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United Internet und das Sorgenkind 1&1 Drillisch

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die Probleme und Investitionen der Tochter 1&1 Drillisch haben bereits 2019 die Aktie von United Internet belastet – und für 2020 ist kaum Besserung in Sicht.

United Internet hat sich für das laufende Jahr eine stabile Geschäftsentwicklung vorgenommen und will wieder eine deutlich erhöhte Dividende zahlen. Umsatz und Ergebnis von United Internet sollen sich in diesem Jahr etwa auf dem Niveau von 2019 bewegen. Da stieg der Erlös um 1,8 Prozent auf 5,2 Milliarden Euro. Doch United Internet könnte erneut die Tochter 1&1 Drillisch zu schaffen machen.

Denn 1&1 Drillisch musste ein rückläufiges Ebitda von 638,5 Millionen Euro ausweisen (Vorjahr: 721,9 Millionen Euro). Hintergrund ist, dass sich eine eingeplante rückwirkende Preissenkung für den Zugang von 1&1 Drillisch ins Netz von Telefónica in einem Gutachterschiedsspruch zerschlug – was mit gut 83 Millionen Euro belastete. Darüber hinaus litt die Tochter unter dem schleppenden Verkauf von Handys und Tablets.

Teure Investitionen drücken Dividende nach unten

Die Dividende für das vergangene Jahr soll 0,50 Euro je Aktie betragen. Ein Jahr zuvor hatte es nur 0,05 Euro Dividende gegeben, weil United Internet mit seiner Telekommunikationstochter 1&1 Drillisch 2019 teure Mobilfunkfrequenzen für den neuen 5G-Datenfunk ersteigert hat.

Die Ausschüttungsquote liegt bei der vorgeschlagenen Dividendenhöhe noch im unteren Bereich der Dividendenpolitik – auch vor dem Hintergrund der anstehenden Investitionen in ein 5G-Mobilfunknetz bei 1&1 Drillisch. Die immer noch börsennotierte Tochter nutzt aktuell die Mobilfunktechnik von Telefónica und Vodafone. Das eigene 5G-Mobilfunknetz soll erst 2021 starten.

Das machen die Aktien von United Internet und 1&1 Drillisch

Die 1&1-Aktie -3,31% hatte 2019 kräftig Federn gelassen und sich in ihrer Bewertung nahezu halbiert. Ende Dezember flog das Papier dann aus dem MDAX. Der Kursrutsch bei United Internet -4,36% fiel mit gut 23 Prozent in dem Zeitraum etwas geringer aus.

Dem jüngsten Verfall an den Börsen infolge der Corona-Pandemie konnten sich beide Papiere aber nicht entziehen. Zeitweilig waren sie so billig wie seit 2013 nicht mehr. Seit Mitte März haben sie sich mit dem gesamten Markt wieder etwas erholt. Nach den Zahlen und der neuen Prognose waren die Titel von United Internet kaum bewegt, diejenigen von 1&1 Drillisch legten leicht zu.

Mit Material von dpaAFX.
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