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Vielleicht doch lieber so? - Aktienchance (fast) ohne Risiko!

| Quelle: INV | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

So richtig rund läuft es mit den Aktienmärkten ja nicht mehr. Nach beinahe 10 Jahre Super-Rallye überrascht das niemanden, aber die Problemlage hat sich dummerweise nicht geändert. Ohne Risiko gibt es bei der Geldanlage bestenfalls eine schwarze Null, was bei wieder anziehender Inflation eben einen Realwertverlust bedeutet.

Die Spargroschen deswegen in vollem Umfang in ungesicherte Aktienprodukte zu stecken, schmeckt aber auch nicht jedem. Zumal die letzten Wochen sehr eindringlich gezeigt haben, dass „die Märkte“ offenbar noch nicht ganz einig sind, wohin sie in den nächsten Monaten wollen und das Risiko einer massiven Korrektur einfach nicht weichen will.

Hilfreich könnte da für den einen oder anderen sein, dass mit dem zwischenzeitigen Anstieg der Zinsen zuletzt wieder vermehrt Anlageprodukte mit voller (oder teilweiser) Kapitalsicherung angeboten werden konnten. Mit Blick auf den Kurssprung bei den Bundesanleihen und dem damit stets verbundenen Einbruch von deren Renditen, könnte dieses kleine positive Zeitfenster aber sehr schnell schon wieder zugehen.

Wer die Gelegenheit noch nutzen will, um sich möglichst viel Aktien-Chance bei möglichst wenig Kapitalrisiko zu sichern, der wird zum Beispiel bei der Deutschen Bank fündig. Die bietet noch bis zum 4. Juni ein Kapitalschutzzertifikat auf den Euro Stoxx 50 zur Zeichnung an, bei dem per Fälligkeit auch bei einem nachhaltigen Börsenabsturz das Anlagekapital vollständig zurückgezahlt wird. Das marktbedingte Verlustrisiko ist also auf den eingangs erhobenen Ausgabeaufschlag von 1,5 Prozent beschränkt (DB9UKC).

Auf der „Haben-Seite“ steht dafür die Chance auf einen Gewinn von bis zu 28 Prozent. Der hängt davon ab, wie stark der Euro Stoxx 50 bis zum Ende der Laufzeit ansteigt. Bis zur Höchstmarke von eben diesen 28 Prozent wird der prozentuale Indexanstieg eins zu eins an den Anleger ausgezahlt. Steigt der Index um 10 Prozent, gibt es also 110 Prozent des Anlagekapitals zurück. Steigt er um 20 Prozent, sind es entsprechend 120 Prozent. Bei einem Anstieg der Euroland-Aktien um 30 Prozent greift dann aber die Obergrenze und es werden „nur“ 128 Prozent ausgezahlt.

Klingt alles prima, muss aber in Relation zur Laufzeit betrachtet wird. Die reicht bis zum Juni 2024 – also über 6 Jahre. Aber auch so ergibt sich – ein entsprechend starker Anstieg am Aktienmarkt vorausgesetzt – eine Rendite von bis zu 3,937% p.a., wobei der Ausgabeaufschlag schon berücksichtigt ist. Das klingt nicht mehr ganz so imposant, ist aber mit Blick auf das drastisch reduzierte Risiko allemal ansprechend. Zum Beispiel für fest eingeplantes Geld, das im Sommer 2024 benötigt wird und deshalb nicht dem vollen Aktienmarktrisiko ausgesetzt werden soll.

Als Risiko bleibt dann nur noch, ob denn auch die Deutsche Bank im Sommer 2024 noch allen Zahlungsverpflichtungen nachkommen kann. Ernsthafte Bedenken diesbezüglich gibt es trotz aller Probleme des Geldhauses zwar nicht, trotzdem darf dieser Hinweis gerade bei Zertifikaten mit dem Zusatz „Kapitalschutz“ nicht fehlen. Denn formal sind es Inhaberschuldverschreibungen, deren Schutz nur den Risiken des Aktienmarktes gilt. Ein Ausfall des Emittenten bleibt als Risiko dennoch erhalten.

Ralf Andreß  

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Investmentecke

Investmentecke Ralf Andreß gehört zu den erfahrensten Zertifikate-journalisten Deutschlands. Als freier Autor berichtet er seit mehr als 20 Jahren über strukturierte Produkte und initiierte bereits 1999 die mehrmals jährlich in "Die Welt" und "Welt am Sonntag" erscheinenden Fachreports zu Derivaten und Zertifikaten. Seit 2004 schreibt er auf Finanztreff.de für die tägliche Börsenkolumne "Investmentecke". Zudem ist er seit 2006 Chefredakteur des von ihm mit ins Leben gerufenen Fachmagazins "Der Zertifikateberater". 2008 wurde er beim erstmals vergebenen Journalistenpreis für die Berichterstattung über Zertifikate vom DDV zum "Journalist des Jahres" gekürt und wurde seither insgesamt vier Mal geehrt. Zuletzt im Jahr 2017 in dem er gemeinsam mit Daniela Helemann den Hauptpreis als „Journalist des Jahres“ erhielt.

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