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VIRUS/Fed-Vize: Virus-Folgen für Geldpolitik noch nicht abzuschätzen

| Quelle: dpa-AFX | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
WASHINGTON (dpa-AFX) - Die US-Notenbank beobachtet die möglichen Folgen der Coronavirus-Epidemie auf die Wirtschaft weiter ganz genau. Es sei aber immer noch zu früh, um zu beurteilen, ob es zu einer fundamental neuen Einschätzung der Währungshüter kommen wird, sagte Richard Clarida, Vizechef der US-Notenbank Fed, am Dienstag in Washington. Die Zentralbank sei nach wie vor in einer guten Position, um ihre Ziele eines nachhaltigen Wachstums, eines starken Arbeitsmarkts und einer Inflation um die Marke von zwei Prozent zu erreichen. In den USA steht Mitte März die nächste Sitzung der Fed an.

Dabei wollen auch die Währungshüter ihre neuen Prognosen für das laufende und die kommenden beiden Jahre vorstellen. Zuletzt hatte die Notenbank ein Festhalten an ihrer Geldpolitik signalisiert. Die US-Notenbank hatte zuletzt für das Wahljahr 2020 unveränderte Leitzinsen signalisiert. An den Finanzmärkten gilt eine erneute Leitzinssenkung im Jahresverlauf jedoch als wahrscheinlich. Im vergangenen Jahr hatte sie drei Mal in Folge den Leitzins um jeweils 0,25 Prozentpunkte auf eine Spanne von zuletzt 1,50 bis 1,75 Prozent gesenkt.

Unterdessen hat der Coronavirus Sars-CoV-2 die Finanzmärkte infiziert. Die Aktienmärkte weltweit gaben den zweiten Tag in Folge nach - in den USA beschleunigt sich zudem die Talfahrt der Renditen auf Staatsanleihen. Bei den richtungsweisenden Papieren mit einer Laufzeit von zehn Jahren beschleunigte sich die Talfahrt der Rendite und fiel zwischenzeitlich auf ein Rekordtief von 1,3055 Prozent. Anfang des Jahres hatten sich Anlagen in die Zehnjährigen noch mit rund 1,9 Prozent rentiert. Vor einem Jahr hatte die Rendite sogar noch bei knapp 2,8 Prozent gelegen.

In den Vereinigten Staaten steigt zudem die Furcht vor einer stärkeren Ausbreitung des neuartigen Coronavirus. "Es ist weniger eine Frage, ob das noch geschehen wird, sondern eher eine Frage, wann genau das geschehen wird und wie viele Menschen in diesem Land schwer krank sein werden", sagte die Leiterin der Abteilung für Immunisierung und Atemwegserkrankungen, Nancy Messonnier, der US-Gesundheitsbehörde CDC. "Wir bitten die amerikanische Öffentlichkeit, sich auf die Aussicht vorzubereiten, dass das schlimm sein könnte."

Die US-Regierung will für den Kampf gegen das Virus 2,5 Milliarden Dollar bereitstellen. Das Virus sei in den USA "sehr unter Kontrolle", aber die Regierung wolle vorsorglich handeln, sagte US-Präsident Donald Trump am Dienstag in Neu Delhi vor Journalisten. US-Medienberichten zufolge soll rund eine Milliarde Dollar der Mittel in die Entwicklung eines Impfstoffs gesteckt werden. Der Kongress muss die Mittel aber erst noch bewilligen. Trump schloss am Dienstag einen zweitägigen Staatsbesuch in Indien ab./zb/


Quelle: dpa-AFX
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