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USA machen mit Iran-Sanktionen ernst – das müssen Öl-Anleger jetzt wissen!

| Quelle: Commerzbank_TagesInfo_Rohstoffe | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
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Energie: Die Ölpreise sprangen gestern Abend deutlich nach oben und legen am Morgen weiter zu. Denn die USA üben angeblich Druck auf andere Länder aus, ihre Öleinfuhren aus dem Iran ab Anfang November vollständig einzustellen. Ausnahmeregelungen soll es dem Vernehmen nach nicht mehr geben. Die USA wollen in der kommenden Woche Delegierte in die Golfregion schicken, um eine ausreichende Ölversorgung auch ohne Iran zu gewährleisten. Auch mit wichtigen Abnehmern wie China, Indien und der Türkei sollen Gespräche geführt werden, um alternative Anbieter zu finden. Gut möglich, dass die USA dabei ganz eigennützig auch an sich als möglichen Lieferanten denken. Die iranischen Ölexporte lagen in den letzten Monaten bei ca. 2,5 Mio. Barrel pro Tag. Um diese Menge vollständig zu ersetzen, müssten die Länder mit ausreichend freien Förderkapazitäten ihre Ölproduktion entsprechend hochfahren. Dazu zählen insbesondere Saudi-Arabien, das eigenen Angaben zufolge über 2 Mio. Barrel pro Tag an freien Kapazitäten verfügt, und die mit ihm verbündeten arabischen Golfmonarchien. Mit anderen Worten, der Puffer im Falle weiterer unvorhergesehener Angebotsausfälle wäre dann weitgehend aufgebraucht. Die Auswirkungen auf die Ölpreise wären dann dramatisch. Allerdings ist nicht davon auszugehen, dass sich alle Abnehmerländer dem Druck der USA beugen werden. Insbesondere China dürfte sich dem widersetzen. China importierte im ersten Quartal laut Daten der chinesischen Zollbehörde 655 Tsd. Barrel Öl pro Tag aus dem Iran und war damit der größte Einzelabnehmer. Die EU dürfte ihre Öleinfuhren aus dem Iran vermutlich einstellen, da die europäischen Ölunternehmen ansonsten US-Sanktionen fürchten müssen.

Produktidee: Faktor-Zertifikate

WKN Typ Basiswert Merkmale
CE9J1Y Faktor Long WTI Oil Future Faktor: 8
CE9J22 Faktor Long Brent Oil Future Faktor: 8
CE7XGS Faktor Short WTI Oil Future Faktor: -8
CV55QJ Faktor Short Brent Oil Future Faktor: -8

Edelmetalle: Gold setzt seinen Abwärtstrend fort und fällt heute Morgen auf 1.255 USD je Feinunze. Seit Monatsbeginn ist der Goldpreis mittlerweile um über 3% gefallen. Auch Zuflüsse in die Gold-ETFs von über drei Tonnen gestern – die ersten seit zwölf Tagen – haben den Preisrückgang nicht gestoppt. Da es sonst keine Nachrichten zur Goldnachfrage in den letzten Tagen gibt, wird Gold wohl weiter über den Futures-Markt verkauft. Die spekulativen Netto-Long-Positionen dürften sich mittlerweile in Netto-Short-Positionen gewandelt haben. Für uns erschließt sich nach wie vor nicht, warum Gold in den letzten Wochen so stark verkauft wird. Zwar hat die US-Notenbank Fed vor zwei Wochen erneut die Zinsen angehoben, die Realzinsen in den USA sind aber weiter nahe Null. Und in der Eurozone sind die Realzinsen auf Basis der Renditen deutscher Staatsanleihen weiter klar im negativen Bereich. Dies sollte Gold, das keine Zinsen abwirft, als Anlagealternative eigentlich begünstigen, da die Opportunitätskosten der Goldhaltung dadurch gering sind. Ebenso spricht normalerweise die Korrektur an den Aktienmärkten für eine verstärkte Nachfrage nach Gold als sicherem Hafen. Aber auch diese ist zuletzt ausgeblieben. Dass China aus Hongkong im Mai auf Netto-Basis knapp 58 Tonnen Gold importiert hat (28% mehr als im Vorjahr) ist nicht mehr als eine Randnotiz. Zwar wurde damit der Rückstand etwas aufgeholt, kumuliert betrachtet liegen die chinesischen Goldimporte aus Hongkong nach fünf Monaten aber immer noch fast 23% unter dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum.

Produktidee: Faktor-Zertifikate

WKN Typ Basiswert Merkmale
CD5B2X Faktor Long Gold-Future Faktor: 6
CD5B34 Faktor Short Gold-Future Faktor: -6

Industriemetalle: Der Rückgang der Metallpreise ging mit einem Rückzug der spekulativen Finanzanleger einher. Dies zeigt die gestern veröffentlichte LME-Statistik zur Marktpositionierung. Demnach wurden in der letzten Woche vor allem bei Kupfer und Zink Netto-Long-Positionen deutlich reduziert. Die spekulativen Finanzanleger haben somit eine große Rolle beim jüngsten Preisrückgang gespielt. Kupfer ist in der letzten Woche um 3,3%, Zink sogar um 5,3% gefallen. Der Preisrückgang hat sich in dieser Woche bislang fortgesetzt – Kupfer handelt heute Morgen unter 6.700 USD je Tonne, Zink bei rund 2.830 USD je Tonne –, was darauf hindeutet, dass sich die spekulativen Finanzanleger weiter zurückziehen. Und noch gibt es bei beiden Metallen überdurchschnittlich hohe Netto-Long-Positionen, so dass der Preisdruck von dieser Seite her noch anhalten dürfte.
Daten des Weltstahlverbands zufolge wurde im Mai mit 154,9 Mio. Tonnen weltweit betrachtet eine rekordhohe Menge Stahl produziert. Im Vergleich zum Vorjahr wurde die Produktion um 6,6% ausgeweitet. Hierzu trug vor allem China bei, dessen Anteil an der weltweiten Produktion auf über 52% gestiegen ist. Außerhalb Chinas hat insbesondere Indien deutlich mehr Stahl hergestellt. Die Kapazitätsauslastung ist weltweit auf ein 4-Jahreshoch von 77,7% gestiegen. Nach fünf Monaten des Jahres ist die globale Stahlproduktion klar auf dem Weg zu einem neuen Rekordhoch, was deutlichen Preisanstiegen entgegenstehen sollte.

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