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Verlust mit Gold, aber zwei Volltreffer beim Euro/Dollar-Kurs

| Quelle: INV | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Wer aktiv an der Börse handelt oder zumindest konkrete Empfehlungen abgibt, der muss zwangsläufig damit leben, dass nicht jeder Trade ein Volltreffer wird. Auch wenn der eine oder andere Börsenlaie immer noch glaubt, dass gewissen Leuten die berühmt-berüchtigte Glaskugel oder sonstiges Wissen eine 100-prozentige Trefferquote ermöglicht. Diese Illusion müssen wir leider zerstören, denn solche „Ich kann alles vorhersagen“-Genies gibt es ebenso wenig wie eine Handelsstrategie, die auf Dauer ausschließlich Gewinntrades produziert. Es sei denn, jemand handelt Aktien oder andere Wertpapiere ohne feste Laufzeit und verkauft diese immer nur dann, wenn sie im Plus liegen. Das würde auf der einen Seite tatsächlich zu einer Trefferquote von 100 Prozent führen. Auf der anderen Seite wäre das Depot irgendwann aber auch voll mit Werten, die (Buch-)Verluste ausweisen. Und eine Garantie, dass diese Strategie wirklich profitabel ist, gibt es auch nicht.

Von daher können auch wir es nicht vermeiden, dass die eine oder andere hier vorgestellte Idee zum Rohrkrepierer verkommt und sogar im Totalverlust endet. Unsere jüngste „Empfehlung“ (streng genommen handelt es sich ja nicht wirklich um eine Empfehlung, sondern lediglich um eine vorgestellte Idee, über deren Umsetzung jeder Leser selbst entscheiden kann und muss) zum Goldpreis zum Beispiel ist mal gar nicht aufgegangen (Investmentecke vom 22. März). Statt wie erhofft den Widerstand bei rund 1365 US-Dollar zu überwinden, ist das Edelmetall Mitte Mai sogar unter die Unterstützung bei 1300 Dollar gerutscht. Bei dem vorgestellten Hebelprodukt kam es dadurch automatisch zum Knock-out.

Deutlich besser lief es zuletzt beim Euro/Dollar-Kurs. Hier hatten wir gleich zweimal darauf hingewiesen, dass die Luft nach oben für den Euro nach Ansicht mehrerer Marktbeobachter dünn werden dürfte. In diesem Zusammenhang hatten wir Anfang Februar einen Discount Put-Optionsschein der DZ Bank (Basispreis von 1,30 Dollar, Cap bei 1,25 Dollar) vorgestellt, der damals für rund 3 Euro zu haben war (Investmentecke vom 1. Februar). Bis zum finalen Bewertungstag am 11. April bewegte sich das Währungspaar tendenziell seitwärts und der entscheidende Wechselkurs lag am Ende bei ca. 1,24 Dollar. Dadurch wurde hier der Maximalbetrag von 5 Dollar ausgezahlt, was nach Umrechnung in Euro einen Gewinn von gut 30 Prozent bedeutete (WKN: DG9NYR).

Noch besser lief es bei den Mitte März als „Alternative für sehr risikofreudige Anleger“ angedachten Stay-Low-Optionsscheinen auf den Euro/Dollar-Kurs (Investmentecke vom 14. März). Sowohl der Schein mit der WKN: DS1FLA als auch der Schein mit der WKN: SC9F33 (Barriere jeweils bei 1,2750 Dollar) werden morgen fällig und mit extrem hoher Wahrscheinlichkeit zum maximal möglichen Betrag von 10 Euro zurückgezahlt. Schließlich ist der Euro in den vergangenen Wochen regelrecht eingebrochen und notiert aktuell nur noch bei rund 1,16 Dollar. Sollte also nicht noch etwas komplett Außergewöhnliches passieren, dürfen sich Anleger hier über Gewinne von um die 60 Prozent freuen!

Thomas Koch

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WKN Bezeichnung Hebel
DS6KTL EUR/USD Wave L 1.045 2019/01 (DBK) 11,919
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Investmentecke Ralf Andreß gehört zu den erfahrensten Zertifikate-journalisten Deutschlands. Als freier Autor berichtet er seit mehr als 20 Jahren über strukturierte Produkte und initiierte bereits 1999 die mehrmals jährlich in "Die Welt" und "Welt am Sonntag" erscheinenden Fachreports zu Derivaten und Zertifikaten. Seit 2004 schreibt er auf Finanztreff.de für die tägliche Börsenkolumne "Investmentecke". Zudem ist er seit 2006 Chefredakteur des von ihm mit ins Leben gerufenen Fachmagazins "Der Zertifikateberater". 2008 wurde er beim erstmals vergebenen Journalistenpreis für die Berichterstattung über Zertifikate vom DDV zum "Journalist des Jahres" gekürt und wurde seither insgesamt vier Mal geehrt. Zuletzt im Jahr 2017 in dem er gemeinsam mit Daniela Helemann den Hauptpreis als „Journalist des Jahres“ erhielt.

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