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Wacker Chemie: Aktie trotzt der Gewinnwarnung

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Der Chemiekonzern Wacker streicht wegen schwacher Preise für Polysilicium seine Jahresziele zusammen und bereitet ein Sparprogramm vor. Der Umsatz werde 2019 voraussichtlich stagnieren, statt zu steigen, teilte das im SDAX +0,17% gelistete Unternehmen in München mit. Der operative Gewinn (Ebitda) dürfte sogar 30 Prozent niedriger ausfallen als im Vorjahr. Dennoch rechnet er weiterhin damit, unter dem Strich einen kleinen Gewinn zu erzielen.

Bisher war der Vorstand von einem Ebitda-Rückgang um 10 bis 20 Prozent ausgegangen und hatte beim Überschuss einen deutlichen Rückgang angekündigt. In den Prognosen sind allerdings keine Zahlungen von Versicherungen erhalten - wie sie Wacker etwa im dritten Quartal einstrich.

Aktie zeitweise stark unter Druck

Am Finanzmarkt kamen die Nachrichten im frühen Handel schlecht an. Die Wacker-Aktie -1,74% verlor zeitweilig mehr als acht Prozent an Wert. Mit einem Kurs von 60 Euro auf der Handelsplattform Tradegate sind die Aktien von Wacker Chemie -1,74% nach der Gewinnwarnung wieder in Richtung ihres jüngsten Tiefs seit 2013 bei 57,86 Euro gerutscht. Zuletzt konnten die Verluste jedoch komplett ausgeglichenn werden.

"Ausschlaggebend für unsere reduzierten Erwartungen sind die nach wie vor extrem niedrigen Preise für Polysilicium", sagte Wacker-Chef Rudolf Staudigl. Die von vielen Experten für die zweite Jahreshälfte erwartete Preiserholung sei bislang ausgeblieben. Im dritten Quartal seien die Preise sogar gesunken - wegen Überkapazitäten chinesischer Konkurrenten. Hinzu komme die schwächer werdende Konjunktur. Die Preisentwicklung für den Solarindustrie-Grundstoff bleibe auch für 2020 extrem unsicher, was die Markterwartungen an die Erholung in Frage stelle.

Kostensenkungsprogramm wird erarbeitet

Staudigl will jetzt ein Effizienzprogramm erarbeiten, um die Betriebskosten des Unternehmens "in signifikantem Umfang" zu senken. "Wir müssen und werden den schwieriger werdenden Rahmenbedingungen für unser Geschäft erfolgreich begegnen", sagte er.

An den vorläufigen Zahlen zum dritten Quartal lässt sich der Geschäftseinbruch nicht direkt ablesen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum legte der Umsatz um zwei Prozent auf 1,27 Milliarden Euro zu. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) stieg um fast zwölf Prozent auf 270 Millionen Euro. Darin ist jedoch eine Versicherungszahlung in Höhe von 112 Millionen Euro für einen Schadensfall am Wacker-Standort Charleston aus dem Jahr 2017 enthalten. Ohne diese Zahlung wäre das operative Ergebnis deutlich eingebrochen. Den kompletten Quartalsbericht will Wacker am 24. Oktober veröffentlichen.

Analyst bleibt bei "Buy"

Die Schweizer Großbank UBS hat die Einstufung für Wacker Chemie -1,74% nach der Gewinnwarnung auf "Buy" mit einem Kursziel von 98 Euro belassen. Die neuen Zielsetzungen des Spezialchemie-Konzerns für 2019 implizierten ein 10-prozentiges Abwärtspotenzial für die Marktschätzungen, schrieb Analyst Patrick Rafaisz in einer aktuellen Studie. Da die Aktien bereits mit einem Abschlag zur Konkurrenz gehandelt würden, könnte die Zielsenkung zum Teil im Kurs schon eingepreist sein. (Mit Material von dpa-AFX)

Sechs-Monats-Chart Wacker Chemie (in Euro)
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