DAX®12.760,73-0,51%TecDAX®3.070,25-0,30%Dow Jones 3027.781,70+1,20%Nasdaq 10011.418,06+0,84%
finanztreff.de

Vor Importstopp: Schweinefleisch-Exporte nach China verdoppelt

| Quelle: dpa-AFX | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
WIESBADEN (dpa-AFX) - Vor dem kürzlich verhängten Importstopp ist China in der ersten Jahreshälfte zum wichtigsten Abnehmer für Schweinefleisch aus Deutschland aufgestiegen. Zwischen Januar und Juni wurden 233 300 Tonnen in die Volksrepublik exportiert, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum haben sich die Ausfuhren mehr als verdoppelt. Sie machen nun einen Anteil von 26,8 Prozent aller Schweinefleisch-Exporte aus (2019: 12,9 %). Der wegen der Fälle von Afrikanischer Schweinepest (ASP) in Brandenburg verhängte Exportstopp nach China setzt die Fleischindustrie aus Sicht der Wiesbadener Statistiker daher nun unter Druck.

Da China selbst seit Ende 2018 gegen einen Ausbruch der Schweinepest kämpft und eigene Tierbestände reduzierte, stieg zuletzt die Nachfrage der Chinesen nach Schweinefleisch auf dem Weltmarkt an. Die Volksrepublik ist der größte Konsument von Schweinefleisch weltweit. China hat nun Italien als größten Abnehmer abgelöst, wohin die deutsche Fleischindustrie im ersten Halbjahr 2019 noch am meisten Schweinefleisch exportierte. Exporte nach Italien machten im ersten Halbjahr 2020 noch 15,2 Prozent der Schweinefleisch-Ausfuhren aus. Insgesamt wurden in den ersten sechs Monaten 870 700 Tonnen Schweinefleisch im Wert von 2,4 Milliarden Euro exportiert.

Die steigende Nachfrage aus China und das dadurch geringere Angebot bekamen auch die Verbraucher in Deutschland zu spüren. Für Schweinefleisch musste demnach im August 2020 im Durchschnitt 8,6 Prozent mehr bezahlt werden - verglichen mit den Preisen im August 2019. Fleisch- und Wurstwaren verteuerten sich im gleichen Zeitraum um 5,7 Prozent, wobei die Verbraucherpreise für Nahrungsmittel insgesamt in diesem Zeitraum lediglich um 0,7 Prozent anzogen.

Nach Angaben der Statistiker ist die Schweinehaltung in Deutschland seit Jahren rückläufig. Zum Stichtag am 3. Mai 2020 wurden 25,5 Millionen Schweine gehalten - das sind eine Million Tiere weniger als noch vor zehn Jahren und entspricht einem Rückgang von 3,9 Prozent. Da im selben Zeitraum auch die Zahl der Betriebe um fast 40 Prozent deutlich zurückging, erhöhte sich zuletzt der durchschnittliche Schweinebestand von 795 auf 1248 Schweine je Betrieb. Zuletzt gab es noch 20 400 Betriebe mit Schweinehaltung./len/DP/eas


Quelle: dpa-AFX
Schlagworte:
, , , , , , , ,
Werbung

Das könnte Sie auch interessieren

News-Suche

Suchbegriff:

Aktuelle Videos

HSBC Trading TV

Werbung

Trading-Tipp

Börsen & Märkte

US-Marktüberblick

zur Mediathek
Werbung

Werbung
Diese Seite empfehlenschliessen
Interessant, oder?
Teilen Sie diese Seite auf Facebook oder Twitter
Wenn Sie auf die Teilen-Buttons klicken und sich bei den Betreibern einloggen, werden Daten an den jeweiligen Betreiber übermittelt. Bitte beachten Sie die Datenschutzerklärung.
Aktuelle Umfrageschliessen
Das Amtsgericht Essen hob das Insolvenzverfahren von Galeria Karstadt Kaufhof auf und machte damit den Weg frei für einen Neustart des Handelsriesen. Glauben Sie, dass das Warenhauskonzern bald wieder schwarze Zahlen schreiben wird?
Jetzt abstimmen!
Alle Umfragen ansehen