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UniCredit – Nach starkem Jahresauftakt mit Euro-Stoxx-50-Ambitionen

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Neben Linde (siehe IE vom 26.01.) gibt es in diesem Jahr noch weitere Kandidaten mit guten Chancen auf eine Aufnahme in den Euro Stoxx 50. Ganz weit vorne auf der Liste der Aspiranten steht nach der Erholung der letzten Wochen die italienische UniCredit. Seit dem Jahreswechsel hat die Aktie der Bank um mehr als 15 Prozent zugelegt, womit sie unter den europäischen Großkonzernen einen Spitzenplatz einnimmt. Damit einher geht automatisch auch ein deutlicher Anstieg der Marktkapitalisierung wo die UniCredit im Ranking der Eurozone zum Ende der vergangenen Woche bis auf Platz 30 nach oben geklettert ist. Zumindest bei der für die Indexberechner maßgeblichen Free-Float-Kapitalisierung, also dem Börsenwert der als „frei handelbar“ eingestuften Aktien.

Dass die Mutter der deutschen HypoVereinsbank bislang trotzdem nicht zum erlauchten Kreis der Euro-Stoxx-50-Unternehmen gehört, liegt wie bei Linde daran, dass die Bank zuletzt an dem Filter der Vorauswahl gescheitert ist. Denn im Ranking der Euroland-Banken lag sie bei der Schlussabrechnung für das Jahr 2017 nur auf Platz 7. Die von Stoxx vorgegebene Schwelle von 60 Prozent der Branchengewichtung als Aufnahmekriterium für die Kandidatenliste wurde dabei knapp verfehlt. Per Ende Dezember wurde diese Quote bereits mit der sechstplatzierten Société Génerale erreicht, sodass die UniCredit – ungeachtet ihrer Größe – nicht die Vorauswahl überstanden hätte.

Mit dem Börsenaufschwung werden die Karten nun aber neu gemischt. Zum Abschluss der vergangenen Woche wäre die UniCredit an der Société Générale vorbeigezogen und hätte damit den Einzug die Kandidatenliste geschafft. Und da sie unter den Kandidaten klar zu den 40 größten gehört, wäre ihr die Indexaufnahme damit sicher.

Hätte, hätte, Fahrradkette, könnte man treffend anmerken. Denn tatsächlich entscheidend sind erst die Kursdaten per Ende August. Dennoch. Die besondere Indexarithmetik bei Stoxx will es so, dass es zumindest nach heutigem Stand für die UniCredit nur darauf ankommt, ob sie bis dahin auch weiterhin die Société Générale in Schach halten kann. Nach Einschätzung einiger Übersee-Analysten ist dies durchaus vorstellbar. Nach einer großen Analystenkonferenz im Dezember hatten einige Banken der UniCredit gute Erfolge bei Restrukturierung und Krisenbewältigung bescheinigt und die Kursziele teilweise sehr deutlich über die 20-Euro-Marke gesetzt. Bei der SocGen ist die Fantasie hingegen etwas gedrosselt, obgleich die Euroland-Banken insgesamt zu den gängigen Erholungsspekulationen gehören.

Eine aus deutscher Sicht interessante Beobachtung am Rande ist derweil, dass die Deutsche Bank im Euroland-Banken-Ranking inzwischen bis auf Platz 8 durchgereicht worden ist. Sie hätte damit momentan keine Chance neu in den Euro Stoxx 50 aufgenommen zu werden, wird aber vorerst von einigen bei  Stoxx eingebauten „Bestandsschutz-Regeln“ für im Index enthaltene Aktien geschützt.

Aber zurück zur UniCredit, die sich also neben Linde als zweiter Anwärter für die Aufnahme in einen virtuellen Euro-Stoxx-50-Aufstiegsbasket qualifiziert. Und auch hier kann eine solche Spekulation über ein Bonuszertifikat mit einem zusätzlichen Absturzpuffer versehen werden. Anlagefavorit ist ein nach oben nicht limitiertes Bonuspapier der DZ Bank mit Fälligkeit im Juni 2019. Die Barriere liegt bei 14 Euro, woraus sich ein Rückschlagpuffer von gut 20 Prozent errechnet. Wenn diese Barriere nie unterschritten gibt es am Ende mindestens 20 Euro zurück (Rendite immerhin 5,92% p.a.). Wenn die Aktie über 20 Euro steigt, dann wird auch der Rückzahlungsbetrag entsprechend nach oben angepasst (DD4TR0).

Ralf Andreß

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Investmentecke Ralf Andreß gehört zu den erfahrensten Zertifikate-journalisten Deutschlands. Als freier Autor berichtet er seit mehr als 20 Jahren über strukturierte Produkte und initiierte bereits 1999 die mehrmals jährlich in "Die Welt" und "Welt am Sonntag" erscheinenden Fachreports zu Derivaten und Zertifikaten. Seit 2004 schreibt er auf Finanztreff.de für die tägliche Börsenkolumne "Investmentecke". Zudem ist er seit 2006 Chefredakteur des von ihm mit ins Leben gerufenen Fachmagazins "Der Zertifikateberater". 2008 wurde er beim erstmals vergebenen Journalistenpreis für die Berichterstattung über Zertifikate vom DDV zum "Journalist des Jahres" gekürt und wurde seither insgesamt vier Mal geehrt. Zuletzt im Jahr 2017 in dem er gemeinsam mit Daniela Helemann den Hauptpreis als „Journalist des Jahres“ erhielt.

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