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ÜBERBLICK am Mittag/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

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Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

Eurozone-BIP schrumpft im zweiten Quartal um 12,1 Prozent

Die Wirtschaft in der Eurozone ist im zweiten Quartal wegen der Pandemie und ihrer Folgen in einem historischen Ausmaß eingebrochen. Wie die Statistikbehörde Eurostat in einer zweiten Veröffentlichung mitteilte, fiel das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber dem Vorquartal um 12,1 Prozent. Damit wurde die erste Schätzung vom 31. Juli bestätigt, womit auch von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte im Vorfeld der Datenmeldung gerechnet hatten. Das ist der mit Abstand größte Rückgang seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 1995.

BMWi: Erholungsprozess der deutschen Wirtschaft wird dauern

Die deutsche Wirtschaft dürfte im dritten Quartal kräftig wachsen, allerdings wird die Erholung von dem historischen Rückgang der Wirtschaftsleistung im ersten Halbjahr einige Zeit in Anspruch nehmen, erklärte das Bundeswirtschaftsministerium. "Mit der schrittweisen Lockerung der Einschränkungen hat für die deutsche Wirtschaft ab Mai bereits wieder der Erholungsprozess eingesetzt", hieß es im jüngsten Monatsbericht des Ministeriums. Die weitere konjunkturelle Belebung hänge dabei ganz maßgeblich vom Verlauf der Corona-Pandemie im In- und Ausland ab.

Esken: Flächendeckende Schulschließungen unbedingt vermeiden

Die SPD-Vorsitzende Saskia Esken hat vor flächendeckenden Schulschließungen infolge der Zunahme der Neuinfektionen mit dem Coronavirus gewarnt. "Das müssen wir unbedingt vermeiden", sagte Esken bei einem Pressestatement in Berlin. "Wir wollen keinen Corona-Schuljahrgang produzieren in diesem Jahr." Dazu müsse man zusammenhalten. "Wenn sich abzeichnen sollte, dass wieder flächendeckend Problematik entsteht, dann müssen wir auch wieder flächendeckend Maßnahmen ergreifen", hob die SPD-Chefin hervor. Dies sei so vereinbart.

Bundesregierung für Sanktionen wegen Menschenrechtsverstöße in Belarus

Die Bundesregierung hat sich wegen Menschenrechtsverstößen in Belarus für Sanktionen ausgesprochen. Der Einsatz von "brutaler Gewalt" gegen friedlich demonstrierenden Menschen sei "scharf" zu verurteilen. Beim Treffen der Außenminister der Europäischen Union am heutigen Freitag werde über die Geschehnisse in Belarus gesprochen. "Aus unserer Sicht wird es dabei auch um Sanktionen gehen müssen gegen diejenigen, die für die Verletzung von Menschenrechten verantwortlich sind", erklärte Regierungssprecher Steffen Seibert.

Belarus zu "konstruktiven" Gesprächen mit dem Ausland über Wahl bereit

Belarus ist nach den Worten von Außenminister Wladimir Makei zu "konstruktiven und objektiven" Gesprächen mit dem Ausland über den Verlauf der umstrittenen Präsidentschaftswahl und die dadurch ausgelösten Proteste bereit. Nach einem Telefonat mit seinem Schweizer Kollegen Ignazio Cassis erklärte das Minsker Außenministerium, Makei habe dabei die "Bereitschaft der belarussischen Seite" zum Dialog über "alle mit den Entwicklungen in Belarus zusammenhängenden Themen" geäußert.

Oppositionskandidatin ruft zu friedlichen Protesten in ganz Belarus auf

Die belarussische Oppositionskandidatin Swetlana Tichanowskaja hat ihre Landsleute zu landesweiten friedlichen Demonstrationen gegen das Ergebnis der umstrittenen Präsidentenwahl aufgerufen. Sie fordere die Bürgermeister auf, am Wochenende Protestveranstaltungen in allen Städten des Landes zu organisieren, sagte Tichanowskaja in einer Videoansprache aus ihrem litauischen Exil.

Merkel ruft Griechenland und Türkei zur Deeskalation auf

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat Griechenland und die Türkei zur Deeskalation im Streit um das Gas- und Ölvorkommen im östlichen Mittelmeer aufgerufen. Für die Bundeskanzlerin sei die Lage "besorgniserregend", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. Merkel habe diese Position am Donnerstag in Telefonaten mit dem griechischen Ministerpräsidenten Kyriakos Mitsotakis und dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan bezogen.

+++ Konjunkturdaten +++

Niederlande BIP 2Q -8,5% gg Vorquartal - CBS

Niederlande BIP 2Q -9,3% gg Vorjahr - CBS

Taiwan BIP 2Q revidiert -1,40% gg Vorquartal (vorläufig: -2,28%)

Taiwan BIP 2Q revidiert -0,58% gg Vorjahr (vorläufig: -0,73%)

Hongkong BIP 2Q saisonbereinigt -0,1% gg 1Q

DJG/DJN/AFP/apo

END) Dow Jones Newswires

August 14, 2020 07:30 ET ( 11:30 GMT)

Copyright (c) 2020 Dow Jones & Company, Inc.
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