DAX ®12.246,94+0,16%TecDAX ®2.861,77+0,81%S&P FUTURE2.998,90+0,04%Nasdaq 100 Future7.964,75+0,39%
finanztreff.de

VW-Arbeiter in Tennessee wollen keine Gewerkschaft

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
Von William Boston und Ben Foldy

NEW YORK (Dow Jones)Die US-Gewerkschaft UAW hat im Volkswagen-Werk in Chattanooga im US-Bundesstaat Tennessee erneut eine krachende Niederlage erlebt. Die UAW scheiterte zum zweiten Mal mit dem Versuch, eine gewerkschaftliche Vertretung der Arbeiter in dem Werk zu organisieren. Laut Abstimmungsergebnis votierten 833 Mitarbeiter gegen die Gewerkschaft und 776 dafür.

Die UAW bemüht sich schon länger um mehr Einfluss in dem Volkswagen-Werk, aber auch in anderen Fertigungsstätten ausländischer Autobauer in den USA. In den Südstaaten ist es der Gewerkschaft noch nicht gelungen, bei irgendeinem der Autobauer einen Fuß in die Tür zu bekommen, die gerne in jenen Bundesstaaten ihre Werke ansiedeln, in denen die Bevölkerung eher gegen Gewerkschaften eingestellt ist.

Nach der Abstimmungsniederlage wandte sich die Gewerkschaft in einem Appell an den Kongress, mehr zum Schutz der Arbeitnehmerrechte zu tun. Arbeiter sollten nicht Drohungen ausgesetzt sein dürfen, wenn sie sich um das Recht zur Aushandlung eines Tarifvertrags für alle Beschäftigten bemühen.

Ein Volkswagen-Sprecher betonte, das Unternehmen habe sich im gesamten Prozess neutral verhalten und respektiere das Recht der Mitarbeiter, eine Entscheidung zu treffen. Der für das Werk verantwortliche Manager Frank Fischer sagte, Volkswagen akzeptiere und respektiere die Entscheidung der Beschäftigten.

Die UAW hatte sich schon einmal 2014 um eine Vertretung in dem Volkswagen-Werk bemüht. Doch auch damals stieß dies bei den Arbeitern mehrheitlich auf Ablehnung. Außer in China haben sonst alle VW-Werke eine gewerkschaftliche Organisation.

Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

DJG/DJN/jhe

END) Dow Jones Newswires

June 16, 2019 02:19 ET ( 06:19 GMT)

Copyright (c) 2019 Dow Jones & Company, Inc.
Werbung

Das könnte Sie auch interessieren

Werbung

News-Suche

Suchbegriff:
Werbung

Werbung
Diese Seite empfehlenschliessen
Interessant, oder?
Teilen Sie diese Seite auf Facebook oder Twitter
Aktuelle Umfrageschliessen
Ursula von der Leyen befürwortet eine Einführung einer Digitalsteuer für Internetriesen, wie bspw. Amazon und Google. Damit sollen die Konzerne gezwungen werden, auch in Europa Steuern zu zahlen. Finden Sie die Idee gut?
Jetzt abstimmen!
Alle Umfragen ansehen