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Vertrauen Sie noch oder investieren Sie schon erfolgreich?

| Quelle: FIN | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Angesichts der neuesten Turbulenzen an der Börse kommen selbst erfahrene Anleger ins Zweifeln: Jetzt schnell raus aus dem Markt oder doch eher mutig investieren? Auf Einbrüche wetten oder Kaufgelegenheiten nutzen? In der Vielzahl der verschiedensten Ratschläge fällt die richtige Entscheidung schwer. Worauf Anleger tatsächlich vertrauen können. Ein Gastbeitrag von Hartmut Jaensch.

Viele Anleger stellen sich vermutlich gerade die Fragen, wie es nach dem kürzlichen Einbruch an der Börse und vor dem Hintergrund des schwelenden Handelsstreits weitergeht.

Der Kursrutsch der Anfang Februar begann hat wieder einmal ein Phänomen verstärkt, das Sie an der Börse immer beobachten können: Meinung steht gegen Meinung.

Die einen Experten beschwichtigen nun, dass es einfach mal an der Zeit für eine Korrektur gewesen sei, alles sei im Lot, niemand wolle eine Rezession riskieren. Andere warnen, dass es sich um ein Vorbeben gehandelt habe und Anleger nun vorsichtig sein sollten. Hinzu kommen die Hedgefondsmanager, die kurz zuvor auf Baisse gesetzt haben und jetzt auf einen weiteren starken Einbruch wetten. Demgegenüber stehen die Schnäppchenjäger, die jetzt endlich wieder Kaufgelegenheiten sehen und den Mutigen zum Einstieg raten. Wie sollen Anleger da auseinanderhalten, welcher Experte nun recht hat?

Das ist in der Tat keine einfache Aufgabe, denn sie führt zur Frage nach den Methoden, nach denen die Experten und dann wiederum einzelne Anleger am Aktienmarkt Entscheidungen treffen können. Die Anwendung vieler Methoden erfordert umfangreiche Vorarbeit, die ein normaler Anleger, selbst mit viel Engagement, oft nicht zu leisten bereit ist oder auch gar nicht leisten kann. Hinzu kommt, dass es oftmals gar nicht leicht ist, die Methoden mancher Experten auf ihren Nutzen oder ihre Richtigkeit hin zu überprüfen.

Die meisten Methoden haben einen massiven Schwachpunkt: Sie konzentrieren sich auf einzelne Elemente oder Faktoren, die isoliert betrachtet keine sehr verlässliche Einschätzung zum Aktienmarkt erlauben. Und gerade auf Indikationen die versuchen zu ergründen, ob es kurzfristig rauf- oder runter geht, können Anleger nur bedingt vertrauen.

Aktiv oder passiv?

Wäre es unter diesem Gesichtspunkt also sinnvoller, langfristig und passiv anzulegen, statt aktiv auf die aktuellen Entwicklungen zu reagieren? Nun, es stimmt schon, dass beim Daytrading die große Masse der Anleger höchst erfolglos ist. Ich persönlich finde jedoch auch die passive Variante unbefriedigend. Denn solange die Kurse steigen, ist alles in Butter. Dass jedoch bei einer Trendwende an der Börse und in einer scharfen Baisse regelmäßig die Kursgewinne wieder verloren gehen, ist schwer zu ertragen. Wenn Sie einfach nur langfristig anlegen,  gewinnen und verlieren, relativiert sich das Ergebnis schlicht und das frustriert. Mal erzielen Aktienanleger höhere Renditen, mal liegen die Ergebnisse sogar unterhalb einer verzinslichen Anlageform. Vielmehr zählt deshalb, dass Sie die Abschwungphasen und Crashs möglichst umgehen. Aber wie gehen Sie dabei vor?

Der Knackpunkt liegt darin, Börsenphasen zu unterscheiden. Das können auch Privatanleger. Beim ganz normalen Auf und Ab an der Börse geht es darum, die durchaus längerfristigen Phasen mit überwiegend positiven Kursentwicklungen von denen mit überwiegend negativen zu unterscheiden. Ein solches Vorgehen setzt voraus, dass ökonomische Erkenntnisse richtig auf die Datenströme an den Finanzmärkten übertragen werden. Das ist mittlerweile mit Hilfe moderner Computertechnologie zuverlässig möglich und liefert auch Privatanlegern klare und eindeutige Ergebnisse und mit denen es leicht ist Entscheidungen zu fällen.

Bei der Aktienauswahl gilt übrigens das Gleiche: Sich selbst in einzelne Aktien und Branchen einzuarbeiten, um entscheiden zu können, ob ein Unternehmen einen Kauf oder Verkauf wert ist – das ist für den einzelnen Anleger eine kaum zu stemmende Aufgabe. Selbst ein sehr guter Analyst kann ja immer nur einige wenige Aktien und Branchen überschauen. Es ist also vernünftiger, in die Werte zu investieren, die sich besser entwickeln als der Markt, und die auszusortieren, die auch Großanleger abstoßen. Solche Trends in den Datenströmen der Finanzmärkte sind aussagekräftiger und zuverlässiger als die Auswertung von Meinungen einzelner Experten.

Vertrauen Sie an der Börse in erster Linie auf Gesetzmäßigkeiten.

Es ist heute gar nicht mehr zeitaufwändig, sich ausreichend zu informieren, um an der Börse erfolgreich zu sein. Es gibt sehr zuverlässige und erprobte Methoden, nach denen Sie sich richten können, ohne selber viel Aufwand betreiben zu müssen.

In meinem Börsenphasen-Programm prediqma  habe ich beispielsweise die relevanten Gesetzmäßigkeiten über ein halbes Jahrhundert zurück erfasst. Das Programm trifft damit eindeutig Aussagen nach einem festen, mathematischen Regelwerk, die keine Interpretation erfordern: Der Positivtrend hält an. Oder: Es naht eine negative Phase.

Wie es dann von Tag zu Tag weitergeht, weiß ich auch nicht – die Frage danach ist aber auch nicht zielführend. Wichtig ist nur: Ich kann mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit beurteilen, ob tatsächlich eine Trendwende an der Börse ins Haus steht. Und mit Hilfe der Unterscheidung von positiven und negativen Trendphasen lassen sich im Verlauf eines Investments Gewinne sichern und größere Verluste vermeiden.

 

Über den Autor:

Unzufrieden mit vagen Handlungsanweisungen aus Lehrbüchern begann Hartmut Jaensch, geschäftsführender Gesellschafter von prediqma – Institut für Börsenstrategie und Vizepräsident des Bundesverbands Deutscher Volks- und Betriebswirte. schon im Studium Formeln zu testen, um Börsenphasen zu entschlüsseln.

Sein Forscherdrang blieb ihm in Houston, Texas, und an der Business School der Harvard University erhalten. Auch während seiner Tätigkeit als Manager und Berater für amerikanische Konzerne wie Google, Xerox, Avaya und Dresser forschte Jaensch weiter. Seine Erkenntnisse aus fast 30 Jahren Forschung mit Daten aus mehr als 100 Börsenjahren stellt er auch privaten Anlegern bereit (prediqma.com).

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