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Überraschender Deal im Glyphosat-Prozess? Bayer-Aktie steigt!

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Insider berichten: Es wird über einen Deal verhandelt. Das feuert die Spekulationen über eine Beilegung der Rechtsstreitigkeiten um angebliche Krebsrisiken des Unkrautvernichters Glyphosat an – und treibt die Bayer-Aktie nach oben.

Anwälte einiger Kläger diskutierten mit Bayer -5,42% über Vereinbarungen, die zu einer Gesamtsumme von zehn Milliarden US-Dollar (rund neun Milliarden Euro) führen könnten, berichtete Bloomberg unter Berufung auf Insider.

Eine Vergleichssumme in dieser Größenordnung wäre deutlich weniger als laut Analysten aktuell in den Aktienkurs eingepreist ist. Jede Summe unter 20 Milliarden Euro dürfte eine positive Kursreaktion nach sich ziehen, hatte etwa Analyst Markus Mayer von der Baader Bank jüngst in einer Studie geschrieben. Er hält um die zwölf Milliarden Euro für realistisch. In diesem Fall dürfte der Kurs rasch in Richtung 90 Euro steigen, glaubt der Experte.

Kurseinbrüche nach verlorenen Prozessen

Der Aktienkurs war im Sommer 2018 eingebrochen, nachdem der mittlerweile in Bayer aufgegangene US-Saatgutkonzern Monsanto eine erste Schlappe in einem US-Prozess um Krebsrisiken glyphosathaltiger Unkrautvernichter hatten hinnehmen müssen. Zwei weitere Prozesse verlor Bayer ebenfalls und die Schadenersatzforderungen liegen jeweils im mittleren bis hohen zweistelligen Millionenbereich. Zehntausende weitere Klagen sind anhängig.

Bis zum Juni 2019 fiel der Kurs denn auch bis auf ein Mehrjahrestief von 52,02 Euro. Im Vergleich zum Kursniveau vor der ersten Prozessniederlage war der Marktwert von Bayer an der Börse um rund 40 Milliarden Euro gefallen. Nach der Kurserholung der vergangenen Monate – das vorbörsliche Plus vom Freitag eingerechnet – ist die Lücke noch knapp 16 Milliarden Euro groß.

Chance auf Einigung

Getrieben wurde die Erholung von der Aussicht auf eine Einigung mit den Klägern. So betont Bayer zwar mit Verweis auf zahlreiche wissenschaftliche Studien die Sicherheit von Glyphosat und erhielt dabei auch unlängst Unterstützung durch die US-Regierung, die einen sogenannten Amicus-Schriftsatz bei einem Gericht in San Francisco einreichte. Allerdings zeigt sich Konzernchef Werner Baumann auch offen für einen Vergleich, wenn er finanziell sinnvoll wäre.

Mit einem groß angelegten Vergleich wäre das Thema hingegen vom Tisch. „Eine rasche Lösung ist im Interesse der Investoren“, schrieb Analyst Ulrich Huwald von Warburg Research denn auch jüngst in einer Studie. Auch da die Anzahl der Klagen inzwischen ein seinen Worten nach „besorgniserregendes Niveau“ erreicht hat.

Mit Material von dpaAFX.
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