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ÜBERBLICK am Morgen/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

| Quelle: Dow Jones Newswire Web | Lesedauer etwa 7 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

Destatis bestätigt deutsche Inflationszahlen für Juni

Die Inflationsentwicklung in Deutschland ist im Juni wie erwartet verlaufen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) in zweiter Veröffentlichung mitteilte, stieg der Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozent und lag um 2,1 (Mai: 2,2) Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Auch der nationale Verbraucherpreisindex erhöhte sich um 0,1 Prozent auf Monats- und 2,1 (2,2) Prozent auf Jahressicht. Damit wurden die Ergebnisse der ersten Veröffentlichung wie erwartet bestätigt. Der ohne die Preise von Energie und Nahrungsmitteln berechnete Verbraucherpreisindex erhöhte sich um 0,1 bzw. 1,4 (1,6) Prozent.

Zahl der Wohnungsbaugenehmigungen in Deutschland steigt um 1,8 Prozent

Die Zahl der in Deutschland erteilten Wohnungsbaugnehmigungen ist in den ersten fünf Monaten des laufenden Jahres gestiegen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts (Destatis) wurden von Januar bis Mai 139.600 Wohnungsbaugenhmigungen erteilt. Das waren 1,8 Prozent bzw. 2.500 Genehmigungen mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Ohne Berücksichtigung von Wohnungen in Wohnheimen stieg die Zahl der Baugenehmigungen um 3,8 Prozent.

Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland steigt

Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland steigt. Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamts (Destatis) meldeten die deutschen Amtsgerichte im April 1.729 Unternehmensinsolvenzen. Das waren 9,9 Prozent mehr als im April 2017. Ursache des starken Anstiegs dürfte laut Destatis auch gewesen sein, dass im April 2018 aufgrund der Lage der Osterfeiertage den Gerichten mehr Arbeitstage zur Verfügung standen als im April 2017 und deshalb mehr Insolvenzanträge bearbeitet werden konnten.

EZB macht Banken Vorgaben zur Reduzierung bestehender NPL

Die Europäische Zentralbank (EZB) will den Banken des Euroraums künftig Vorgaben zur Reduzierung schon länger bestehender notleidender Kredite (NPL - Non Performing Loans) machen. Dabei will sie sich an den bereits existierenden Regeln für den Umgang mit neuen NPL orientieren. Mittelfristig sollen die Institute für alte NPL ebenso viel Rückstellungen bilden wie für neue. "Der Aufsichtsansatz folgt der auf diesem Gebiet bereits geleisteten Arbeit, namentlich der Strategie zum Abbau von NPL und dem ergänzenden Leitfaden zu Rückstellungen für neue NPL", heißt es in der EZB-Mitteilung. Die EZB will demnach den einzelnen Banken gegenüber im Rahmen des Aufsichtsdialogs spezifische Erwartungen für die Bildung von Rückstellungen formulieren.

Esma nimmt europäische Börsenbetreiber ins Visier - Zeitung

Ein Streit zwischen Börsen und Banken über Marktdaten hat die europäische Finanzaufsicht Esma auf den Plan gerufen. Die Esma habe in einem Fragebogen bei Marktteilnehmern Informationen über die Datenpreise eingeholt, sagte ein Sprecher der Behörde dem Handelsblatt. Abgabefrist war vergangenen Freitag. Im Rahmen der Erhebung soll dem Bericht zufolge geprüft werden, ob sich die Börsenbetreiber bei der Preisgestaltung an die Vorgaben der europäischen Finanzmarktrichtlinie Mifid II halten. Das seit Anfang des Jahres geltende Regelwerk sieht vor, dass die Börsen ihre Daten "zu angemessenen wirtschaftlichen Konditionen" zur Verfügung stellen müssen.

Williams sieht keine Übertreibungen am Finanzmarkt

Der Präsident der Federal Reserve von New York, John Williams, sieht keine Anzeichen dafür, dass sich das Finanzsystem überhitzen könnte. Seine Mitarbeiter würden sich aber intensiv nach Warnzeichen umsehen, sagte der Notenbanker. Trotz der Erholung der Hauspreise und dem langen Aufschwung an den Aktienmärkten gebe es keine so hohe Verschuldung im Finanzsystem, dass sich Gesetzgeber oder Regulierer Sorgen machen müssten. Auch die Risikoneigung der Akteure gebe keinen Anlass zur Sorge.

Deutschland und Frankreich machen Front gegen Trump

Bei seinen Überlegungen über eine mögliche weitere Verschärfung der amerikanischen Handelspolitik muss sich US-Präsident Donald Trump auf eine energische Reaktion aus Deutschland und Frankreich einstellen. Die Wirtschaftsminister beider Länder, Peter Altmaier und Bruno Le Maire, gaben sich nach einem knapp einstündigen Treffen am Mittwochabend in Paris jedenfalls kämpferisch. Le Maire sagte, welche Entscheidung Trump in den kommenden Wochen auch treffe, Europa werde eine einheitliche und nachhaltige Antwort darauf geben. Altmaier mahnte, in einer solchen Auseinandersetzung könne es keine Gewinner, sondern nur Opfer geben.

Trump bekräftigt Deutschland-Kritik am zweiten Tag des Nato-Gipfels

US-Präsident Donald Trump hat seine Kritik an Deutschland am zweiten Tag des Nato-Gipfels bekräftigt. Er kritisierte am Donnerstag im Kurznachrichtendienst Twitter erneut die niedrigen Verteidigungsausgaben europäischer Staaten. Deutschland warf er vor, Schutz vor Russland zu verlangen und gleichzeitig "Milliarden" für Gaslieferungen an Moskau zu zahlen. Dies sei "nicht akzeptabel".

Trump legt mit Kritik an Nato-Verbündeten nach

US-Präsident Donald Trump lässt mit seiner Kritik an den aus seiner Sicht zu niedrigen Verteidigungsausgaben der anderen Nato-Mitglieder - und insbesondere Deutschlands - nicht nach: "Milliarden zusätzlicher Dollar werden von den Nato-Ländern seit meinem Besuch im letzten Jahr ausgegeben, auf meine Aufforderung hin, aber es ist nicht mal annähernd genug", kritisierte er in der Nacht zum Donnerstag im Kurzbotschaftendienst Twitter. "USA geben zu viel aus", fügte er hinzu.

US-Demokraten geißeln Trumps Attacken gegen Deutschland

Die Attacken von US-Präsident Donald Trump gegen Deutschland beim Nato-Gipfel haben scharfe Kritik der Opposition in Washington hervorgerufen. Trumps "schamlose Beleidigungen sowie die Verunglimpfung eines der standhaftesten Verbündeten von Amerika" seien eine "Peinlichkeit", erklärten am Mittwoch die Chefs der Demokraten in Repräsentantenhaus und Senat, Nancy Pelosi und Chuck Schumer.

Trump greift Ermittler in den USA während Europa-Reise scharf an

US-Präsident Donald Trump hat von seiner Europa-Reise aus scharfe Attacken auf die Ermittlungen daheim in den USA zur Russland-Affäre gefahren. Diese Untersuchung sei "vielleicht der korrupteste und verdorbenste Fall aller Zeiten", schrieb Trump am Mittwochabend von Brüssel aus im Onlinedienst Twitter. Am Donnerstagmorgen legte er nach und schrieb von "so viel Korruption" auf Seiten der Ermittler. Anlass seines Zorns war die Weigerung einer früheren Mitarbeiterin von Sonderermittler Robert Mueller, vor einem Kongressausschuss auszusagen.

Salvini verweigert Schiff italienischer Küstenwache Anlegen in Italien

Der italienische Innenminister Matteo Salvini hat einem Schiff der italienischen Küstenwache mit Flüchtlingen an Bord das Anlegen in Italien verwehrt. Der stellvertretende Regierungschef und Parteivorsitzende der fremdenfeindlichen Lega forderte am Mittwoch "Garantien", bevor die "Diciotti" mit 67 Flüchtlingen an Bord einlaufen dürfe. Medienberichten zufolge hat das Schiff nun die Erlaubnis, Donnerstagmorgen den Hafen im sizilianischen Trapani anzulaufen. Einige Flüchtlinge an Bord der "Diciotti" sollen zuvor auf einem anderen italienischen Schiff gegen die Besatzung vorgegangen sein - aus Furcht, nach Libyen zurückgebracht zu werden. Medienberichten zufolge schlossen sich die Besatzungsmitglieder im Kommandoraum ein und verständigten die Rettungszentrale in Rom.

Spanische Regierung wegen Aufnahme von zu wenig Asylbewerbern verurteilt

Spaniens Oberstes Gericht hat die Regierung in Madrid gerügt, weil diese sich nicht ausreichend für die Aufnahme von Asylbewerbern eingesetzt habe. Aus einem Bericht der spanischen Asylbehörde gehe hervor, dass Spanien 13 Prozent weniger Menschen aufgenommen habe als im Rahmen der EU-Vereinbarungen vorgesehen, erklärte das Gericht am Mittwoch. Das Urteil war auf Montag datiert.

Seehofer will bis Ende Juli Flüchtlingsabkommen mit Italien schließen

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) will im Flüchtlingsstreit mit Italien bis Ende Juli ein Abkommen über die Rücknahme von Flüchtlingen schließen. Er habe mit dem italienischen Innenminister Matteo Salvini vereinbart, dass ihre Mitarbeiter jetzt "sehr schnell" Gespräche aufnehmen, sagte Seehofer am Mittwoch nach einem Treffen mit Salvini vor Journalisten in Innsbruck.

Tschechische Minderheitsregierung übersteht Vertrauensabstimmung

Die Minderheitsregierung in Tschechien hat in der Nacht zum Donnerstag eine Vertrauensabstimmung überstanden. "Das Parlament hat dem Kabinett sein Vertrauen ausgesprochen", sagte Parlamentspräsident Radek Vondracek nach der mehr als 16-stündigen Marathonsitzung. Von den 196 anwesenden Abgeordneten stimmten 105 für die Minderheitsregierung von Ministerpräsident Andrej Babis. 91 stimmten gegen die Regierung. Es war zugleich das erste Mal seit dem Ende des Kommunismus 1989, dass eine Regierung Unterstützung von der Kommunistischen Partei erhielt.

Menschenrechtler: Zahl der Toten bei Unruhen in Nicaragua steigt auf 264

Die Zahl der Toten bei den seit Monaten andauernden Unruhen in Nicaragua ist laut Menschenrechtlern auf 264 gestiegen. Zudem seien im gleichen Zeitraum mehr als 1.800 Menschen verletzt worden, erklärte die Interamerikanische Kommission für Menschenrechte (IACHR) am Mittwoch in Washington. Die Organisation war zuvor noch von 212 Toten ausgegangen, andere Schätzungen bezifferten die Zahl auf 250.

GROßBRITANNIEN

RICS-Hauspreisindex Juni -7 (Mai: -9)

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July 12, 2018 03:00 ET ( 07:00 GMT)

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