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Vorbereiten für die nächste Welle – nach OBEN!

| Quelle: INV | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Man mag es nicht glauben, aber auf einer der marktbedrohenden Baustellen scheint sich nun tatsächlich eine Lösung abzuzeichnen. Bei den Brexit-Verhandlungen  sei ein Durchbruch erreicht worden und eine Einigung stehe nun unmittelbar bevor. So oder so ähnlich die ermutigenden Meldungen von gestern, die ausgereicht haben, um beim Dax einen ordentlichen Schub nach oben auszulösen. Wären da nicht trotzdem noch die Italiener, Trumps Handelskrieg oder eines der vielen anderen akuten Probleme, könnte man also schon fast wieder ins Jubelhorn blasen.

Und tatsächlich haben sich gestern zwei große deutsche Adressen mit durchaus positiven Einschätzungen zum Dax nach draußen gelehnt. Sowohl die DZ Bank als auch die LBBW trauen dem deutschen Aktienmarkt in den nächsten Monaten eine starke Erholung und die Rückkehr zur 13.000-Punkte-Marke zu.

Der wichtigste Grund für den Optimismus ist in beiden Fällen die Einschätzung, dass die Börse beim Abverkauf der letzten Wochen (weit) übers Ziel hinausgeschossen ist. Dies gilt zumindest für die Aktien in Deutschland und Europa, die sowohl im internationalen als auch im historischen Vergleich jetzt noch günstiger erscheinen als vorher schon. Für den Euro Stoxx 50 etwa verweist die DZ Bank auf ein KGV von 11,6 und eine Dividendenrendite von 4,3% - angesichts der im Euro-Raum immer noch inexistenten Zinsen sind das durchaus beachtliche Zahlen.

Dies und die vorerst noch intakte Konjunktur, sowie die eben weiterhin expansive Geldpolitik in Europa sollen den Dax also bis Mitte des kommenden Jahres wieder auf 13.000 Punkte treiben, sind sich beide Analystenteams einig. Von da an gehen die Prognosen dann aber deutlich auseinander. Denn während die DZ Bank auch für die zweite Jahreshälfte 2019 noch (moderate) Indexgewinne erwartet, geht die LBBW davon, dass Mitte des kommenden Jahres dann endgültig der Zeitpunkt gekommen ist, um einen Ausstieg aus „Risiko-Assets zu prüfen“, wie es in derlei Analysen verklausuliert ausgedrückt wird.

Hintergrund ist die Annahme, dass sich gewichtige Anlegergruppen ab der Jahresmitte 2019 auf den Abschwung vorbereiten und das Ende des langen Bullenmarktes einleiten werden, weil dann auch die Signale für eine konjunkturelle Abschwächung in den USA zunehmen werden. Taktgeber dürfte nach Einschätzung der LBBW dabei auch weiterhin die amerikanische Notenbank sein. Kurz bevor deren Leitzins den Hochpunkt erreicht, wäre dann eben der ideale Zeitpunkt zum Ausstieg – und dies - so die dann eben doch nicht ganz so euphorische Prognose – dürfte zur Jahresmitte 2019 der Fall sein.

Für Anleger könnte das heißen, dass sie jetzt noch einmal kräftig zugreifen sollten, bevor es dann möglicherweise für einen längeren Zeitraum nicht mehr viel zu verdienen gibt. Zumindest nicht auf der Long-Seite.

Eine vergleichsweise defensive Möglichkeit hierfür liefern Discountzertifikate, die derzeit auch nach langer Zeit mal wieder durchaus reizvoll aussehen. Bei einem passend zur LBBW-Prognose angesetzten Dax-Discounter mit Fälligkeit Ende Mai 2019 und einem Cap auf Höhe des aktuellen Indexniveaus lässt sich zum Beispiel eine Rendite von rund 9,0% erzielen (DM9Z7Z). Das Idealszenario und eben jene 9% p.a. werden erreicht, wenn der Dax im Mai kommenden Jahres oberhalb von 11.450 Punkten steht.

Noch deutlich mehr gibt es natürlich, wenn man dem Index wie von den Analysten empfohlen auch noch ein wenig Luft nach oben einräumt. Wenn die Gewinnobergrenze auf 12.600 Punkte angehoben wird – was immer noch ein gutes Stück unter der Zielvorgabe von 13.000 liegt – dann sind bei gleicher Laufzeit auch Renditen von mehr als 20% p.a. möglich. Um dann am Ende den Höchstbetrag ausbezahlt zu bekommen, muss der Dax aber eben bis auf diese 12.600 steigen. Wenn dem Dax dies misslingt, muss es für den Anleger aber trotzdem nicht zu Verlusten kommen. Denn entsprechende Discounter kosten derzeit nur rund 113,50 Euro. Soll heißen: Selbst wenn der Dax im Mai nur auf dem heutigen Stand von etwa 11.470 bliebe, würde es am Ende noch eine leicht positive Rückzahlung geben (VA11TR, DD6N5Y, DM9Z8N).

Ralf Andreß

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Investmentecke Ralf Andreß gehört zu den erfahrensten Zertifikate-journalisten Deutschlands. Als freier Autor berichtet er seit mehr als 20 Jahren über strukturierte Produkte und initiierte bereits 1999 die mehrmals jährlich in "Die Welt" und "Welt am Sonntag" erscheinenden Fachreports zu Derivaten und Zertifikaten. Seit 2004 schreibt er auf Finanztreff.de für die tägliche Börsenkolumne "Investmentecke". Zudem ist er seit 2006 Chefredakteur des von ihm mit ins Leben gerufenen Fachmagazins "Der Zertifikateberater". 2008 wurde er beim erstmals vergebenen Journalistenpreis für die Berichterstattung über Zertifikate vom DDV zum "Journalist des Jahres" gekürt und wurde seither insgesamt vier Mal geehrt. Zuletzt im Jahr 2017 in dem er gemeinsam mit Daniela Helemann den Hauptpreis als „Journalist des Jahres“ erhielt.

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