten Rückgang von 0,9 Prozent revidierten die Statistiker auf 0,8 Prozent.

Kommission senkt Wachstumsprognosen und warnt vor Risiken

Die EU-Kommission hat ihre Prognosen für das Wirtschaftswachstum des Euroraums im laufenden Jahr gesenkt und zugleich vor den Wachstumsrisiken gewarnt, die sich aus dem Handelskonflikt mit den USA ergeben. Wie aus der Sommerprognose der Kommission hervor geht, rechnet sie für 2018 nun mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 2,1 Prozent. Im Rahmen der Frühjahrsprognose hatte sie 2,3 Prozent Wachstum vorausgesagt. Die Prognose für 2019 wurde mit 2,0 Prozent bestätigt. Die Kommission geht davon aus, dass sich die am Jahresbeginn einsetzende Wachstumsschwäche im zweiten Quartal fortgesetzt hat.

VCI bestätigt Prognose und erwartet aber schwächeres 2. Halbjahr

Die deutsche chemisch-pharmazeutische Industrie hat im ersten Halbjahr Umsatz und Produktion gesteigert, allerdings hat sich das Tempo im zweiten Quartal etwas verlangsamt. Der Branchenverband Verband der Chemischen Industrie (VCI) bestätigte zwar die Prognose für das Gesamtjahr, erwartet aber angesichts der Zuspitzung globaler Handelskonflikte, der möglichen Folgen eines harten Brexits und eines weiteren Anstiegs beim Ölpreis im zweiten Halbjahr mehr Gegenwind als zuvor.

IEA: Förderausfälle könnten freie Kapazitäten strapazieren

Die Internationale Energieagentur (IEA) sieht die Gefahr, dass die jüngsten Öl-Produktionsausfälle in einigen Ländern freie Produktionskapazitäten in anderen Ländern so stark beanspruchen könnten, dass bald keine freien Kapazitäten mehr vorhanden sind. Wie sie in ihrem aktuellen Monatsbericht schreibt, wäre sie im Falle eines zu starken Absinkens bereit, mit ihren eigenen Reserven einzuspringen. Die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) und ihre von Russland angeführten Verbündeten hatten im Juni beschlossen, ihre Produktion anzuheben, um Ausfälle in Venezuela und im Iran auszugleichen. Die IEA warnt nun, dass dadurch die freien Förderkapazitäten "bis ans Limit" strapaziert würden.

Mester für zwei weitere Zinserhöhungen in diesem Jahr

Die Präsidentin der Cleveland Fed, Loretta Mester, hat sich für zwei weitere Zinserhöhungen der US-Notenbank in diesem Jahr ausgesprochen. In einem Interview mit dem Wall Street Journal sagte Mester: "Die Wirtschaft kommt sicherlich mit zwei weiteren Anhebungen in diesem Jahr klar." Sie fügte hinzu: "Wir laufen Gefahr, (mit Zinserhöhungen) nicht hinterherzukommen, wenn wir nicht weiter anheben. Ich bin einverstanden, dass wir die Zinsen weiter erhöhen, wenn die Wirtschaft auf Kurs bleibt."

Türkischer Finanzminister sichert Unabhängigkeit der Zentralbank zu

Der neue türkische Finanzminister Berat Albayrak, Schwiegersohn von Staatschef Recep Tayyip Erdogan, hat angesichts verunsicherter Finanzmärkte versichert, dass die Unabhängigkeit der Zentralbank nicht in Frage stehe. Laut der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu sagte der Ehemann von Erdogans ältester Tochter Esra, auch die "Entscheidungsmechanismen" der Zentralbank würden unabhängig erfolgen. Die Kapazitäten der Finanzeinrichtung müssten im Interesse der Preisstabilität erweitert werden. "Grundlegende Priorität" in der kommenden Periode hat dem Minister zufolge der Kampf gegen die Inflation.

Trump spricht von "enormem Fortschritt" bei Nato-Rüstungsausgaben

US-Präsident Donald Trump sieht nach dem Streit beim Nato-Gipfel einen "enormen Fortschritt" bei den Verteidigungsausgaben der Verbündeten der westlichen Militärallianz. "Die USA wurden nicht fair behandelt, aber jetzt ist das der Fall", sagte der US-Präsident am Donnerstagmittag am Ende des Treffens der Staats- und Regierungschefs der westlichen Allianz in Brüssel. Zugleich bekräftigte er, dass die USA der Allianz verpflichtet blieben, trotz seiner massiven Kritik an den Partnern im Bündnis. "Ich glaube an die Nato", betonte Trump.

Merkel legt sich nach Nato-Sondersitzung nicht auf höhere Militärausgaben fest

Trotz massiven Drucks von US-Präsident Donald Trump hat sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) beim Nato-Gipfel nicht auf eine stärkere Erhöhung der deutschen Verteidigungsausgaben festgelegt. Angesicht der Diskussion über Militärausgaben müsse sich Deutschland zwar "immer wieder fragen, was können wir gegebenenfalls noch mehr tun", sagte Merkel am Donnerstag in Brüssel. Sie habe aber auch deutlich gemacht, dass Deutschland bereits der zweitgrößte Truppensteller in der Nato und seit Jahren in Afghanistan engagiert sei.

Russland nennt Trumps Kritik an Pipeline Nord Stream 2 "unlauteren Wettbewerb"

Russland hat US-Präsident Donald Trump nach seiner Kritik an der Gaspipeline Nord Stream 2 "unlauteren Wettbewerb" vorgeworfen. Die russische Regierung habe schon früher gesagt, dass sie solche Attacken für unlauteren Wettbewerb halte, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Donnerstag in Moskau. Der Sprecher von Präsident Wladimir Putin wertete Trumps Kritik als Versuch, europäische Kunden dazu zu bringen, "teureres" Gas aus anderen Ländern zu kaufen.

Grünen-Chef Habeck kritisiert Gaspipeline Nord Stream 2

Grünen-Chef Robert Habeck hat die Gaspipeline Nord Stream 2 kritisiert. Die Pipeline von Russland nach Deutschland sei "Symbol für eine inkonsequente, unsolidarische Haltung der Bundesregierung" in der Energiefrage, sagte Habeck der Neuen Osnabrücker Zeitung. "Für unsere Nachbarländer, die Stabilität der Ukraine und die ganze EU hat North Stream 2 insgesamt Nachteile."

EU setzt Schutzmaßnahmen gegen Stahlimporte in Kraft - Zeitung

Wegen der US-Strafzölle auf Stahl und Aluminium setzt die Europäische Union laut Handelsblatt ab dem 19. Juli Schutzmaßnahmen gegen steigende Stahl- und Aluminiumimporte aus Drittländern in Kraft. Das gehe aus einer Antwort der Bundesregierung auf Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion hervor, berichtete das Handelsblatt. Die Schutzmaßnahmen (safeguard measures) nach den Regeln der Welthandelsorganisation können verhängt werden, wenn Einfuhren die Industrie des Marktes "ernsthaft" schädigen oder zu schädigen drohen.

Scholz will ESM von Direktrekapitalisierung von Banken befreien

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hat vorgeschlagen, dass der Euro-Rettungsfonds im Gegenzug zu dessen Weiterentwicklung zu einem Währungsfonds nicht mehr für eine direkte Rekapitalisierung von Banken zuständig sein soll. "Wir müssen ... den ESM von einer Aufgabe befreien, die er nie wahrgenommen hat und auch nie wahrnehmen wird, weil das gar keinen Sinn macht, nämlich der Direktrekapitalisierung von Banken", sagte Scholz im Wirtschafts- und Währungsausschuss des Europaparlaments. "Das kostet letztendlich Kampfkraft", erklärte er.

Seehofer: EU-Innenministertreffen von "extrem wichtiger Bedeutung"

In Innsbruck haben am Donnerstag Beratungen der EU-Innenminister über die europäische Flüchtlingspolitik begonnen. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) sagte unmittelbar vor Beginn der Beratungen vor Journalisten, die Gespräche seien "von extrem wichtiger Bedeutung". Es gehe "in allererster Linie" darum, die Außengrenzen Europas zu schützen.

Innenminister von Deutschland, Italien und Österreich für "Kooperation der Tätigen"

Die Innenminister von Deutschland, Österreich und Italien haben ihren Willen zu einer Zusammenarbeit in der Flüchtlingspolitik bekräftigt. Aus der "Kooperation der Willigen" solle nun eine "Kooperation der Tätigen" werden, sagte Österreichs Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) am Donnerstag in Innsbruck nach einem Gespräch mit Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) und Italiens Innenminister Matteo Salvini vor Journalisten.

Hilfsorganisationen werfen EU-Staaten Mitschuld am Tod von Bootsflüchtlingen vor

Die Hilfsorganisationen Ärzte ohne Grenzen und SOS Méditerranée haben den Regierungen der EU eine fatale Behinderung der Seenotrettung von Flüchtlingen auf dem Mittelmeer vorgeworfen. In einer gemeinsamen Erklärung sprachen sie am Donnerstag von "mehr als 600 Todesfällen im Mittelmeer in den vergangenen vier Wochen", an denen die EU-Staaten eine Mitschuld trügen.

Deutliche Mehrheit der Bayern sehen Schaden für CSU durch Flüchtlingsstreit

Fast drei Viertel der Wahlberechtigten in Bayern sehen durch den Flüchtlingsstreit der Union einen Schaden für die CSU für die im Oktober anstehende Landtagswahl. In einer am Donnerstag vom Fernsehsender Sat.1 veröffentlichten GMS-Umfrage gaben 73 Prozent an, der Streit werde der CSU schaden - nur 10 Prozent erwarten einen Nutzen. Als Profiteur des Streits nannten 70 Prozent die AfD.

Verband fordert vor Mobilfunkgipfel regionale Frequenzzuteilungen

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July 12, 2018 07:30 ET ( 11:30 GMT)

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